Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Glatte Piste: B102-Ortsdurchfahrt freigegeben

Dahme Glatte Piste: B102-Ortsdurchfahrt freigegeben

20 Jahre dauerte das Tauziehen um Fördermittel, zweieinhalb Jahre wurde an der Dahmer Ortsdurchfahrt gebaut, 20 Sekunden dauerte der Banddurchschnitt. Seit Freitag ist der erste Bauabschnitt offiziell befahrbar.

Voriger Artikel
Kinder zanken – Eltern geraten in Streit
Nächster Artikel
Bildung auf dem Rücken der Pferde

Bei der Freigabe der B102 in Dahme.

Quelle: Uwe Klemens

Dahme. „Im Grunde haben wir heute die modernste Ortsdurchfahrt der Bundesrepublik“, sagte am Freitagvormittag Dahmes Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos). Mindestens bis zur nächsten Freigabe einer innerorts erneuerten Bundesstraße mag dieser Satz auch gelten. Assistiert von Landtagsabgeordneten, Bürgermeister, Amtsdirektor und Vertretern des Landesamtes für Straßenwesen, griff Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse zur Schere, um die symbolisch noch einmal für wenige Minuten gesperrte Straße offiziell für den Verkehr freizugeben.

Bauarbeiten dauerten zwei Jahre und fünf Monate

Wesentlich länger gedauert hat die Sperrung der Straße während der Bauarbeiten. Zwei Jahre und fünf Monate benötigten die Bauleute für den grundhaften Ausbau des 800 Meter langen ersten Bauabschnitts. Wie so oft, lagen die Schwierigkeiten auch hier im Detail. Das Gros der unterirdischen Leitungen musste komplett neu verlegt werden. Komplett neu geschaffen wurde ein Regenentwässerungssystem, für das ein großes Sammelbecken am Stadtrand entstand.

Problematischer Untergrund

Dass die Arbeiten zum Großteil durchs denkmalgeschützte Sanierungsgebiet verliefen und der Untergrund als problematisch galt, machte das Projekt von vornherein zu einer kniffligen Aufgabe. „Aber es ist schön geworden und ich habe den Eindruck, es ist gut angelegtes Geld, auch wenn der Weg dorthin ein langer war“, freute sich Frank Süsser, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Dass die Straße marode war, stand schon lange außer Frage. Aber das Wie der Sanierung war lange schwierig“, berichtete Süsser weiter.

Tauziehen um Fördermittel seit Mitte der 1990er Jahre

Bereits seit Mitte der 90er Jahre begann das Tauziehen der Dahmenser mit Bund und Land über die Bewilligung von Fördergeldern. Auch die Vorstellungen von Planern, Denkmalpflegern und Stadt, wie die neue Straße einmal aussehen soll, waren lange Zeit Anlass für heftige Debatten. Pflaster oder Asphalt, Sitzbänke oder nicht, Parkbuchten längs oder quer zu Fahrbahn – das waren die kniffligsten Fragen. Als es 2013 endlich grünes Licht für Fördermittel gab und die Gestaltungsvorschläge aus der Stadt zum Straßenbelag und zur Parkordnung erhört worden waren, war das Aufatmen groß.

Ab dem Frühjahr 2017 wird an der Ortsdurchfahrt weitergebaut. 1,4 Millionen Euro Bundesmittel und 1,3 Millionen Euro aus der Städtebauförderung für Dahme werden am Ende in die Maßnahme geflossen sein.

Von Uwe Klemens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Würden Sie Wasserfähren im alltäglichen Nahverkehr als Alternative zu Bus und Bahn annehmen?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg