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Glückliches Ende einer Vermisstensuche

Altes Lager Glückliches Ende einer Vermisstensuche

19 Stunden waren zahlreiche Polizeibeamte in und um Altes Lager im Einsatz, um einen verschwundenen, leicht orientierungslosen Heimbewohner zu suchen. Die Mühe hat sich gelohnt. Wohlbehalten ist der 57-Jährige inzwischen wieder nach Hause zurückgekehrt.

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Eckehard Seidel informiert per Lautsprecher die Anwohner über die Suchaktion und bittet, die Augen offen zu halten.

Quelle: Uwe Klemens

Altes Lager. Ute Krenz war die Richtige. Nach anderthalb Tagen konnte ein seit Sonntag vermisster Mann gefunden werden. Weil die Revierpolizistin und Polizeikommissarin die Gegend gut kennt, war sie mit der Leitung der Suche nach einem Vermissten und der Koordination der Einsatzkräfte beauftragt worden. Am frühen Montagnachmittag konnte sie Erfolg vermelden. Der 57-Jährige war gefunden und wohlauf.

Vom Spaziergang nicht zurückgekehrt

Der Bewohner der Betreuten Wohngemeinschaft im Ahornweg im Niedergörsdorf Altes Lager hatte sich am Sonntagmorgen bei seinen Betreuern zu seinem gewohnten Spaziergang abgemeldet, der bis zum Mittag dauern sollte. Als er bis zum Abend nicht zurückkehrte, informierten die Betreuungsmitarbeiter die Polizei, die darauf noch in den Abendstunden eine Suchaktion startete. „Natürlich haben wir zuerst selbst das eigene Gelände abgesucht und in der Ortschaft an den Stellen geguckt, von denen wir wussten, dass sich der Bewohner gerne dort aufhält“, sagt eine verantwortliche Mitarbeiterin. „Doch als das nicht zum Erfolg führte, haben wir die Polizei eingeschaltet“, erzählt sie.

Die schickte insgesamt sechs Funkstreifenbesatzungen, einen speziell geschulten Suchhund mit seinem Hundeführer und einen Polizeihubschrauber in die Spur. Noch in den späten Abendstunden und am nächsten Vormittag kreiste der Helikopter über der Ortschaft und über dem Gelände des angrenzenden, ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Die Zeit rennt davon

„Wir müssen schnell sein, denn der Vermisste ist leicht orientierungslos und zudem Epileptiker. Deshalb braucht er bei dieser Hitze nicht nur bald etwas zu trinken, sondern auch seine Medikamente“, zeigte sich Krenz noch am Montagmittag besorgt. Da die Suche am Abend zuvor erfolglos geblieben war, wurde der Aktionsradius in Richtung der Ortschaften Niedergörsdorf, Jüterbog und Pechüle im Nachbarlandkreis Potsdam-Mittelmark ausgedehnt.

Immer wieder griffen die Beamten zum Mikrophon um die Anwohner über die Suche zu informieren und zu bitten, die Augen offen zu halten. Auch Fotos des Vermissten, dessen Erscheinungsbild eher einen 70-Jährigen vermuten ließ, hatte jeder Streifenwagen an Bord.

Gute Idee führt zum Erfolg

Krenz’ Idee, gezielt Leute anzusprechen, die viel herumkommen, sollte sich als richtiger Riecher erweisen. Postboten, Taxifahrer und Hundebesitzer beim Gassi-Gehen wurden befragt. In den Vormittagsstunden meldeten sich die Ersten, die den Vermissten noch am Vortag gesehen hatten. Auch eine Hornbrille, die auf dem Sims eines Schaufensters gefunden worden war, wurde gemeldet und sollte dem erneut angeforderten Suchhund möglicherweise dabei helfen, die Spur aufzunehmen. Ob es tatsächlich die Brille des Vermissten war, konnte so rasch nicht geklärt werden.

Gegen Mittag dann kam der entscheidende Tipp von einer Eckmannsdorferin, die in Altes Lager die Durchsage gehört und den Mann morgens in ihrer Bushaltestelle gesehen hatte. Als die Polizei dort eintraf, hatte ein anderer Eckmannsdorfer den Gesuchten, der unbeschadet blieb, bereits zu sich genommen und mit Getränken versorgt.

Von Uwe Klemens

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