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Teltow-Fläming Großbeeren ringt um überfälligen Neubau
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren ringt um überfälligen Neubau
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10:23 16.06.2015
Im Großbeerener Rathaus werden die Angebote geprüft Quelle: Jutta Abromeit
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Großbeeren

Seit Montag steht fest: Die Gemeinde Großbeeren hat im dritten Anlauf der Ausschreibung für den so dringend nötigen Hortneubau zwei Angebote auf dem Tisch. „Und nach erstem Sichten scheint auch mindestens eines davon in die Nähe unserer geschätzten Kosten von gut vier Millionen Euro zu kommen“, sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Am Freitag war die Frist der nun „freihändigen Ausschreibung“ zu Ende.

Der Hort „Großbärenkinder“ ist mit seinen 140 Plätzen viel zu klein für die Zuzugsgemeinde, an manchen Tagen sind inzwischen fast 200 Kinder zu betreuen. Nach den Sommerferien werden 220 Plätze gebraucht. Trotz aller Mahnungen ist das Landesjugendamt gezwungen, diesen unhaltbaren Zustand zu dulden. Denn die Gemeinde bemüht sich deutlich sichtbar, den Notstand zu beheben. Großbeeren hatte in einem öffentlichen Verfahren als günstigstes Angebot einen Sechs-Millionen-Bau avisiert bekommen, dann in einem beschränkten Verfahren ein Angebot für 5,2 Millionen Euro erhalten. Doch auch dafür fehlt dem Ort das Geld. Deshalb hatten sich Gemeinderat und Verwaltung angesichts des Termindrucks für die „freihändige Vergabe“ entschieden, wie das Verfahren heißt. Nun prüft die Verwaltung bis Ende der Woche, „ob in dem scheinbar passenden Angebot alle von uns geforderten Leistungen auch wirklich drin sind“, so Ahlgrimm. Hochbauamtsleiter Gottfried Matthes ergänzt: „Bis Monatsende verhandeln wir mit beiden Anbietern, um eine Entscheidung für die Gemeindevertreter vorzubereiten.“ Mit regulären Terminen der Großbeerener Kommunalpolitik ist eine Entscheidung vor der Sommerpause jedoch nicht mehr möglich. Ob es eine Sondersitzung zu diesem Dauerthema geben wird, ist derzeit offen.

Die Gemeinde hatte für das jüngste Vergabeverfahren die Ausschreibungsunterlagen fünf Firmen zugeschickt, von zweien bekam sie ein Angebot. Dabei handelt es sich um eine Firma aus Brandenburg und eine aus Sachsen, wie Matthes sagt. Zu der veranschlagten Bausumme von vier Millionen Euro gehören die Erschließung, die Bauleistung selbst und die technische Ausrüstung des Hortgebäudes. Die Planungsleistung war bereits vergeben worden, der Neubau für Großbeeren existiert bereits – auf dem Reißbrett eines Dresdener Architekturbüros. Zwischenzeitlich war im Ort angesichts der Misere sogar überlegt worden, in der neuen Kita „Kunterbunt” eine Hortgruppe aufzumachen. Dieser Vorschlag war jedoch schnell wieder vom Tisch, alle Hortschüler sollten „Großbärenkinder” bleiben, hatte eine Mehrheit entschieden.

Immer wieder hatten besorgte Eltern Gemeinderatssitzungen verfolgt, aus Angst, dass ihre Sprösslinge wegen Überfüllung nicht im Hort unterkommen.

Von Jutta Abromeit

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