Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Großer Andrang zur Analyse von Wasser und Erde

Jüterbog Großer Andrang zur Analyse von Wasser und Erde

Viele Bürger aus Jüterbog und der Umgebung wollten am Donnerstag Wasser- und Bodenproben untersuchen lassen. So viel Andrang hatte es für das Angebot der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie noch nie gegeben. Ihr einziger Vertreter hatte dabei noch seinen ersten Arbeitstag.

Voriger Artikel
Sonnenstrom aus dem Bus-Depot
Nächster Artikel
Volltrunken im Straßenverkehr

Zahlreiche Bürger brachten am Donnerstag Wasser- und Bodenproben ins Jüterboger Kulturquartier zu einer Untersuchung.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Zu beneiden war Volker Recht von der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie (Afu) wahrlich nicht, als er am Donnerstag im Jüterboger Mönchenkloster eintraf. Mit einem so großen Andrang hatte Recht an seinem ersten Tag im Ehrenamt als Analytiker des Afu nicht gerechnet. Zahlreiche Flaschen, Becher und Tüten mit Wasser- und Bodenproben standen bereits auf einem Tisch zur Analyse bereit. Mehr als 20 Bürger aus Jüterbog und der Umgebung wollten wissen, welche der vielen und unterschiedlich teuren Analysen für ihren Fall geeignet wären.

Die Gründe für die Analysen waren breit gefächert. Viele wollten vor allem wissen, ob ihr Boden im Garten eher etwas mehr Dünger vertragen würde, doch manche Bürger nutzen wegen konkreter Sorgen das Analyseangebot. „Wir sind aus Berlin nach Kossin gezogen und unsere Bäume sind in einem schlechten Zustand“, erzählte Olena Ransch, „unsere Obstbäume sind nicht nur mickrig geblieben und tragen keine vernünftigen Früchte, sie verlieren auch ihre Blätter, noch während sie grün sind.“ Sie will die Proben ins Labor geben und eine umfangreiche Analyse beauftragen. „Ich will wissen, ob unsere Pferde und Hasen unser Brunnenwasser trinken können“, sagt Undine Lorey aus Zülichendorf. Eine Frau aus den Weinbergen will ihrem Sohn ein Geburtstagsgeschenk machen. „Der ist ein Gartenfan, aber es muss bei ihm alles Bio und ohne Dünger sein“, sagt sie. Deshalb soll der Nährstoffgehalt des Bodens festgestellt werden.

Messgeräte blieben im Koffer

Weil Volker Recht vom Afu auf dem Weg nach Jüterbog aus dem sächsischen Mittweida mit Stau und einem unwissenden Navigationsgerät bestraft worden war, musste er bei seiner späten Ankunft beinahe schon auf dem Weg zur nächsten Analysestelle in einer anderen Stadt sein. So blieben das Messgerät für den pH-wert und der Nitrat-Ionometer im Koffer. Stattdessen verstaute er die mit Namen und Adressen versehenen Proben und machte sich wieder auf den Weg. Manche nahmen ihm das Übel, doch alle anderen Geduldigen werden ihr Ergebnis erhalten.

„Ich werde am Freitag alle Bürger kontaktieren und klären, welche Analysen gewünscht sind“, versprach Ramona Stephan vom Afu der MAZ. Bislang besuchte der Verein meist einmal im Jahr Jüterbog. Bei Bedarf werden man aber einen weiteren Termin möglich machen, sagte Stephan. Sie kümmere sich auch um Proben, die per Post kommen. Mindestens einen Liter Wasser in einer randvollen Flasche, die nicht lange gestanden hat oder aber eine Mischprobe aus Erde von verschiedenen Stellen im Garten aus rund zwanzig Zentimeter Tiefe ist für die Analysen optimal.

www.afu-ev.org

Von Peter Degener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg