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Teltow-Fläming Großbeeren droht Pendlerstrecke zu sperren
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren droht Pendlerstrecke zu sperren
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02:15 20.08.2017
Dauerstrom auf der Osdorfer Straße von und nach Berlin – bis zu 10 000 Fahrzeuge täglich passieren diese Pendlerstrecke nach Zehlendorf. Quelle: Fotos: Abromeit (2)
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Heinersdorf

Wenn sich mit der Nordkreis-Pendlerstrecke von Heinersdorf nach Berlin nicht bald was tut, dann will Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) sie sperren lassen oder entwidmen, dass sie nur noch Radler- und Fußgängerstrecke ist. Zu solchen Schritten sehe sich die Gemeinde Großbeeren als Baulastträger tatsächlich gezwungen. Denn wenn dann der gesamte Fahrzeugstrom von täglich bis zu 10000 Pkws und Lastern im Berufsverkehr die Parallelstrecke zur B 101 und ihre Zufahrten verstopft, dann würden beide Seiten - in dem Fall die Länder Berlin und Brandenburg - die Bedeutung dieser Straße wohl besser erkennen. Das sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) nach der jüngsten Sitzung der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg gegenüber der MAZ. Die Osdorfer Straße ist als Gemeindestraße deklariert und muss trotz ihrer überregionalen Bedeutung von dem 8600-Seelen-Ort allein instandgehalten werden.

Und wenn erst der Flughafen fertig ist....

Dieses Dilemma mahnt Ahlgrimm seit seinem Amtsantritt 2002 an. Nun war der Ausbau dieser Straße zur Neuen Osdorfer Straße erstmals Thema eines offiziellen Gesprächs auf Landesebene. Neben Ministeriums- und Senatsvertretern der Bereiche Infrastruktur, Wirtschaft und Energie waren auch Vertreter des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf dabei. Denn neben den großen potenziellen Wohnbaugebieten Gutspark Heinersdorf und An den Saufichten Großbeeren mit tausenden Neubürgern auch auf Berliner Seite dort, wo die Osdorfer Straße ankommt, noch 2500 Wohnungen entstehen. Das würde den Pendlerstrom gegenüber der jetzigen Situation noch einmal deutlich verschärfen.

Doch nicht nur das. Die Umlandgemeinden südlich von Berlin wissen den Landkreis Teltow-Fläming noch aus anderen Gründen an ihrer Seite. Beigeordneter Detlef Gärtner (SPD) sagt: „Wir werden nicht müde, dieses Problem in den Arbeitsgruppen Verkehr sowohl im Kommunalen Nachbarschaftsforum als auch im Dialogforum zu thematisieren.“ Die wichtigen Fragen kämen doch erst noch, so Gärtner: „Was passiert denn, wenn der Flughafen wirklich in Betrieb geht und Tegel geschlossen wird?“ Mit diesen zusätzlichen Passagierzahlen in der Region, mit den wachsenden Arbeitskräftezahlen allein im GVZ und in den Ludwigsfelder Industriegebieten sowie dem rasanten Zuzug werde das Problem immer drängender.

Verkehrsströme müssen insgesamt untersucht werden

„Es muss insgesamt untersucht werden, wie diese künftigen Verkehre in den zwölf, 13 Kommunen südlich von Berlin aussehen“, erklärt Gärtner. Und zu diesen größten Problemstraßen gehöre die Osdorfer Straße unbedingt. Der Beigeordnete sagt: „Wenn solche wichtigen Verkehrswege tatsächlich in Gemeindehoheit bleiben sollen, dann müssen die Kommunen für ihre Unterhaltung wenigstens die Höchstförderung bekommen. Und da können wir nur über 90 Prozent reden.“

Ahlgrimm ist gewillt, die Straße mal sperren zu lassen. Dem Gemeinderat hatte er vor der Sommerpause erklärt: „Nach 15 Jahren, die ich jetzt persönlich mit der unnachgiebigen und aus meiner Sicht unverantwortlichen Vorgehensweise der Landesbehörden Berlin und Brandenburg zur Osdorfer Straße befasst bin, sehe ich leider keine andere Möglichkeit mehr.“

Von Jutta Abromeit

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