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Solidarität mit Traditionsfleischerei

Fleischerei Bendig Solidarität mit Traditionsfleischerei

Wut, Enttäuschung, Unverständnis – Das Schicksal der Fleischerei Bendig berührt die MAZ-Leser. Auf Facebook bekundeten viele ihre Solidarität und äußern ihr Unverständnis. Eine Facebook-Gruppe plant Solidaritäts-Kundgebungen. Und es werden Forderungen laut, dass sich die Landrätin um den Fall kümmern soll.

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Die Fleischerei Bendig in Mahlow

Quelle: Christian Zielke

Mahlow. Eine große Welle der Anteilnahme und Empörung hat der MAZ-Bericht über die Schwierigkeiten der Mahlower Fleischerei Bendig ausgelöst. Auf der MAZ-Facebook-Seite äußerten viele Nutzer ihr Unverständnis für die Entscheidung der Unteren Bauaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming, dem Familienunternehmen die Nutzung der Küche zu verweigern. In dem sozialen Netzwerk Facebook hat sich bereits die Gruppe „Bendig muss bleiben“ gegründet, die bis Freitagfrüh schon fast als 600 Mitglieder hatte. Mit einer Kundgebung und einer Unterschriftensammlung wollen diese den in seiner Existenz bedrohten Betrieb nun unterstützen.

CDU-Forderung: Landrätin soll den Fall nun untersuchen

Danny Eichelbaum, der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete, nannte die Entscheidung der Bauaufsichtsbehörde „nicht nachvollziehbar“. Anfang des Jahres habe ihm der Beigeordnete Holger Lademann die Genehmigung der Küche in Aussicht gestellt. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) solle den Fall nun untersuchen. „Hier geht es schließlich um den Erhalt und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Das muss Chefsache der Landrätin sein!“, sagte Eichelbaum. In einem Brief an die Kreisverwaltung fordert Danny Eichelbaum „mehr Kompromissbereitschaft, Sensibilität und die Ausnutzung von Ermessensspielräumen“ Schon im Januar war auf Eichelbaums Initiative das Nutzungsverbot der Küche außer Kraft gesetzt worden. Helmut Barthel, der SPD-Landtagsabgeordnete, und Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses von Teltow-Fläming, appelliert an die Landrätin, zusammen mit allen Beteiligten eine Lösung für die Beschäftigten zu finden. Inhaber Rainer Bendig zeigte sich von der Solidarität überwältigt. Er gab sich kämpferisch: „Notfalls gehe ich bis zu Frau Merkel. Es geht um das Schicksal von mehr als 80 Menschen.“

Facebook-Post erreichte in wenigen Stunden mehr als 16.000 Menschen

Auf der MAZ-Facebookseite zeigten sich viele Menschen erschrocken und erschüttert über die Schwierigkeiten der Traditionsfleischerei. Binnen weniger Stunden wurde der Facebook-Post 126 Mal geteilt und erreichte so mehr als 16.000 Menschen. Über 50 Nutzer kommentierten den Beitrag. Die meisten bekundeten ihre Solidarität mit Bendig und äußerten Unverständnis über die Entscheidung der Behörde.

Einige Kommentare (gekürzt und orthografisch unverändert):

Anja Sebastian: „Und jetzt soll es ein Schwarzbau sein?... Nach 20 Jahren?... Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.“

Bernhard Thurn: „wenn auf etwas verlaß ist, dann die deutsche bürokratie“

Marco da Silva: „und was 20 jahre ging geht auf einmal nicht mehr ???? soviel blödsinn muß man erst mal auf die reihe bekommen“

Nicole Huhnhold: „Da stehen 80 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sowie eine Geschäftsübernahme und das alles, weil EIN Nachbar sich gestört fühlt?“

Schnarch Nase: „Firma Bendig wünsche ich viel Kraft und stärke, verlieren Sie ihr lächeln nicht dabei.“

Andrea Görtsch: „Nicht zu fassen da fehlen mir die Worte ich selber betreibe einen Mini Partyservice und habe auch schon schlechte Erfahrungen mit Behörden gemacht. Aber Leute es geht um 80 Arbeitsplätze!!!Unfassbar!!“

Tino Schönberner: „Macht zu den laden!!! ... Absolut eine Frechheit, wie viel bauen die denn schwarz!?“

Elisabeth Seliger: „es gibt doch bestimmt Nachweise über den Bau und eben auch Abnahmeprotokolle , es ist ja wie ein Schildbürgerstreich was da gemacht wird , oder ist da Geld geflossen ????“

 



Von Christian Zielke

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