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Großbeeren Springreiterin holt Gold bei EM
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05:49 08.08.2018
Charlotte Höing holt bei den Europameisterschaften der Springreiter Gold in der Mannschaftswertung. Quelle: foto: Tomas Holcbecher/holcbecher.com
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Großbeeren

Sommerferien ohne ihre geliebten Pferde sind für Charlotte „Lotti“ Höing unvorstellbar. Tägliches Training und Turniere an verlängerten Wochenenden gehören für die Großbeerenerin auch in der schulfreien Zeit einfach dazu. Höhepunkt war die Teilnahme an den Nachwuchs-Europameisterschaften im französischen Fontainebleau. Hier holte die 13-jährige Springreiterin mit ihrer Stute Bajala Gold in der Mannschaftswertung.

Charlotte und Bajala starteten als erste der vier deutschen Mannschaftsreiter. „Keine leichte Aufgabe“, gibt Bundestrainer Eberhard Seemann zu: „Als erster Reiter hat man immer eine schwierige Aufgabe, weil man den Druck von den anderen nehmen will.“ Leider unterlief „Lotti“ und ihrer Stute beim vierten Sprung ein Fehler. Außerdem kassierte das Paar einen Zeitstrafpunkt. Am Ende verwies das deutsche Children-Team (U 14) mit vier Strafpunkten die Mannschaft aus Irland mit acht sowie die Belgier mit 13 Strafpunkten auf die Plätze. „Eigentlich war mein Ziel, mit der Mannschaft unter die ersten Drei zu kommen“, sagt Charlotte. Mit der Goldmedaille liegt die Messlatte nun noch höher.

Eltern jubelten auf der Zuschauertribüne mit

Als der Sieg fest stand, kannte die Begeisterung der deutschen Fans keine Grenzen. Auf der Zuschauertribüne jubelten Sandra und Jochen Höing ihrer Tochter und dem Gold-Team zu. „Das war schon ein super Gefühl“, sagt Sandra Höing.

So oft es ihre Zeit erlaubt, begleiten die Eltern Charlotte mit Auto und Pferdeanhänger zu Turnieren im In- und Ausland. „Der Turnierplan gibt uns die Reiseziele vor“, sagt Sandra Höing. Erst am Wochenende hatten ihr Mann und sie erneut Grund zum Jubeln. Beim Nationenpreis im slowakischen Samorin belegten Charlotte und Bajala mit dem deutschen Team hinter Ungarn den zweiten Platz. Zur Belohnung bekam Bajala einen Tag trainingsfrei. Von früh bis abends durfte die Stute auf der Koppel des nur eine Viertelstunde von Großbeeren entfernten Reiterhofes Schenkenhorst (Potsdam-Mittelmark) stehen und es sich gut gehen lassen.

Zurück auf dem Reiterhof in Schenkenhorst

Viel längere Fahrwege zum Training nahmen Mutter und Tochter noch bis vor kurzem in Kauf. Knapp ein Jahr lang standen die vier familieneigenen Pferde bei Trainer Volker Lehrfeld im 100 Kilometer entfernten Ferchesar (Havelland) im Stall. Drei-, manchmal auch viermal die Woche fuhren Mutter und Tochter nach dem Unterricht in einer Potsdamer Schule dorthin. „Nun sind wir nach Schenkenhorst und damit zu Charlottes erstem Trainer Steffen Krehl zurück gekehrt“, so Sandra Höing. Trainer und Tochter sprächen die gleiche Sprache und verstünden sich perfekt. Eine gute Grundlage für die nächsten Entwicklungssprünge. in Schenkenhorst stehen die Mecklenburger Stute Bajala, der Niederländer Fixit, der Hannoveraner Casio und das Deutsche Sportpferd Caboom (alles Wallache) im Stall.

Bis vor vier Jahren ritt Charlotte auf eher gemütlichen Ponys. Mit den Ansprüchen wuchsen auch die Pferde, mit denen sie im Training und bei Turnieren springt. Aktuell haben ihre Vierbeiner einen Widerrist zwischen 1,67 und 1,77 Metern. Angst vor großen Tieren hat die zierliche, 1,55 Meter große Reiterin nicht. Allerdings ist sie beim Aufsitzen auf fremde Hilfe angewiesen. „Um in den Sattel zu kommen, benutze ich eine kleine Treppe als Aufstiegshilfe.“

Weiter konstant gute Leistungen abliefern

Trainiert wird auch bei 35 Grad im Schatten. „Selbst wenn ich mit Stiefeln und Reithose im Sattel sitze, komme ich mit der Hitze gut klar“, sagt Charlotte. Auch Bajala schwitze fast gar nicht.

Manchmal fallen Stangen oder Planken der Hindernisse auf dem Parcours schon bei der geringsten Berührung runter. Solche ärgerlichen Fehler möchte „Lotti“ vor allem bei wichtigen Turnieren möglichst vermeiden. Nur mit konstant guten Leistungen kann sie sich bei Bundestrainer Eberhard Seemann für die Teilnahme an weiteren großen Wettbewerben empfehlen.

Deutsche Meisterschaften im September

Mehr als 300 Turniere ist Charlotte schon geritten. Genau so viele Platzierungsschleifen zieren zu Hause ihr Zimmer. Die nächste Schleife möchte sie ihrer Sammlung im September hinzufügen. Dann finden die Deutschen Meisterschaften in München-Riem statt. „Irgendwann will ich mal beim CHIO-Turnier in Aachen springen.“ Die Teilnahme am Weltfest des Pferdesports ist Charlottes größter Traum.

Von Frank Pechhold

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