Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Große Linde auf dem Boulevard gefällt
Lokales Teltow-Fläming Große Linde auf dem Boulevard gefällt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:05 02.09.2016
Von der einzigen Linde auf dem Boulevard, die stehen bleiben sollte, ist nur noch der Stumpf übrig. Quelle: Elinor Wenke
Anzeige
Luckenwalde

Auch Tage nach dem Unwetter vom Sonntagabend fordern Sturm und Hagel in der Stadt Luckenwalde noch ihren Tribut. So wurde am Donnerstag in den frühen Morgenstunden eine Linde auf dem Luckenwalder Boulevard gefällt, weil sie nicht mehr standsicher war.

Ausgerechnet die letzte Linde gefällt

Das Brisante an der Situation: Der große Lindenbaum im Herzen der Fußgängerzone war das einzige Exemplar, das im Zuge der Sanierungsarbeiten stehen bleiben sollte. Das hatte die Untere Naturschutzbehörde entschieden. Alle anderen 46 Linden wurden schon oder werden noch gefällt und durch neue Bäume ersetzt, damit die aufwendige Umgestaltung des Boulevards vonstatten gehen kann. Einwohner und Umweltschützer hatten in der Vergangenheit mehrfach gegen die Komplett-Abholzung der 40 Jahre alten Bäume protestiert.

Doch laut Stadt war der Baum nicht mehr zu retten. „Die Sturmereignisse vom 28. August haben dazu geführt, dass der Baum nicht mehr standsicher war, dies wurde durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter festgestellt“, teilt Sonja Dirauf von der Stadtverwaltung mit. Von dem Baum sei eine unmittelbare und konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgegangen, die es umgehend zu beseitigen galt, heißt es. „Der Gutachter stellte fest, dass kein anderes beziehungsweise kein milderes Mittel zur Gefahrenabwehr möglich ist“, so Sonja Dirauf weiter. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises wurde darüber informiert.

In der Straße zum Freibad musste die Feuerwehr einen Baum von der Fahrbahn räumen und mit einem Hornissenschwarm kämpfen. Quelle: Privat

Bereits am Mittwochabend wurde die Luckenwalder Feuerwehr kurz vor 20 Uhr in die Straße zum Freibad in die Nähe einer kleinen Brücke gerufen. Dort war laut Alarm ein großer Ast mitten auf die Straße gekracht und blockierte den Verkehr. „Ich war sehr überrascht“, sagt Einsatzleiter Silvio Pade, „denn der Ast war schon so groß wie ein ganzer Baum.“

Als die Kameraden den Überresten der Weide zu Leibe rücken wollten, ereilte sie eine weitere Überraschung. „In dem Baum befand sich ein Hornissennest“, berichtet Pade. Die aufgeschreckten Insekten reagierten ziemlich aggressiv, einem Feuerwehrmann wurde in den linken Unterarm gestochen, er bekam eine starke Schwellung.

Erfolglose Suche nach einem Imker

Da die Hornissen artengeschützte Tiere sind, mussten die Helfer ihren Einsatz erst einmal unterbrechen. „Wir haben versucht, einen Imker zu erreichen, aber erfolglos“, so Pade. Dann warteten die Feuerwehrleute ab. „Als es dunkler und kälter wurde, haben sich die Hornissen etwas beruhigt“, berichtet Pade. Er war mit insgesamt 14 Kameraden und drei Fahrzeugen vor Ort; auch ehrenamtliche Kräfte waren nachalarmiert worden. Der Einsatzleiter vermutet, dass der Baum ein nachträgliches Opfer des Sturmes war, dass aber auch die Hornissen ihrerseits der Weide zugesetzt hatten.

In voller Montur gelang es den Kameraden schließlich, vorsichtig und unbeschadet den Baum zu zerlegen. „Wir haben die Hornissen nicht vertrieben und kein Gift eingesetzt“, versichert Pade. Rund zwei Stunden war er mit seinen Leuten im Einsatz und konnte gegen 22 Uhr wieder abrücken. „Umgeknickte oder entwurzelte Bäume wegräumen müssen wir ja öfter, aber einen solchen Einsatz mit Hornissen habe ich vorher noch nicht erlebt“, sagt Silvio Pade.

Von Elinor Wenke

Darauf haben die Dornswalder lange gewartet. Mittwoch wurde der Grundstein für ein besonderes Doppelhaus gelegt. Für rund 841 000 Euro entstehen Feuerwache und Dorfgemeinschaft-Treff unter einem Dach. Voraussichtlich im Mai 2017 soll das Gerätehaus fertig sein. Dann haben die Kameraden der achtköpfigen Wehr endlich eine vernünftige Halle für ihr Löschfahrzeug.

02.09.2016

Naturprodukte der Marke „Echt Fläming“ können ab sofort in der Luckenwalder Touristinformation gekauft werden. Im Angebot sind 30 verschiedene Erzeugnisse von Apfelchips über Honig und Likör bis hin zu Leinöl und Nudeln – getreu dem Motto „Aus der Region für die Region“.

02.09.2016

An der Fläming-Skate zwischen Kolzenburg und Neuheim steht ein Autowrack im Wald. Offensichtlich hatte der Audi ohne Kennzeichen einen schweren Unfall. Wer hat das Auto dort abgestellt? Und warum? Aber für die Behörden ist erst mal wichtig: Welches Ordnungsamt ist überhaupt zuständig?

02.09.2016
Anzeige