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Teltow-Fläming Großer Andrang zur Analyse von Wasser und Erde
Lokales Teltow-Fläming Großer Andrang zur Analyse von Wasser und Erde
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11:40 25.11.2016
Zahlreiche Bürger brachten am Donnerstag Wasser- und Bodenproben ins Jüterboger Kulturquartier zu einer Untersuchung. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Zu beneiden war Volker Recht von der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie (Afu) wahrlich nicht, als er am Donnerstag im Jüterboger Mönchenkloster eintraf. Mit einem so großen Andrang hatte Recht an seinem ersten Tag im Ehrenamt als Analytiker des Afu nicht gerechnet. Zahlreiche Flaschen, Becher und Tüten mit Wasser- und Bodenproben standen bereits auf einem Tisch zur Analyse bereit. Mehr als 20 Bürger aus Jüterbog und der Umgebung wollten wissen, welche der vielen und unterschiedlich teuren Analysen für ihren Fall geeignet wären.

Die Gründe für die Analysen waren breit gefächert. Viele wollten vor allem wissen, ob ihr Boden im Garten eher etwas mehr Dünger vertragen würde, doch manche Bürger nutzen wegen konkreter Sorgen das Analyseangebot. „Wir sind aus Berlin nach Kossin gezogen und unsere Bäume sind in einem schlechten Zustand“, erzählte Olena Ransch, „unsere Obstbäume sind nicht nur mickrig geblieben und tragen keine vernünftigen Früchte, sie verlieren auch ihre Blätter, noch während sie grün sind.“ Sie will die Proben ins Labor geben und eine umfangreiche Analyse beauftragen. „Ich will wissen, ob unsere Pferde und Hasen unser Brunnenwasser trinken können“, sagt Undine Lorey aus Zülichendorf. Eine Frau aus den Weinbergen will ihrem Sohn ein Geburtstagsgeschenk machen. „Der ist ein Gartenfan, aber es muss bei ihm alles Bio und ohne Dünger sein“, sagt sie. Deshalb soll der Nährstoffgehalt des Bodens festgestellt werden.

Messgeräte blieben im Koffer

Weil Volker Recht vom Afu auf dem Weg nach Jüterbog aus dem sächsischen Mittweida mit Stau und einem unwissenden Navigationsgerät bestraft worden war, musste er bei seiner späten Ankunft beinahe schon auf dem Weg zur nächsten Analysestelle in einer anderen Stadt sein. So blieben das Messgerät für den pH-wert und der Nitrat-Ionometer im Koffer. Stattdessen verstaute er die mit Namen und Adressen versehenen Proben und machte sich wieder auf den Weg. Manche nahmen ihm das Übel, doch alle anderen Geduldigen werden ihr Ergebnis erhalten.

„Ich werde am Freitag alle Bürger kontaktieren und klären, welche Analysen gewünscht sind“, versprach Ramona Stephan vom Afu der MAZ. Bislang besuchte der Verein meist einmal im Jahr Jüterbog. Bei Bedarf werden man aber einen weiteren Termin möglich machen, sagte Stephan. Sie kümmere sich auch um Proben, die per Post kommen. Mindestens einen Liter Wasser in einer randvollen Flasche, die nicht lange gestanden hat oder aber eine Mischprobe aus Erde von verschiedenen Stellen im Garten aus rund zwanzig Zentimeter Tiefe ist für die Analysen optimal.

www.afu-ev.org

Von Peter Degener

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