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Teltow-Fläming Bildermalen verbindet
Lokales Teltow-Fläming Bildermalen verbindet
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00:22 01.11.2018
Voller Freude präsentieren die Teilnehmer des Graffiti-Workshops am Sonnabend die von ihnen gestalteten Wände und Tunnel am Bahnhof in Woltersdorf. Quelle: Margrit Hahn
Woltersdorf

Das Graffiti-Projekt am Bahnhof in Woltersdorf ist beendet. Wände und Tunnel wurden farbenfroh und fantasievoll gestaltet. Insgesamt nahmen mehr als 40 Kinder und Jugendliche in diesem Jahr an drei Graffiti-Workshops teil. Der dritte und letzte ging am Sonnabend zu Ende.

Die Bilder im Tunnel stammen von den Dozenten. Quelle: Margrit Hahn

Eine Woche lang wurde skizziert, gestrichen, abgeklebt und gesprüht. Bei nur acht Grad Außentemperatur war es für die Mädchen und Jungen nicht einfach, die Werke zu beenden. Zumal ihnen an den Tagen zuvor auch schon Niesel und Wind die Arbeit erschwert hatten. Die Wände mussten grundiert werden. Und erst nachdem diese getrocknet waren, konnte die Streichfarbe aufgetragen werden. Auch die musste dann erst einmal trocknen, bevor Spraydosen zum Einsatz kamen. „Trotzdem haben sie den Spaß an der Sache nicht verloren, waren morgens überpünktlich und voll motiviert“, sagt Graffiti-Künstler Patrick Pirr. Er leitete gemeinsam mit Dozent Gustav Stolze die Workshops.

Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (r.) schenkt den Teilnehmern Skizzenmappen. Quelle: Margrit Hahn

Zu den Teilnehmern gehörte unter anderem Aljona Minx aus Felgentreu. Die 15-Jährige malt für ihr Leben gern. Sie hat als Motiv ein Händchen haltendes Paar an die Wand gesprüht. „Eigentlich wollte ich einen Regenschirm im Hintergrund malen, doch dann habe ich mich für einen Sonnenuntergang entschieden“, erzählt Aljona Minx. Bei der Bewertung ihres Bildes hob Gustav Stolze die präzise Vorgehensweise hervor. „Das ist sehr gut. Man erkennt sogar die einzelnen Finger beim Händchenhalten. Das ist ein richtig schönes Bild geworden“, sagt der Dozent.

Aljona Minx an ihrem Bild Quelle: Margrit Hahn

„Wenn ich die Wände jetzt sehe, kann mir kaum noch vorstellen, wie es vorher ausgesehen hat“, sagt Paula Tietze, die bei allen Workshops dabei war. Ihr hat das Miteinander in der Gruppe besonders gefallen. Die 15-Jährige wohnt in Woltersdorf und schaut genau, wenn jemand eines der Bilder beschmiert. Sie war schon mit Nagellackentferner zu Gange, um unliebsame Kritzeleien zu entfernen.

Graffiti-Künstler Patrick Pirr stellt sich hier an eine Arbeit von Aljona und Paula. Hier können Passanten an Engelsflügel und Heiligenschein Selfies machen. Quelle: Margrit Hahn

Zum Abschluss am Sonnabend schauten sich Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin (parteilos), Michael Stärk von der Deutschen Bahn und Andrea Staeck, die Leiterin der VHS Luckenwalde das Ergebnis an. Die Gemeinde und die Deutsche Bahn hatten die Flächen zur Verfügung gestellt. „Unser Anliegen ist es, sinnlosen Schmierereien entgegenzuwirken. Deshalb haben wir das Projekt unterstützt, das hier wirklich gut gelungen ist“, sagte Michael Stärk, der zuständiger Abschnittsmanager für den Netzbezirk Luckenwalde ist.

Bunt und farbenfroh, Woltersdorfer Bahnhof. Quelle: Margrit Hahn

Stefan Scheddin und Verwaltungsmitarbeiterin Barbara Nitzsche, die in den Herbstferien täglich vor Ort war, schenkten den Workshopteilnehmern Künstlermappen für ihre Skizzen. Die Gemeinde hatte auch die Spraydosen finanziert. Andrea Staeck verwies darauf, dass sich bei der Aktion um ein Bundesprogramm für junge Menschen handelte, die sich so mit Kunst, Kultur und Bildung auseinander setzen konnten. „Ich wollte mal sehen, ob das Geld des Talentecampus´ sinnvoll ausgegeben wurde“, so Staeck.

Gustav Stolze bei der Bewertung der Graffitis. Quelle: Margrit Hahn

Gustav Stolze forderte die Mädchen und Jungen auf, sich auch künftig weiter künstlerisch zu betätigen. „Ihr wisst jetzt so viel über Graffiti. Vielleicht könnt ihr ja mit eurer Leidenschaft andere anstecken. Zusammen Bilder malen verbindet.“

Von Margrit Hahn

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