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Teltow-Fläming Glasower kämpfen für ihren Geldautomat
Lokales Teltow-Fläming Glasower kämpfen für ihren Geldautomat
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17:31 26.02.2018
Martina Lutz und Matthias Meyer sammeln Unterschriften für den Erhalt des Geldautomaten der Sparkasse in Glasow. Quelle: Foto: Christian Zielke
Glasow

Mal schnell nach der Arbeit einen Kontoauszug ausdrucken oder vor dem Einkaufen frisches Geld aus dem Automaten ziehen – in Glasow gab es diesen Service über viele Jahre. Mitten im Ort betrieb die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) auf wenigen Quadratmetern einen Geldautomaten und einen Kontoauszugsdrucker. Seit Ende September vergangenen Jahres stehen die Kunden vor verschlossenen Türen. „Aus technischen Gründen ist der Automat außer Betrieb“, heißt es auf einem Schild.

Doch an eine Reparatur des Automaten denkt die MBS nicht. Im Gegenteil: „Nach reiflicher Überlegung kamen wir zu dem Ergebnis, ihn nicht wieder in Betrieb zu nehmen“, teilt MBS-Sprecherin Daniela Toppel auf Nachfrage der MAZ mit. Ein Grund sei die zu geringe Nachfrage. Die Kosten für Miete, Strom und Wartung überstiegen laut Sparkasse die Nutzungsfrequenz bei weitem.

Geldautomat ist ein Sicherheitsrisiko

Dazu komme die zunehmende Gefahr durch Automatensprengungen, was zusätzliche Kosten für mehr Sicherheit und gleichzeitig die Gefahr von Schäden für Unbeteiligte bedeutet. Laut MBS stehe das Risikopotenzial einem Weiterbetrieb in Glasow entgegen. Kunden könnten auf die nahe gelegenen Automaten in Mahlow und Blankenfelde ausweichen oder im benachbarten Norma-Supermarkt Geld abheben.

Genau an diesen Alternativen zweifelt Martina Lutz. Die Glasowerin hat seit Anfang Dezember mehr als 160 Unterschriften für den Erhalt des Geldautomaten gesammelt. „Gerade die älteren Menschen im Ort, die kein Auto haben und nicht so gut zu Fuß sind, sind auf den Automaten angewiesen“, sagt sie. Zudem fehle es vor allem im Mahlower Zentrum an Parkplätzen, wenn man mal schnell Geld oder einen Kontoauszug holen will. Und um nebenan bei Norma Geld abheben zu können, muss man für mindestens 20 Euro einkaufen. Dazu komme der Sicherheitsaspekt. In Glasow war man am Geldautomaten allein in dem kleinen Raum. „In den größeren Filialen und Blankenfelde weiß ich nicht, wer hinter mir steht“, sagt Martina Lutz.

Einzelhändler fürchten negative Folgen

Die Unterschriftenliste liegt im Getränkemarkt von Matthias Meyer aus. Er fürchtet negative Folgen für den Einzelhandel in Glasow. „Viele Durchreisende haben angehalten, Geld geholt und sind einkaufen oder tanken gegangen“, sagt er. Auch viele Randberliner oder Selchower hätten den Automaten genutzt.

Martina Lutz will nicht kampflos aufgeben. Sie möchte die gesammelten Unterschriften Blankenfelde-Mahlows Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) und Vertretern der Sparkasse übergeben.

Von Christian Zielke

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