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Großbeeren Osdorfer Straße wird wohl nur halbseitig gesperrt
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Osdorfer Straße wird wohl nur halbseitig gesperrt
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00:21 15.02.2019
Der betroffene Teil der Osdorfer Straße zwischen der Lichterfelder Kleingartenanlage Am Wäldchen und der Osdorfer Scheune, hier ein Bild aus dem Sommer. Quelle: Abromeit
Großbeeren

Eine halbwegs frohe Botschaft verkündete Lutz Ritter, Chef des Bau- und Planungsamtes Großbeeren, am Montagabend den Bauausschuss-Mitgliedern: Die Berliner Wasserbetriebe informieren die Gemeinde, dass sie aufgrund der Stellungnahme von Großbeeren den Verkehrsnotstand erkennen, der ab Februar 2020 mit einer 14-wöchigen Vollsperrung der Osdorfer Straße eintreten würde. Deshalb werde eine Lösung für das Erneuern der rund 80 Jahre alten Abwasserdruckleitung gesucht, mit der keine Vollsperrung, sondern nur eine halbseitige Sperrung nötig ist.

Wasserbetriebe wollten Osdorfer Straße 14 Wochen komplett sperren

Wie berichtet hatten die Berliner Wasserbetriebe angekündigt, die 885 Meter lange Druckleitung, die zum Klärwerk Stahnsdorf führt, sanieren zu wollen. Dafür plante das Unternehmen, die von bis zu 10.000 Fahrzeugen am Tag frequentierte Pendlerstrecke 14 Wochen lang komplett sperren. Das hatte zu einem Aufschrei in der Region Großbeeren geführt. Denn solch eine Sperrung bedeutet für Pendler morgens und abends jeweils bis zu eine Stunde mehr Fahrzeit.

Gemeinde plant Neubau westlich der jetzigen Allee

Im Rathaus Großbeeren bemühen sich Lutz Ritter und seine Kollegen seit Jahren, die dringend nötige Erneuerung der Osdorfer Straße ohne Vollsperrung zu ermöglichen. Die Lösung ist ein Ankauf von Flächen westlich der jetzigen Allee für einen Neubau der Straße. Danach soll die jetzige Osdorfer Straße in einen Geh- und Radweg zurückgebaut werden.

Weitere Koordination mit Bezirk Steglitz nötig

Lutz Ritter sagte im Ausschuss zu der nur noch halbseitigen Sperrung: „Brechen Sie noch nicht in Jubelschreie aus, es gibt mit dem Bezirksamt Steglitz noch andere Bauvorhaben zu koordinieren.“ Er meinte unter anderem den Bau von rund 2500 Wohnungen auf Berliner Seite, der eine Menge Baustellenverkehr erfordert. Ritter konstatierte dennoch: „Auch eine Teilsperrung wird zwar zu Behinderungen führen, aber lange nicht so wie eine Vollsperrung.“

Die Osdorfer Straße ist trotz ihrer überregionalen Bedeutung noch immer eine Gemeindestraße, weder Kreis noch Land wollen sie übernehmen.

Von Jutta Abromeit

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