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Großes Loch im Zossener Mobilfunknetz

Zossen Großes Loch im Zossener Mobilfunknetz

Viele Handynutzer warten zurzeit im Zossener Stadtzentrum und bis zu zwei Kilometer davon entfernt vergeblich auf Handy-Anrufe. Der Grund dafür ist ein großes Loch im Mobilfunk-Netz. Betroffen sind Kunden von Telekom und Vodafone. Beide Anbieter können den Funkmast auf dem Gelände der Polizeiwache nicht mehr für ihre Technik nutzen.

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Der Funkmast an der Polizeiwache wird abgerissen. Die Mobilfunktechnik von Vodafone und Telekom wurde schon abgebaut.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen. Funkstille herrscht aktuell in vielen Mobiltelefonen. Betroffen davon sind Bürger, die im Zossener Stadtzentrum wohnen oder arbeiten. Obwohl sie einen Vertrag mit der Deutschen Telekom oder Vodafone über die Nutzung des D1- oder D2-Netzes haben, sind sie in Gebäuden per Handy nicht zu erreichen. Der Grund dafür ist, dass beide Anbieter den Funkmast auf dem Gelände der Polizeiwache nicht mehr für ihre Technik nutzen können, weil er abgerissen wird.

Hintergrund

Erstmals tagten die Stadtverordneten am Mittwoch im Dachgeschoss-Beratungsraum des sanierten Fachwerkhauses am Kirchplatz 7. Probehalber fand die Sitzung ohne Mikrofonanlage statt. Wie sich heraus stellte, geht das nicht. Aus diesem Grund kündigte Stadtverordneten-Vorsteher Olaf Manthey (Plan B) an, die Mikro-Anlage in der nächsten Sitzung aufstellen zu lassen.

Mehr über den geplanten Neubau der Dabendorfer Gesamtschule wollte Fraktionschef Carsten Preuß (Linke) von Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) wissen. Schreiber zufolge habe die Zossener Wohnungsbaugesellschaft als Bauherr den von den Stadtverordneten beschlossenen Mietvertrag akzeptiert. Beide Seiten hätten den Vertrag noch nicht unterschrieben. Weitere Statements gebe sie nicht ab.

Das Hostel im Zossener Bahnhofsgebäude werde Anfang September an den Pächter übergeben, informierte Bürgermeisterin Schreiber. Bis dahin würden noch Restarbeiten abgearbeitet.

 

Dieses große Loch im Mobilfunknetz sprach Thomas Blanke (CDU) Mittwochabend in der Sitzung der Stadtverordneten an. Blanke ist Vodafone-Kunde. Selbst im Auto habe er keinen Empfang, wenn er sich dem Stadtzentrum vom Kiez oder der Ampel an der Berliner Straße nähere. „Sowie ich in die Häuserschlucht eintauche, kann mich niemand mehr auf meinem Smartphone anrufen.“ Statt dessen werde er per Internet über eingegangene Anrufe informiert.

Ähnlich geht es Denny Böger, Kundenberater bei „AL Telekommunikation“. Der kleine Laden liegt direkt am Marktplatz. Auf seinem privaten Handy hat Telekom-Kunde Böger drinnen „nicht einen Balken Netz“. Genau so gehe es einem Kunden, der rund zwei Kilometer entfernt wohne.

EC-Karten-Bezahlung vor der Tür

In Heike Reicherts Salon „Friseur am Markt“ können Kunden mit EC-Karte bezahlen. Allerdings läuft das Karten-Terminal mit einer Telefonkarte der Telekom und funktioniert deshalb zurzeit im Laden nicht. „Wenn jemand mit Karte zahlen möchte, muss ich auf den Marktplatz laufen und ein Plätzchen finden, wo ich Empfang habe“, so Heike Reichert.

Wie aus dem Brandenburger Innenministerium verlautete, wissen Vodafone und Telekom seit anderthalb Jahren, dass der Polizei-Funkmast und damit auch ihre Technik abgebaut werden sollen. „Wir haben vor einem Jahr vom Eigentümer die Kündigung erhalten und sind seitdem auf der Suche nach einem neuen Standort“, so Telekom-Pressesprecher Georg von Wagner. „Bei uns ist das Kündigungsschreiben am 5. Juni 2015 eingegangen“, so ein Vodafone-Sprecher. Gekündigt worden sei zum 30. Juni 2016. Die Polizei benötige den Mast nicht mehr und möchte ihn deshalb abreißen. Deshalb sei „Vodafone eine Vertragsverlängerung beziehungsweise Übernahme des Mastes konsequent verweigert worden“.

Suche nach Ersatzstandorten

„Nun suchen Vodafone und Telekom händeringend nach Ersatzstandorten“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) in der Sitzung der Stadtverordneten. „Wir haben ihnen alternative Flächen angeboten, wo man neue Masten aufstellen könnte.“ Das könne mindestens drei Monate oder noch länger dauern.

In der Regel dauere die Suche nach Ersatzstandorten „zwei bis drei Jahre“, so der Vodafone-Sprecher. Aktuell erfolge die Versorgung der Mobilfunk-Telefonkunden im Zossener Stadtzentrum von den Nachbarstandorten Wünsdorf-Waldstadt, Nächst Neuendorf und Dabendorf aus. Zudem gebe es Planungen, die Versorgungssituation mittels eines mobilen Mastes zu verbessern. Die Suche nach einer geeigneten Stellfläche sei noch nicht abgeschlossen.

Wie der Zossener Gemeindekirchenrat mitteilt, wolle man Vodafone die Errichtung einer Mobilfunkanlage im Turm der Dreifaltigkeitskirche hinter den Schallluken gegen Miete gestatten.

Von Frank Pechhold

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