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Teltow-Fläming Glückwunsch, die „Ticker-Oma“ ist 100
Lokales Teltow-Fläming Glückwunsch, die „Ticker-Oma“ ist 100
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00:21 25.09.2017
Hildegard Petzold mit Enkeln und Urenkeln an ihrem 100. Geburtstag im Senioren-Nachbarschaftsheim. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Die Beine machen nicht mehr so mit, wie sie sollen, aber der Geist ist wach und frisch. Hildegard Petzold aus dem Luckenwalder Senioren-Nachbarschaftsheim feierte am Donnerstag gut gelaunt und zufrieden ihren 100. Geburtstag. Am Vormittag kamen Enkel und Urenkel zu Besuch, am Nachmittag wurde mit der gesamten Familie in einer Gaststätte gefeiert.

Frisch frisiert und mit schicker weißer Bluse nahm sie zunächst die Glückwünsche ihrer Mitbewohner entgegen und ließ sich mit ihnen Kuchen und Torte schmecken.

Hildegard Petzold stammt aus Guben. „1937 holte mein Vater mich nach Luckenwalde“, berichtete sie, er arbeitete in der Mendelsohnhalle, die damals eine Maschinenfabrik war. Hildegard Petzold war in Luckenwalde als Verkäuferin in verschiedenen Geschäften tätig, betreute viele Jahre gastronomisch den Theaterkeller und war auch in der Gaststätte „Turmklause“ angestellt.

Kriegsjahre waren die schwierigste Zeit

„Die schwierigste Zeit waren die Kriegsjahre“, berichtet die Jubilarin, „wir hatten im Krieg geheiratet und mein Mann Walther musste an die Front und war später in russischer Gefangenschaft.“ Doch danach gründeten die beiden eine Familie. Heute hat die „Ticker-Oma“, wie sie liebevoll von der jüngeren Generation genannt wird, eine Tochter, drei Enkel und drei Urenkel um sich. Ihr Mann Walther starb mit 81 Jahren.

„Ich habe als Kind zehn Jahre bei meiner Oma gelebt, weil die Zwei-Zimmer-Wohnung für meine Eltern und drei Kinder zu klein war“, berichtet Enkel Thomas Breitenbach. Gern erinnert sich der heute 52-Jährige an die Zeit, als Oma für ihn mittags immer das Essen kochte. „Und abends gab es oft leckere Bratkartoffeln“, erzählt er.

Seit zehn Jahren im Senioren-Nachbarschaftsheim

Seit zehn Jahren lebt die Jubilarin im Senioren-Nachbarschaftsheim. „Sie macht alles mit und ist gern dabei, wenn wir raus gehen, singen, rätseln oder auf alte Zeiten zurückblicken“, berichtet Betreuerin Birgit Geyer. „Und sie sagt, was sie will. Nur wenn es ihr gesundheitlich gerade nicht gut geht, ist sie ein bisschen knurrig“, sagt Birgit Geyer.

Zu den ersten Gratulanten gehörte am Donnerstag Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). „Ich wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin Freude am Leben haben und es schmerzfrei genießen können, auch wenn es vielleicht mal hier und da zwickt“, sagte sie.

Von Elinor Wenke

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