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Großeinsatz im Trebbiner Folienwerk

Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst Großeinsatz im Trebbiner Folienwerk

Die Trebbiner Feuerwehr und die örtliche Rettungswache probten am Sonnabend den Einsatz bei einem simulierten Brand mit vielen Verletzten. Geübt wurde beim Verpackungsfolienhersteller Wegoflex. 15 Mitarbeitern der Firma mimten Verletzte mit Verbrennungen, Brüchen und Bewusstlosigkeit.

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Im Lack- und Farbenlager der Trebbiner Firma Wegoflex finden die Feuerwehrleute einige der „Verletzten“.

Quelle: Margrit Hahn

Trebbin . Der Alarm kam für die Kameraden der Trebbiner Feuerwehren am Sonnabend völlig überraschend. Sie rückten in professioneller Eile zu einem Brand beim Verpackungsfolienhersteller Wegoflex mit mehreren Verletzten aus. Am Einsatzort erkannten sie: Es war „nur“ eine Übung. Der angebliche Kabelbrand war ein Szenario, bei dem es vor allem auch um die Rettung von 15 verletzten Mitarbeitern der Firma ging.

Anlegen des Atemschutzes

Anlegen des Atemschutzes.

Quelle: Margrit Hahn

Sofort machten sich die ersten Kameraden mit Atemschutzgeräten in den verqualmten Räumen auf die Suche nach den Personen. Sie krochen in der Lagerhalle, in der Lacke und Farben gemischt werden, auf dem Boden, um bessere Sicht zu haben und die Verletzten schneller finden zu können. Nach einigen Sekunden schon hatten sie den ersten Schwerverletzten entdeckt. Sie

Mitarbeiter mimten die Verletzten

Mitarbeiter mimten die Verletzten.

Quelle: Margrit Hahn

machten sich durch Hilferufe bemerkbar. Nachdem weitere Feuerwehrmänner eintrafen, konnte mit der Rettung begonnen werden. Die Verletzungen wirkten echt, waren aber im Vorfeld professionell aufgeschminkt worden. Rettungskräfte und Notarzt diagnostizierten Verbrennungen sowie Oberarm- und Unterschenkelbrüche.

Rettung aus der Gefahrenzone

Rettung aus der Gefahrenzone.

Quelle: Margrit Hahn

Rettungsassistent Frank Bartel war zum Chef der Verletzten-Sammelstelle ernannt worden und musste mit seinem Team die Vitalfunktionen, also Puls und Atmung, überprüfen. Mit farbigen Bändchen an den Handgelenken der Unfallopfer kennzeichnete er die verschiedenen Verletzungen. So wussten die nachfolgenden Kräfte, wie dringend ein Verletzter versorgt werden musste. „Ein rotes Bändchen heißt höchste

Erste Hilfe für den „Verletzten“

Erste Hilfe für den „Verletzten“.

Quelle: Margrit Hahn

Behandlungspriorität“, erklärte Bartel. Ab und zu mussten grüne und gelbe Bändchen in die Kategorie Rot geändert werden, weil sich der Gesundheitszustand der Patienten verschlechterte. „Genau so kann es in der Realität passieren“, so Bartel. Stephan Goerke mimte einen Bewusstlosen mit einer Rauchgasvergiftung und einer offenen Wunde. Selbst in der Simulation ist dies keine angenehme Position. Von 10.20 Uhr bis zum Ende der Einsatzübung um 11.30 Uhr musste er auf der Trage ausharren. Er war froh,als er alle Geräte und Verbände wieder los war. „Und jetzt geht es zurück an die Arbeit an der Maschine“, sagte er.

Der Trebbiner Wegoflex-Betriebsleiter Uwe Dilla fand diese Einsatzübung auch fürs Unternehmen sehr wichtig. „Wir haben unsere Sicherheitseinrichtungen bei der Gelegenheit überprüft und unsere Betriebssanitäter in die Übung eingebunden, außerdem haben wir extra noch zwei Mitarbeiter mehr für diese Schicht eingeteilt“, erklärt er. Während der Übung war die Produktion unterbrochen. Vor allem die vermeintlich Verletzten waren froh, dass sie nach der Schicht am Sonnabend um 14 Uhr gesund und munter nach Hause gehen konnten.

Gleich nach der Einsatzübung erfolgte bei der Trebbiner Feuerwehr eine kurze Manöverkritik. Der Rettungsdienst bespricht die Übung nach Auswertung der Rettungsprotokolle in zwei Wochen.

„Es war eine runde Sache“

Lars Wätzig, Löschzugführer in Trebbin, über die Übung.

Der Rettungsdienst war an uns herangetreten, denn es gibt immer mehr Massenunfälle mit Schwerverletzten. Das wollten wir erstmals gemeinsam üben.

Es waren 28 Feuerwehrleute vom Rettungszug I dabei, also aus Trebbin und Klein Schulzendorf, sowie zehn Vertreter vom Rettungsdienst. Dazu gehörten der Organisationsleiter, Rettungsassiestenten und der Notarzt.

Im Großen und Ganzen ja. Es war eine runde Sache. Natürlich haben wir auch gesehen, wo es noch Probleme gibt. Doch dafür war die Übung gedacht. Es war eine gute Gelegenheit Funkverbindung und die Materialabdeckung zu prüfen. Die Kameraden waren beeindruckt, weil es doch sehr realistisch war mit den gut geschminkten Verletzten. Das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst hat gut funktioniert.

Von Margrit Hahn

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