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Gründung vor 25 Jahren

Flugschul-Jubiläum in Schönhagen Gründung vor 25 Jahren

Thomas Hennig gründete vor 25 Jahren seine eigene Flugschule am Flugplatz Schönhagen. Damals war es eine mutige Entscheidung angesichts der unklaren Zukunft. Ehefrau Simone unterstützte ihn dabei. Auch Tochter Anne stieg ein und wurde einst Deutschlands jüngste Fluglehrerein.

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Thomas Hennig mit Ehefrau Simone und Tochter Anne auf dem Flugplatz in Schönhagen.

Quelle: Margrit Hahn

Schönhagen . Vor genau 25 Jahren hat Thomas Hennig seine Flugschule „Hans Grade“ gegründet. Der junge Fluglehrer war zuvor bei der damaligen Gesellschaft für Sport und Technik (GST) auf dem Flugplatz in Schönhagen angestellt. Doch niemand wusste, wie es dort weitergehen würde. Und so entschloss sich Thomas Hennig zur Selbstständigkeit.

Als er seiner Frau Simone sagte, dass er eine Flugschule eröffnen würde, war sie skeptisch. Trotzdem unterstützte sie ihn von Anfang an und ist seit Jahren die rechte Hand im Unternehmen. Die Flugschule Hans Grade beschäftigt heute vier Festangestellte und zehn Fluglehrer auf Honorarbasis. Den Namen Hans Grade wählte Thomas Hennig ganz bewusst zur Erinnerung an den Unternehmer, Maschinenbauer und Flugpionier Hans Grade. Dass die Hennings öfter als Herr und Frau Grade angesprochen werden, finden sie lustig.

Inzwischen arbeitet auch Tochter Anne Hennig in der Flugschule ihrer Eltern mit, wobei sie momentan nicht in die Luft geht. Aufgrund ihrer Schwangerschaft bleibt sie auch in den kommenden Wochen am Boden, was ihr ziemlich schwerfällt. „Ich müsste wenigstens einmal den Motor starten“, scherzt sie.

Mit 19 Jahren bestand Anne Hennig die Prüfung zur Motorfluglehrerin und war damit eine der jüngsten Ausbilderinnen in Deutschland. Als sie ihr Abitur in der Tasche hatte, lud sie zwei Lehrerinnen zu einem Flug ein. In der Schule wusste damals keiner, dass sie den Pilotenschein in der Tasche hat. Als die Lehreinnen mit Anne im Cockpit saßen, warteten sie auf den Piloten und wussten nicht, dass der schon da ist.

Im Laufe der Jahre hat sich das Angebot der Flugschule verändert. Die ersten drei Jahre wurde nur Ultraleichtflug angeboten. Längst gehören Motor-, Kunstflug und Schleppflug hinzu. Auch Anne Hennig ist schon mit einigen Werbe- oder Liebesbannern in die Luft gegangen.

Einmal ist sie mit Freunden zu einem Rundflug gestartet und wusste, dass der Mann seiner Liebsten einen Heiratsantrag machen will. Während er den Ring zückte, flog Thomas Hennig in einer zweiten Maschine mit einem Banner an ihnen vorbei. Auf diesem stand: „Spatzi willst du mich heiraten?“. Das war so rührend, dass Anne Hennig Tränen in den Augen hatte. Im Oktober erwartet die 25-Jährige ihr erstes Kind. Bis zum Frühjahr legt sie eine Babypause ein, dann übernimmt ihr Freund die Elternzeit.

Die Flugschüler kommen aus der ganzen Welt. Im vergangenen Jahr war ein Unternehmen aus Taiwan dabei. Auch Prominente haben in der Flugschule das Abc des Fliegens erlernt. Dazu gehören Politiker wie Gregor Gysi, der Schriftsteller Horst Pillau oder Jörn Schlönvoigt aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Heute sind zum 25-jährigen Betriebsjubiläum viele Geschäftspartner, Kunden und Freunde eingeladen worden, bei denen sich Hennigs bedanken wollen. Mit dabei ist auch Ina Landmann aus Kolzenburg. Sie war die allererste Flugschülerin.

Von Margrit Hahn

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