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Teltow-Fläming Großbeerener setzen „Reichsbürger“ vor die Tür
Lokales Teltow-Fläming Großbeerener setzen „Reichsbürger“ vor die Tür
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00:21 18.09.2017
Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) an der Tür des denkmalgeschützten Rathauses von Großbeeren. Quelle: Jutta Abromeit
Großbeeren

Auf überraschende Weise machte der Verein Bürgertisch für lebendige Demokratie in Großbeeren am Donnerstagabend seinem Namen Ehre: Bei der Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten im Wahlkreis 62 im Gemeindesaal tauchte ein in der Region bekannter sogenannter Reichsbürger aus Zossen mit drei Begleitern auf. Er wollte die Veranstaltung für lautstarkes Parolengeschrei nutzen. Nach einem Moment der Überraschung fassten sich fünf Männer  – Veranstalter und Gäste  – ein Herz und setzten das Quartett energisch vor die Tür: Moderator Stephan Wilhelm, der stellvertretende Bürgermeister Uwe Fischer, CDU-Ortsvorsitzender Dirk Steinhausen, SPD-Landtagsabgeordneter Helmut Barthel und Jugendfeuerwehrwart Detlev Siegmann.

Blutdruck gestiegen, aber „Widerstand leisten“

Nach Beruhigung der Situation bot der Verein das angekündigte Forum. Anwesend waren Norbert Kleinwächter (AfD), Gerhard Kalinka (Bündnis 90/Die Grünen), Rico Kerstan (FDP), Guido Körber (Piratenpartei), Silvia Lehmann (SPD), Carsten Preuß (Die Linke), Jana Schimke (CDU). Der Frauenstammtisch des Vereins sorgte für Getränke und Imbiss, der Erlös geht an die Bosnien-Hilfe der evangelischen Kirchengemeinde im Ort. Diese Erfahrung habe zwar Blutdruck steigen lassen, sagt Steinhausen, dennoch heiße es: „Widerstand leisten.“ Er schlägt wegen bekannter Störversuche des Zosseners vor, TF-Bürgermeister auf solche Auftritte vorzubereiten und verweist auf Verfassungsschutzinformation zum Umgang mit Reichsbürgern. Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) sagt, zu bevorstehenden Politikveranstaltungen habe sich die Gemeinde bereits mit der Polizei verständigt.

Von Jutta Abromeit

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