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Großbeeren Paul Bokowski sorgt für Lachsalven beim Publikum
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Paul Bokowski sorgt für Lachsalven beim Publikum
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15:17 17.03.2019
Erzeugte mit seinen Kurzgeschichten ein sichtlich vergnügtes Publikum: Paul Bokowski Quelle: A.v.Fournier
Großbeeren

Nur ein-, zweimal im Jahr lädt das Bücherhaus Ebel in Großbeeren zu einer Lesung ein und dann kann man sicher sein, dass Inhaber Wolf-Peter Ebel einen besonderen literarischen Leckerbissen, manchmal gepaart mit weiteren Aktionen, auftischt. Am Sonnabend sorgte der Besuch des Autoren Paul Bokowski dafür, dass die kleine Buchhandlung an der Ortsdurchfahrtsstraße wieder aus allen Nähten platzte. Wolf-Peter Ebel hatte mit seiner Mitarbeiterin und unter tatkräftiger Unterstützung seiner Familie alles so vorbereitet, dass die Bestuhlung auf die temporäre Bühne zulief und jeder sein Glas Saft oder Wein bei sich haben konnte.

Autor lebt seit 16 Jahren in Berlin

Paul Bokowski (36) ist polnischer Abstammung, in Mainz geboren, und lebt seit 16 Jahren in Berlin. Er gehört schon lange zur Berliner Lesebühnenszene, obwohl ein fortgeschrittenes Medizinstudium einst auch andere berufliche Ambitionen ahnen ließen. Bokowski schreibt satirische Texte, ein Genre, das in den Regalen des Großbeerener Bücherhauses bislang nicht besonders präsent ist, anders als Kinder- und Jugendbücher oder Krimis. Als Wolf-Peter Ebel beim Lesen eines Buchs von Bokowski viel Vergnügen hatte und die Kritiken im Internet las, beschloss er, ihn einzuladen. Die Anreise aus dem bunten Wedding hatte der junge Mann mit Brille und Schiebermütze schadlos überstanden, bevor er zum Buch griff.

Turbulente Busreise nach Polen

Er schreibt über die kleinen Erlebnisse und großen Abenteuer, die ein Sohn polnischer Eltern, der sich zu seinen Wurzeln bekennt, ein im Wedding Beheimateter und mit allen Segnungen und Flüchen der modernen Technik Vertrauter haben kann. Am Sonnabend las er Episoden aus seinen zwei bislang erschienen Büchern. Die Titel „Hauptsache nichts mit Menschen“ (2010) und „Alleine ist man weniger zusammen“ (2015) sind durchaus programmatisch. Paul Bokowski, der inzwischen von seinen Büchern leben kann, schreibt Kurzgeschichten. Schon bei der ersten, bei der er die Zuhörer auf eine turbulente Busreise ins Land seiner Verwandten mitnahm, dauerte es nur wenige Minuten bis zu den ersten Lachsalven: Wo fällt einem schon ein eingeschweißter Schafskopf aus der Tasche der Sitznachbarin auf den Schoß? Bekommt man den Tipp, gegen Nasenbluten ordentlich Wurst oder schlimmeres Gedöns zu essen? Die weihnachtlichen Reisen des Protagonisten oder seiner Schwester mit den Eltern, mal gen Sylt, mal in die Schweiz, hielten das Publikum vor Lachen gelegentlich kaum auf den Stühlen.

Kleine Verhaspler

Kleiner Wermutstropfen war manchmal die Vortragsweise des Autoren: Er las schnell, Verhaspler waren fast vorprogrammiert. Einen Dialog präsentierte Wolf-Peter Ebel mit Bokowski gemeinsam – und er konnte sich bereits in der Pause über die große Nachfrage nach den Büchern freuen.

Von Andrea von Fournier

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