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Teltow-Fläming Görke hält TF-Eigenständigkeit für möglich
Lokales Teltow-Fläming Görke hält TF-Eigenständigkeit für möglich
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00:16 21.02.2017
Christian Görke im Gespräch mit Maritta Böttcher (beide Linke). Quelle: Isabelle Richter
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Jüterbog

„Wenn Sie wollen, komme ich gern wieder. Aber erst mal als Tourist und nicht als Gesprächspartner.“ So beendete Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) das „Jüterboger Gespräch“ am Donnerstagabend im Kulturquartier. Zuvor musste er sich zwei Stunden lang den Fragen seiner Parteigenossin Maritta Böttcher und von Einwohnern aus dem Kreis Teltow-Fläming stellen.

Freitags ist bei Görkes „Dönerday“

Mit privatem Plausch aus dem Nähkästchen tastete er sich langsam an die kritischen Themen heran. Der 54-Jährige stammt ursprünglich aus Rathenow und ist in seiner Familie sozusagen das rote Schaf unter den Schwarzen. Denn während nahezu alle Familienmitglieder der CDU angehören, entschied sich Christian Görke für einen ganz anderen Weg.

Dem Familienzusammenhalt hat seine Entscheidung nicht geschadet, denn „Freitags um 17 Uhr ist Dönerday“, sagt Görke. Sofern es seine Arbeit zulässt, wird der auch streng gepflegt. Seine Kinder halten sich bei der Parteiwahl bisher zurück. Der Polizist und die Studentin reden mit ihrem Vater lieber „über die wichtigen Dinge des Lebens“.

Viele Stimmen gegen Kreisreform

Topthema im Jüterboger Wortgefecht war die von der rot-roten Landesregierung geplante Kreisgebietsreform. Viele Bürger sprachen ihren Unmut darüber aus und bestätigten die 69 Prozent hohe Ablehnung der Reform von Seiten der Brandenburger. Bedenken über weite Wege zu Behörden, eine schlechte Daseinsvorsorge und das Verlorengehen der Kauf- und Wirtschaftskraft wurden mehrfach geäußert.

Demografische Entwicklung ist entscheidend

Der Finanzminister zeigte sich verständnisvoll, gab aber zu: „Die Frage ist, ob die Einwohnerzahl ausreicht, um eine Kreisverwaltung zu finanzieren.“ Teltow-Fläming sei „an der Grenze“, so Görke weiter: „Wir werden uns die demografische Entwicklung genau anschauen. Es könnte funktionieren, aber der Kreis könnte durchaus Probleme bekommen. Da müssen wir abwägen.“

Die Höhe der zu verwaltenden Mittel und die Einwohnerzahl wird durch eine Fusion der Kreise nicht kleiner. „Wo liegen dann die Einsparpotenziale einer Verwaltung eines Großkreises?“, wollte ein Mitarbeiter der Luckenwalder Kreisverwaltung wissen. Görkes Antwort darauf: „Eine Einsparung wird es nicht geben. Ich will eine Stabilisierung der Finanzsituation in der Verwaltung erreichen.“

Von Isabelle Richter

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