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Teltow-Fläming Glascontainer sorgt in Genshagen für Ärger
Lokales Teltow-Fläming Glascontainer sorgt in Genshagen für Ärger
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09:54 22.10.2013
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Genshagen

In einen sattsam bekannten und seit Jahren mit Petitionen und Abwehr erbittert geführten Streit im Ludwigsfelder Ortsteil Genshagen scheint nun doch noch Bewegung zu kommen. Zankapfel ist ein Glassammelcontainer an der Feuerwehr. Der steht 22 Meter von Manfred Helms Haus entfernt. Der Mann hat eine unheilbar kranke Frau, die den ganzen Tag zu Hause ist. Er selbst muss werktags um fünf Uhr aufstehen. Da stört es das Paar in ihrem relativ neuen Eigenheim, dass es auch am Wochenende nicht vom Scheppern des Glases verschont bleibt. Zudem halten sich viele Leute nicht an die Einwurfzeiten.

Bei einer Besprechung vor wenigen Tagen zwischen Ortsbeirat und Stadtverwaltung war endgültig klar: Eine Alternative für den Glascontainer, etwa am Grünen Weg, gibt es nicht vor 2016/17. Bis dahin fehlt der Stadt das Geld, diese Anwohnerstraße für eine sechsstellige Summe auszubauen. Zumal die Genshagener dort den Glascontainer auch nicht wollen.

Doch mit einer anderen Lösung könnte es Linderung für die geplagten Ohren und Nerven der Helms geben. Dazu müsste der Container ein paar Meter von ihrem Haus weggerückt und eine Hecke als Lärmschutz gepflanzt werden. Diese Chance tut sich jetzt mit der Gestaltung der Feuerwehr-Außenanlagen auf. Die Stadt müsste dazu ein paar Quadratmeter Land von der benachbarten Firma SIL kaufen. Ortsvorsteher Gottfried Schindler sagt: „Wir wollen endlich Frieden im Dorf haben.“ Der Ortsbeirat würde nicht nur beim Pflanzen der Hecke helfen, „wir könnten sie aus unserem Ortsteilbudget auch mitbezahlen“, sagt Schindler.

Er hat den seit 2006 laufenden Streit ebenso satt wie manch Stadtverordneter oder Bürgermeister Frank Gerhard (SPD). Der sagt: „Nach wie vor sehen wir bei Helms keinen Härtefall. Wir haben ein Dutzend Fälle in der Stadt wie an der Neckarstraße, da stehen diese Container viel dichter an Wohnungen.“ Ein Verschieben des Genshagener Containers ans andere Ende des Dorfes würde das Problem nicht lösen, sondern verschärfen, so Gerhard. „Dort wären mehr Menschen betroffen. Aber verkauft SIL, dann haben wir das Problem hoffentlich gelöst“.

Von Jutta Abromeit

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