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Großbeeren bekommt Highspeed-Internet

Breitbandausbau der Telekom Großbeeren bekommt Highspeed-Internet

Bis zum Ende des Jahres erneuert die Telekom die Internet-Infrastruktur in Großbeeren. Zahn Kilometer Glasfaserkabel und 15 neue Verteilerstationen bekommt die Gemeinde, die dann zu den schnellsten in Brandenburg gehören soll. Nach dem Ausbau soll die Geschwindigkeit bei bis zu 100 Megabit pro Sekunde liegen.

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Bürgermeister Carl Ahlgrimm (l., mit Kupferkabel) und Telekom-Regiomanager Uwe Klawitter (mit Glasfaserkabel).

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Auch in Großbeeren endet das Kupferzeitalter, denn die Zukunft für schnelles Internet heißt Glasfaser. Die Telekom setzt in der wachsenden Gemeinde auf die neueste Technik. Künftig rauschen in Lichtgeschwindigkeit die Daten durch die unterirdischen Leitungen. So kann eine Bandbreite von bis zu 100 Megabit die Sekunde für den Download erreicht werden.

Das stellt eine Verdoppelung der bisherigen Geschwindigkeit dar. Beim Heraufladen vervierfache sich das Tempo, von 10 auf 40 Megabit die Sekunde. Ein leichter Glasfaserstrang ist dabei gut um ein Tausendfaches leistungsfähiger als ein bisheriger Kupferkabelstrang mit einem Anschluss für 2000 Haushalte. „Bis zum Ende des Jahres dauern die erneuernden Maßnahmen an“, erklärt Uwe Klawitter, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom für den Landkreis Teltow-Fläming.

12 Milliarden Euro bundesweit investiert die Telekom

Dazu werden zehn Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und rund 15 Schaltverteiler im Ort aufgebaut oder erneuert. Bundesweit will das Unternahmen bis zum Jahresende zwölf Milliarden Euro für einen schnelleren Internetzugang investieren.

Das neue Anschlusssystem für Großbeeren heißt VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line). Der Unterschied zum bekannten DSL ist die Glasfaserverbindung von der Vermittlungsstelle zum Verteilerkasten. Deutschlandweit will die Telekom die VDSL-Anschlüsse auf 24 Millionen bis zum Jahresende verdoppeln.

Größere Tiefbauarbeiten sind nicht nötig

In Großbeeren werden zwischen örtlicher Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten zusätzlich die neuen Glasfaserleitungen verlegt. Größere Tiefbauarbeiten seien dazu nicht notwendig, so Klawitter, da die Glasfaser in bereits bestehende Rohrsysteme eingepasst werden könne. Die Leitungsstrecke von dem erneuerten Verteilerkasten bis zu dem hauseigenen Anschluss bleibt aus Kupfer. Je näher ein Haushalt sich an den grauen Verteilerkästen befindet, desto weniger Datenrate bleibt auf der Strecke.

Um die außerdem bestehenden Kupferleitungen zwischen Haushalt und Verteilerkasten zu optimieren, wird ein spezielles Verfahren angewendet, das „Vectoring.“ Dadurch können elektromagnetische Störsignale zwischen den Kupferkabeln beseitigt werden. Über die Fertigstellung der neuen Glasfaserleitungen hinaus bleiben aber zunächst die Kupferkabel von Vermittlungsstelle zu Verteilerkasten bestehen. Sie werden neben den neuen Glasfaserleitungen verlaufen. Eine automatische Umstellung auf schnelles Internet muss man bei seinem jeweiligen Anbieter anmelden, die Verträge laufen so, wie sie abgeschlossen worden sind, weiter.

Investoren fragen nach Bandbreiten

„Großbeeren gehört nach dem Ausbau zu den schnellsten Gemeinden in Brandenburg“, sagt Uwe Klawitter. Wer noch schneller surfen will, kann einen Hybridrouter nutzen, der Daten nach Bedarf gleichzeitig aus dem LTE-Mobilfunknetz und Festnetz verteilt, um eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 150 Megabit die Sekunde zu erreichen. „Das Internet gehört zur Infrastruktur“, sagt Klawitter. Immer häufiger würden sich Investoren nach den Bandbreiten in einer Region erkundigen.

Auch Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) freut sich über die Erneuerung, besonders wegen des Tablet-Projekts an der Grund- und Oberschule. Dafür seien schnellere Datenraten hilfreich. Die gesamte Gemeinde erfahre durch die Erneuerung eine Aufwertung. „Nur die Kommune, die über eine gute Infrastruktur verfügt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Familien und Unternehmen bemühen“, so Ahlgrimm.

Von Krischan Orth

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