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Glückwünsche für Selbsthilfegruppe

Ludwigsfelde Glückwünsche für Selbsthilfegruppe

Völlig überrascht von der Ehrung mit dem erstmals vergebenen Mohammad-Ali-Gedächtnispreis waren Michael Pioch und seine Mitstreiter von der geehrten Ludwigsfelder Selbsthilfegruppe. Ein Grund für diesen Preis: Die Gruppe versuchte sich mit dem Trommeln auf große Gummibälle als erste bundesweit an solch koordinierter, rhythmischer Bewegung.

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Gruppenleiter Michael Pioch (r.) beim Trommeln.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Die Freude ist nicht nur bei Parkinsonkranken in Ludwigsfelde groß. Die Ehrung mit dem erstmals vergebenen Muhammad-Ali-Gedächtnispreis am Wochenende bei der 7. deutschen Tulip-Gala in Potsdam (die MAZ berichtete) sorgt weit über die Selbsthilfegruppe (SHG) hinaus für Aufmerksamkeit. In der Stadt freut sich auch Bürgermeister Andreas Igel (SPD) über die Ehrung. Er sagte gegenüber der MAZ: „Dass diese mit so einem hohen Maß an Selbstlosigkeit geführte ehrenamtliche Arbeit diese Anerkennung erfährt, ist prima.“ Igel sieht den Preis als Anerkennung des breiten Beratungsangebots im Waldhaus, das die Stadt stets unterstütze. „Und das wir ganz bewusst und gewünscht nicht nur für Ludwigsfelde, sondern für die ganze Region mit vorhalten,“ so der Bürgermeister.

Die geehrte SHG Parkinson in Ludwigsfelde versuchte sich als bundesweit erste Gruppe an Nachmittagen mit kontrollierter Bewegung, mit dem Trommeln unter Anleitung von Kaushik Gosai. Bisher wird Menschen mit dieser Erkrankung nicht zu Tanz oder Musizieren geraten. Leiter der SHG mit derzeit 49 Mitgliedern aus Ludwigsfelde, Blankenfelde, Zossen, Trebbin, Jüterbog und Großbeeren ist Michael Pioch, selbst nicht an Parkinson erkrankt. Er sagt: „Das war alles aufregend. Und wir wussten definitiv vorher nichts von der Auszeichnung. Wir waren völlig überrascht.“ Mit der Prämie von 2000 Euro ist die Weihnachtsfeier gesichert, „dann haben alle was von der Ehrung“, sagt Pioch. „Mit diesem Geld können wir nun ernsthaft überlegen, nächstes Jahr mal einen besonderen Ausflug in Angriff zu nehmen. Das beraten wir jetzt.“

Alle vier Wochen trifft sich die Gruppe, zweimal im Monat wird das Trommeln mit „Drums alive“ angeboten. Und die Ludwigsfelder gestalten zudem eine große Parkinson-Veranstaltung anlässlich des 200. Jahrestages der ersten Beschreibung von Parkinson-Symptomen. Am 20. Mai des kommenden Jahres heißt es im Sterncenter Potsdam: „Diagnose Parkinson! Das Leben geht weiter!“

Von Jutta Abromeit

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