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Gleichzeitige Sperrung von Zinnaer Tor und B 102

Jüterbog Gleichzeitige Sperrung von Zinnaer Tor und B 102

Die Sanierung des Zinnaer Tors in Jüterbog ist zwar baulich unabdingbar, der Zeitpunkt sorgt trotzdem für Kritik im Hauptausschuss. In zwei Wochen werden die Einfahrtsstraßen von Osten und Norden in das Stadtzentrum gleichzeitig gesperrt. Der Unternehmer und Stadtverordnete Hendrik Papenroth (Für Jüterbog) findet diese Entscheidung „fatal“.

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Das Zinnaer Tor in Jüterbog muss saniert werden.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Das Zinnaer Tor in Jüterbog muss dringend saniert werden – dies steht für die Stadtverwaltung und die Mitglieder des Hauptausschusses außer Frage. Doch für Hendrik Papenroth (Für Jüterbog) ist der Zeitpunkt „fatal“, wie er am Montagabend im Hauptausschuss deutlich machte. „Im Händlerstammtisch waren wir überrascht, als wir von der monatelangen Sperrung erfuhren“, sagte Papenroth.

Durchfahrt ab 22. Mai gesperrt – für Händler kam das überraschend

In einem neuen Flyer der Stadtverwaltung wurde die gleichzeitige Sperrung der nördlichen Einfahrt in das Stadtzentrum und die Sperrung der B102 auf Höhe der Großen Straße erstmals kommuniziert. Ab 22. Mai sind damit die Wege von Norden und Osten in die Stadt dicht.

Die Sanierung des Stadttors soll zwar nur bis Ende August dauern – doch bis dahin sieht Papenroth zwei Gefahren: Ortsfremde umfahren das Stadtzentrum, was Einbußen für die Händler bedeute und in der engen Straße Wursthof wird es besonders voll, weil Ortskundige dort den einzig verbliebenen schnellen Weg ins Zentrum nutzen werden.

Große Spalten im Turm machen Sanierung dringend nötig

Falk Kubitza (SPD) sagte, er begrüße die Sanierung außerordentlich, da diese dringend nötig sei. „In der Turmspitze gibt es ein richtiges Loch. Der Turm ist nicht mehr dicht“, sagte er der MAZ. Bei einer Begehung des Architekten Sebastian Stedfeldt Ende 2016 wurden zudem erhebliche Spalten im Turmkranz registriert.

Kubitza verwies zudem auf den Entwurf des Jüterboger Verkehrskonzepts: „Dort wurde gezeigt, wie gering unsere Verkehrsströme sind und das unsere Straßen damit klarkommen“, sagte er.

Zum Stadtfest „Tetzel kommt“ soll das Tor wieder frei sein

Papenroth sieht ein, dass ein pünktlich zum Großereignis „Tetzel kommt“ und der „Kohlhaas“-Theaterinszenierung saniertes Tor seinen Reiz hat, „doch nun sperren wir zwei Straßen auf einmal und wenn die Einzelhändler einmal weg sind, kommen keine neuen mehr“, warnte er vor den Folgen. „Man hätte die Sanierung des Tors auf den nächsten Bauabschnitt der B102 auf Höhe der Pferdestraße verschieben sollen. Bei dieser Variante wäre die Stadt deutlich offener für den Verkehr gewesen“, sagte Papenroth der MAZ.

Bei Verschiebung droht Verlust der Fördermittel

Allerdings wären bei einem späteren Bau eventuell die bereitgestellten Fördermittel über 80 Prozent der Baukosten verfallen, wie Papenroth einräumt.

Bürgermeister Arne Raue (parteilos) wollte als Vorsitzender des Hauptausschusses diese öffentliche Debatte verhindern und ersuchte das Gremium mehrfach, erst im nicht-öffentlichen Teil darüber zu sprechen. Dem entgegnete Papenroth, dass er ganz bewusst die Sorgen der Händler öffentlich kommunizieren wolle.

Im nicht-öffentlichen Teil beschloss der Ausschuss schließlich die Vergabe der Gerüstarbeiten über rund 39 000 Euro an eine Potsdamer Firma, sowie den Auftrag für die Sanierungsarbeiten am Tor über rund 99 000 Euro an ein Prenzlauer Unternehmen.

Von Peter Degener

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