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Teltow-Fläming Giuseppe Verdis „Nabucco“ unter freiem Himmel
Lokales Teltow-Fläming Giuseppe Verdis „Nabucco“ unter freiem Himmel
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00:32 27.05.2018
Veranstalter Pavol Munk (l.) und Bürgermeister Arne Raue (r.) freuen sich schon jetzt auf das Nabucco Klassik Open Air in Jüterbog. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Eine erstklassige Oper unter freiem Himmel mitten in der Kleinstadt – für Viele klingt das eher nach einem guten Witz als nach der Realität. Doch Pavol Munk und Daniela Woosmann beweisen Skeptikern gerne das Gegenteil. Mit ihrem Veranstaltungsbüro „Paulis“ bringt das Paar seit 18 Jahren zahlreiche kulturelle Veranstaltungen dorthin, wo sie keiner vermutet.

Drama um Liebe und Macht

Auch der Fläming steht in diesem Jahr auf ihrer Liste. Am 11. August soll sich der Jüterboger Schlosspark in eine riesige Open-Air-Bühne verwandeln. Auf zwölf mal zwölf Metern Spielfläche präsentieren rund 100 Schauspieler und Musiker eine Oper des berühmten italienischen Komponisten Giuseppe Verdi.

Nabucco“ heißt der Titel des dramatischen Spiels um Liebe und Macht, welches Verdi 1842 den Durchbruch verschaffte.

Die falsche Thronfolgerin

Die Oper erzählt die spannende Geschichte vom babylonischen König Nebukadnezar – kurz Nabucco – der die wehrlosen Israeliten mit seinem Heer heimsucht.

Nachdem er Jerusalem belagert, macht der jüdische Hohepriester Zaccaria seinem Gefolge weiter Hoffnung auf Rettung. Denn Nabuccos zweite Tochter Fenena befindet sich in seiner Gewalt. Aus Liebe lässt Wächter Ismaele sie jedoch frei. Er wird daraufhin von seinen Leuten als Verräter beschimpft.

Währenddessen erfährt Nabuccos erste Tochter Abigaille in Babylon, dass sie lediglich die Tochter einer Sklavin sei und damit nicht die rechtmäßige Thronfolgerin.

In Nabuccos Abwesenheit lässt sie sich sofort die Macht übertragen. Aus Habgier und Eifersucht, weil sie ebenfalls in Ismaele verliebt ist, will sie die echte Königstochter Fenena beseitigen.

Auch Nabucco wird von ihr eingesperrt, als dieser nach Babylon zurückkehrt. Kurz vor der Hinrichtung Fenenas unterwirft sich Nabucco schließlich dem israelischen Gott Jahwe und bittet ihn um Beistand. Als er seine Macht zurück erlangt, vergiftet sich Abigaille selbst.

Stadtverwaltung zeigt sich begeistert

Allein bei dem Gedanken an den weltberühmten Gefangenenchor gerät Veranstalter Pavol Munk auch nach hunderten von Aufführungen immer noch ins Schwärmen.

Der gebürtige Tschechoslowake liebt die antiken Klänge. „Klassik ist die Mutter der Musik. Die Leute reden im Anschluss über Kultur – das ist wichtig“, sagt er.

Auch in der Jüterboger Stadtverwaltung blickt man dem Klassik Open Air mit großer Vorfreude entgegen. Gabriela Kaiser vom Ordnungsamt hat “Nabucco“ bereits gesehen und kann den „Wow-Effekt“ bestätigen. Das emotionale Stück sorgte bei ihr für viele Gänsehautmomente.

Ebenfalls euphorisch zeigte sich auch Arne Raue beim ersten Zusammentreffen mit Pavol Munk. „Ich freue mich, dass Sie unser kulturelles Jahr 2018 mit einem Highlight bereichern wollen“, sagte der Bürgermeister zum Veranstalter.

Suche nach Verstärkung

Wer „Nabucco“ im Schlosspark miterleben möchte, sollte sich also schnellstens Karten im Vorverkauf sichern oder einfach mit auf die Bühne kommen.

Denn Pavol Munk hat aktuell noch zwei Statistenrollen zu vergeben und setzt dabei gern auf Frauen und Männer von Nebenan.

Interessierte Einzelpersonen oder Paare können sich am Freitag dem 25. Mai, von 12 bis 13 Uhr bei der MAZ unter Tel. 0 33 72/ 41 92 31 melden. Die Gewinner werden ausgelost und bekanntgegeben.

Von Isabelle Richter

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