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Teltow-Fläming Steinhausen-Trennung wegen Wahl-Debakel?
Lokales Teltow-Fläming Steinhausen-Trennung wegen Wahl-Debakel?
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19:21 25.03.2018
Dirk Steinhausen (CDU), Kreistag Teltow-Fläming und Gemeindevertreter von Großbeeren Quelle: Hartmut F. Reck
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Großbeeren

Die CDU-Fraktion Großbeeren trennt sich überraschend von Dirk Steinhausen. Das beschlossen Fraktion und Vorstand des Gemeindeverbandes am Montagabend in Abwesenheit von Steinhausen.

Zu dem Beschluss gehöre, dass Steinhausen aus allen Großbeerener Ausschüssen abberufen ist, in denen er mitarbeitete, teilt CDU-Fraktionsvorsitzender Adrian Hepp mit. In der Presseerklärung heißt es weiter, Fraktion und Vorstand sähen keine Basis mehr für eine zukünftige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Steinhausen.

CDU-Kreisvorsitzender will „einvernehmliche Konfliktlösung“

„Ich wünsche ihm für seine politische Zukunft außerhalb der CDU-Fraktion Großbeeren alles Gute und viel Erfolg!“, so Hepp weiter. Hintergründe der Trennung werden nicht genannt. Auf MAZ-Nachfrage fügte Hepp lediglich hinzu: „Herr Steinhausen hatte Gelegenheit, sich mündlich vor der Fraktion zu äußern oder auch schriftlich, beides hat er nicht wahrgenommen.“

Zur Frage, warum die CDU im Ort ihren langjährigen Vorsitzenden vor die Tür setzt, erklärte Hepp nur: „Als Grund für das Ausscheiden aus der Fraktion kann ich – auch mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte von Dirk Steinhausen – nur ein nachhaltig gestörtes Vertrauensverhältnis benennen.“

Auch CDU-Kreisvorsitzender Danny Eichelbaum ist in diesem Fall schmallippig. „Es handelt sich um eine interne Angelegenheit der CDU-Fraktion Grossbeeren, die ich öffentlich nicht bewerten werde“, sagt er, „mit den Beteiligten vor Ort werde ich jedoch das Gespräch suchen, um eine einvernehmliche Konfliktlösung zu erzielen.“ Steinhausen bleibt weiterhin in der Kreistagsfraktion und im CDU-Kreisvorstand als Eichelbaums Stellvertreter.

Steinhausen überrascht von Ausschluss

Steinhausen war lange Zeit selbst Gemeindeverbandsvorsitzender und aktives Sprachrohr der CDU-Großbeeren auf allen Ebenen. Seit 2008 sitzt er in der Gemeindevertretung und seit 2012 ist er Kreistagsmitglied mit CDU-Mandat. Er sagt gegenüber der MAZ, er sei überrascht von diesem Beschluss. Nach seinen Worten erfuhr er etwa eine halbe Stunde vor Veröffentlichung der Pressemitteilung am Dienstagabend von der Trennung.

„Ich kenne keinen Grund“, sagte er, „mehrfach hatte ich um Präzisierung des Sachverhalts gebeten, aber keine Antwort bekommen.“ Steinhausen ist jetzt fraktionsloser Gemeindevertreter.

Beobachter sehen Zusammenhang mit Bürgermeisterwahl

Beobachter der Großbeerener Kommunalpolitik sehen in den Querelen innerhalb der CDU einen direkten Zusammenhang zur jüngst an die SPD verlorenen Bürgermeisterwahl. Carl Ahlgrimm (bis Sommer 2017 parteilos, dann CDU) war nach zwei Amtsperioden nicht mehr angetreten, sein Wunschkandidat und stellvertretende Bürgermeister Uwe Fischer (CDU) unterlag in der Stichwahl Ende Januar dem Potsdamer SPD-Mann Tobias Borstel.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es, das Zerwürfnis in der CDU Großbeeren stamme aus dem Herbst. Damals ging es um den geeigneten Bürgermeister-Kandidaten aus den Reihen der Großbeerener Christdemokraten.

Einer von drei Namen war Steinhausen. Der hatte, wie berichtet, aus privatem Grund seine politischen Ehrenämter eingeschränkt. Nun wird kolportiert, er hatte als Rathauschef kandidieren wollen. Steinhausen bestreitet das.

Viel Zuspruch bekommt er dagegen unter anderem auf seiner Facebook-Seite. So schreibt Anja Schmollack, CDU-Chefin Treuenbrietzen: „Bleib wie du bist.“ Auch aus der SPD dort melden sich Stimmen der Solidarität.

Von Jutta Abromeit

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