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Große Beteiligung an Umfrage zu Jüterbog 2030

Jüterbog Große Beteiligung an Umfrage zu Jüterbog 2030

Eine Umfrage zur Stadtentwicklung unter Jüterbogern ergibt Zufriedenheit mit der Altstadtsanierung und Frust beim Wegekonzept und der Barrierefreiheit – die Themen Konversion und Klimaschutz halten nur wenige für wichtig. Am Dienstagabend findet das dritte Stadtforum statt, wo Bürger zu langfristigen Zielen mitreden sollen.

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Einzelhandel, Straßen, Sanierung der Altstadt und Freizeitangebote gehören zu den großen Themen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für Jüterbog

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Die Bürgerbefragung zur Entwicklung der Stadt Jüterbog hat große Beteiligung hervorgerufen. Insgesamt 213 Teilnehmer sind dem Aufruf gefolgt und haben die Fragen zur aktuellen Lage der Stadt beantwortet und zugleich über 500 Vorschläge gemacht, was sie sich für Jüterbog wünschen.

Am Dienstagabend wird ab 19 Uhr im dritten Stadtforum im Kulturquartier eine detaillierte öffentliche Auswertung und Diskussion zu den Ergebnissen stattfinden.

Eine Kurzauswertung des Planungsbüros Bruckbauer & Hennen ist bereits auf der Internetseite der Stadt zu finden (Kurzlink: www.tinyurl.com/Strategie2030).

Die Stadt gilt als grün und sehenswert, aber nicht als dynamisch

Bei der Bestandsaufnahme wurde nach dem gegenwärtigen Zustand der Stadt gefragt. Für die Umfrageteilnehmer ist Jüterbog demnach lebenswert, senioren- und familienfreundlich – hier gab es die größte Zustimmung der Teilnehmer. Gearbeitet werden muss im Umkehrschluss an der Unternehmerfreundlichkeit, an Umweltschutz und Weltoffenheit der Stadt.

Mehr als die Hälfte der Befragten stimmt auch der Aussage zu, dass Jüterbog „attaktiv und sehenswert“, sowie „grün und erholsam“ sei. Nur 15 Teilnehmer setzten dagegen bei „dynamisch und geschäftig“ einen Haken, 17 Mal wurde die Stadt als „modern und zukunftsfähig“ bezeichnet. Über 82 Prozent der Teilnehmer fühlen sich in Jüterbog oder einem der Ortsteil wohl.

Die bisherige Umsetzung der Maßnahmen wird „befriedigend“ bewertet

Gefragt wurde auch, wieweit die Maßnahmen der ersten Fassung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts seit 2008 umgesetzt wurden. Hier vergaben die Teilnehmer Schulnoten, die in den sechs Kernbereichen zwischen einer 3,0 (Entwicklung des Zentrums) und einer 3,7 (Stärkung der Wirtschaft) reichen.

Bei einzelnen Maßnahmen klafften die Bewertungen etwas weiter auseinander Am erfolgreichsten empfinden die Bürger demnach die Sanierung von Altstadt und Vorstädten mit der Schulnote 2,6. Die schlechtesten Bewertungen gaben die Teilnehmer der Umfrage für das Wegekonzept samt Barrierefreiheit und die Entwicklung von Jüterbog II ab, wo im Durchschnitt die Note 4,0 vergeben wurde, was für „ausreichend“ steht.

Große Unwissenheit bei wichtigen Themen

Während einige Themen bei den Bürgern sehr bekannt sind und fast immer eine Meinung abgegeben wurde, zeigen die Umfrageergebnisse auch große Unwissenheit oder Unsicherheit bei einigen Themen.

So traute sich die Hälfte der Teilnehmer keine Bewertung in der Frage zu, wie es um den langfristigen Gewerbestandort Forst Zinna aussieht und antwortete mit „weiß nicht“. Ähnlich hoch ist die gefühlte Unwissenheit bei den Schlagwörtern „Bürgerhaushalt“, „Anlaufstelle für Zuzügler“ und „Interkommunale Kooperation verstärken“.

Die Mehrheit hofft auf eine „lebenswerte Stadt mit historischem Flair“

Im Bereich der Zukunftswünsche wurden als wichtigste Handlungsfelder die Bildungseinrichtungen, die Freizeit-Infrastruktur und der Wirtschafts- und Arbeitsmarkt benannt. Diese Aspekte sehen die Teilnehmer auch als die wichtigsten Kriterien für ihre Lebensqualität. Themen wie die Konversion von Militärflächen oder Klima- und Umweltschutz spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Die größten Zustimmung erfuhr die Vision von Jüterbog als Stadt, die sich im Jahr 2030 als „lebenswerte Kleinstadt mit historischem Flair“ präsentiert. Diesem Satz stimmten über 53 Prozent zu. Mit 15 Prozent folgte die Vision einer „familiären Wohnstadt“ und mit zehn Prozent die Hoffnung auf „das touristische Zentrum im Fläming“.

Von Peter Degener

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