Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Großbeeren Wieder Giftköder in Großbeeren gefunden
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Wieder Giftköder in Großbeeren gefunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:18 23.11.2018
Felix sorgt sich ebenso wie Nadine Wenske (Mitte) um die Labrador-Dame Louna. Peter Rogalla vom Ordnungsamt (2.v.r.) erklärt, was bei Giftköder-Funden zu beachten ist. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
Großbeeren

Jetzt reicht’s, findet die Chefetage im Rathaus Großbeeren: Wieder wurden im Ort Giftköder gefunden. So etwas auszulegen ist eine Straftat, erklärt Suzanne van der Mond, Chefin für Sicherheit und Ordnung. Sie traf sich mit Kollegen vom Ordnungsamt, Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) und Anwohnern am Dienstagabend am Birkenhainer Ring.

Dort fand Nadine Wenske seit Monatsbeginn mehrfach undefinierbare Bällchen und Pellets. Nun haben sie und andere Mieter Angst um Kinder und Haustiere. Auch Felix ist besorgt. Der neunjährige Nachbarsjunge darf die vier Jahre alte Labrador-Dame Louna oft Gassi führen. Aber ob das Tier angesichts der jüngst festgestellten Wurststückchen in den Ködern weiter aufs Wort hört, das mag Frauchen Nadine Wenske nicht beschwören: „Zuerst riechen die Dinger nach Getreide Aber was drin ist...?“

So sehen sie aus, die Giftköder, dieses Mal vor allem im Gemeindeteil Birkenhain Quelle: Jutta Abromeit

Wie berichtet hatte es solche Giftköder im Ort bereits mehrfach in den vergangenen Jahren gegeben. Ordnungsamtsmitarbeiter Danny Langbein erinnert sich an den ersten größeren Einsatz wegen dieser ominösen Knödel am Birkenhainer Ring: „Polizei und Feuerwehr sammelten am 3. November sechs bis acht Bällchen und rosa Pastillen ein.“

Den nächsten Fund meldeten Bürger am 9.November. „Da habe ich ein Bällchen gefunden, Anwohner hatten bereits welche eingesammelt.“ Einen weiteren Giftköder-Fund gab es in Birkenhain am 14. November, den vorerst letzten am 17. in der Genshagener Straße, dort war das Bällchen lila.

Auch so sehen die ominösen Futterbällchen aus; gefährlich ist die Farbe vor allem für Kinder, die es gewohnt sind, dass Süßigkeiten auffällig bunt sind. Quelle: privat

Ob und wie viele solcher Köder gefressen wurden, weiß niemand. „Uns sind bisher keine vergifteten Haustiere gemeldet worden und auch von verendeten Wildtieren wissen wir nichts“, sagt der Mann vom Ordnungsamt. Van der Mond erklärt: „Wir geben die Funde jetzt ans Veterinäramt zum Untersuchen. Es kann Rattengift oder Schneckenkorn drin sein und es ist möglich, dass Scherben oder Nägel untergemischt sind.“

Dass von den ominösen Bällchen in Großbeeren Gefahr ausgehen kann, ist erwiesen. Einen früheren Fund hatte die Gemeinde ins Landeskriminalamt geschickt, dort wurde Rattengift festgestellt. Auf die Gefährdung verweist die Gemeinde inzwischen auf der Internet-Seite und Suzanne van der Mond rät zu einer Giftköder-App, die aktuell über solche Funde informiert. Und sie sagt: „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, den oder die Verursacher zu finden. Dann drohen bis zu 25.000 Euro Strafe.“

Von Jutta Abromeit

Silvio Pape, Felix Thier und Carsten Preuß heißen die Direktkandidaten der Linken in den drei Landtagswahlkreisen in Teltow-Fläming. Sie wurden jetzt von der Partei aufgestellt.

17.11.2018

Mit dem Kunst Markt Portal will Rentner Lutz Rasemann Brandenburger Profis und Nachwuchstalenten öffentliche Auftritte ermöglichen

12.11.2018

Im südlichen Berliner Umland finden in den kommenden drei Wochen nur noch ganz Ortskundige Stau-freie Strecken.

09.11.2018