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Glocken geweiht

Jühnsdorf Glocken geweiht

In der Jühnsdorfer Kirche gibt es drei neue Glocken. Diese wurden im Rahmen eines Festgottesdienstes geweiht. Bläserchor und Vokalensemble gestalteten den feierlichen Rahmen.

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Pfarrer Steffen Wegener (r.) begrüßt die Besucher.

Quelle: Gudrun Ott

Jühnsdorf. Die drei neuen Glocken der Jühnsdorfer Kirche sind jetzt geweiht und läuten im Dorf. Das Gotteshaus vermochte am Sonntag die Besucher des Festgottesdienstes aus diesem Anlass kaum zu fassen. Bläserchor und Vokalensemble umrahmten Predigt und Grußbotschaften.

Die Kreuzglocke und die Marienglocke, zwei Bronzeglocken, sind Geschenke der katholischen Kirche „Zur heiligen Familie“ aus dem niedersächsischen Rodewald. Die dortige Kirche wurde zu einem Wohnhaus umfunktioniert. Die Dritte, die Trostglocke, war im Juni in Innsbruck eigens gegossen worden. Sie ist mit 310 Kilogramm die größte und schwerste Glocke. Ihre Inschrift lautet: „Gott spricht, ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Diese Glocke läutet um 18 Uhr am Ende des Tages und auch, wenn Menschen zu Grabe getragen werden. Die kleine Kreuzglocke wird allmorgendlich um 8 Uhr zum Gebet rufen, die mit 210 Kilogramm mittelschwere Marienglocke wird um 12 Uhr zu hören sein.

Einblick in die Geschichte

Pfarrer Steffen Wegener gab vor seiner Predigt einen Einblick in die jüngere Geschichte der Kirche. Im Ersten Weltkrieg wurden zwei Glocken eingeschmolzen. 1957 erhielt die Kirche eine Eisenhartgussglocke. Wegener dankte auch im Namen des Gemeindekirchenrates allen Spendern, mit deren Hilfe der Kirchturm saniert wurde.

Zu den vielen Menschen, die gekommen waren, um an der Glockenweihe teilzunehmen, gehörten Vertreter der evangelischen, der katholischen Kirche und der polnischen Partnerkirche. Aus Görlitz war Generalsuperintendent Martin Herche angereist. Alle Menschen seien in einer Kirche willkommen, sagte er. Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) sagte, für ihn sei es eine große Freude, beim Gottesdienst dabei sein zu dürfen und wünschte sich, die neuen Glocken mögen auch für den Frieden läuten.

Ortsvorsteher Andreas Dreßler nannte die Glockenweihe ein großes Ereignis. Der für den Kirchendienst zuständige 66 Jahre alte Jühnsdorfer Immo Isberner strahlte einfach nur: „Wunderbar, die neuen Glocken.“ Und Gerhard Glau aus Glienick erklärte die Glockenweihe zu etwas Einmaligem, was ihn tief berührte. „Ich musste 73 Jahre alt werden, um so etwas zu erleben.“ Es war dann ein erhebender Augenblick, als am Ende des Festgottesdienstes erstmals alle drei Glocken läuteten.

Von Gudrun Ott

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