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Große Unterstützung für krebskranken Maurice

Mahlow Große Unterstützung für krebskranken Maurice

Das Schicksal des zwölfjährigen Maurice Wegner aus Mahlow bewegt viele Menschen. Mehr als 400 000 Euro wurden für die Behandlung des Jungen gespendet, der an einem seltenen und aggressiven Hirntumor leidet. Ein Krankenhaus in den USA gibt den Eltern neue Hoffnung.

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192 000 Euro hat die Volker-Reitz-Stiftung für Maurices Behandlung gespendet. Im Januar will die Familie in die USA aufbrechen.

Quelle: Christian Zielke

Mahlow. Gesundheit – das ist es, was sich Maurice Wegner zu Weihnachten wünscht. Der Zwölfjährige aus Mahlow leidet an einem lebensbedrohlichen Gehirntumor. Und doch möchte er anderen helfen. Einen Teil seines Taschengelds hat er für das Tierheim in Zossen gegeben. „Weil ich Tiere mag und weil ich Tierpfleger werden möchte.“

430 000 Euro Spenden

Doch zunächst muss Maurice gesund werden. Viele Menschen wollen die Familie dabei unterstützen und haben rund 430 000 Euro gesammelt. Erst in der vergangenen Woche bekam die Familie einen Scheck von der Volker-Reitz-Stiftung über 192 000 Euro, die Polizeiangehörige in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesammelt haben. „Wir sind so unendlich dankbar“, sagt Maurices Vater Maik. Nicht nur für das Geld, sondern auch für die vielen Tipps und Hinweise. „Jede Information hilft“, sagen Katrin und Maik Wegner, für die die Gesundheit ihres Sohnes zur Rund-um-die-Uhr-Beschäftigung geworden ist. Die Krankenschwester und der Polizeibeamte sind vom Dienst freigestellt, weil sie jeden Tag damit beschäftigt sind, neue Behandlungsmethoden zu recherchieren und Formalitäten mit Behörden und Krankenkassen zu erledigen.

 

Zustand hat sich etwas gebessert

Maurices Zustand hat sich durch die sechswöchige Therapie etwas verbessert. „Das Sprechen fällt ihm leichter, mit dem Laufen geht es auch etwas besser“, sagt Mutter Katrin. Dennoch hat die Behandlung Nebenwirkungen wie Übelkeit und Haarausfall. Ob sie wirklich etwas gebracht hat, weiß die Familie erst im Januar. Dann steht fest, ob der Tumor weiter gewachsen ist. Dennoch: Eine Heilung in Deutschland gibt es für Maurice nicht. „Die Ärzte haben uns gesagt, dass sie nicht mehr für ihn tun können“, sagt Maik Wegner – eine Aussage, die er nicht akzeptieren will: „Wir können uns keinen Stillstand erlauben. Der Krebs steht auch nicht still.“

Hoffnung ruht auf New York

Die Hoffnung der Familie ruht auf dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, einer privaten Krebsklinik in New York. Dort gibt es einen Arzt, der einen Tumor wie ihn Maurice hat, schon erfolgreich behandelt hat. Mit einem speziellen Katheter wird ein Medikament direkt an den Tumor gebracht. Herkömmliche Therapien können die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden und sind nur zu zehn Prozent wirksam. Die Therapie in New York hat einen Wirkungsgrad von 90 Prozent. Es ist die einzige Chance auf eine Heilung, da dieses Verfahren für die Art von Tumor bislang in Deutschland nicht zugelassen ist. Spätestens Ende Januar will die Familie im Flugzeug Richtung New York sitzen, erstmal reicht das Geld, ob endgültig, ist aber unklar. Polizisten in den USA haben bereits Hilfe angeboten. „Es ist toll, wenn man ein solches Netzwerk wie bei der Polizei im Rücken hat, das weltweit funktioniert“, sagt Maik Wegner. Wenn die Behandlung erfolgreich ist, könne Maurice das Zulassungsverfahren in Deutschland beschleunigen. Die Nachbehandlung soll in der Charité stattfinden.

Info www.mauricewegner.de

Von Christian Zielke

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