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Teltow-Fläming Grüner Algenteppich auf dem Blankensee
Lokales Teltow-Fläming Grüner Algenteppich auf dem Blankensee
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08:48 15.09.2016
Sobald es regnet und die Temperaturen sinken , dürften die Algen auf dem Blankensee verschwunden sein. Quelle: Margrit Hahn
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Blankensee

Nicht blaues klares Wasser ziert derzeit den Blankensee, sondern ein grüner Algenteppich. Der Blankenseer Karl-Heinz Bornemann sorgt sich um seinen idyllischen Ort . „Der See ist fast mit grünen Algen zugewachsen, die auf der Oberfläche schwimmen. Sie bedecken die Wasseroberfläche und fangen an zu riechen“, beklagt Bornemann in einem Schreiben an die MAZ.

Anwohner sieht Wasserqualität in Gefahr

Seiner Ansicht nach wird dadurch auch die Wasserqualität in Mitleidenschaft gezogen. Er befürchtet ein Fischsterben wegen zu wenig Sauerstoff. „Probleme mit Algen gab es ja schon immer, aber dass der See umkippt, noch nie. Spielt hier übertriebener Naturschutz eine Rolle?“, fragt er.

Die Algen sollen stellenweise stark riechen. Quelle: Margrit Hahn

Seiner Ansicht nach müssten im Frühjahr Graskarpfen eingesetzt werden, um das Kraut und die Algen kurzzuhalten. Er befürchtet, dass durch den Anblick der Algen Besucher abgeschreckt werden könnten, die ansonsten einen Abstecher nach Blankensee unternehmen würden. „Das ist auch keine schöne Kulisse für unser Backofenfest am 18. September“, fügt Bornemann hinzu.

Fischer sieht keine Gefährdung

Fischermeister Bernd Wildemann versteht die Aufregung nicht. „Der Regen fehlt. Der Wasserstand ist 20 Zentimeter unter Normal. Hinzu kommt die Wärme“, sagt der Fachmann. Der Anblick sei zwar etwas ungewöhnlich, aber sobald die Temperaturen sinken – und das soll in nächste Woche – der Fall sein, komme alles wieder in Ordnung. Zudem soll es am Freitag auch regnen. „Die Wärme fördert den Algenwuchs, aber das hatten wir jeden Sommer“, erklärt der Fischermeister. Das große Fischsterben ist nicht zu befürchten. Das Wasser sei sauber. „Wir Fischer haben allerdings Probleme an unsere Reusen zu kommen“, sagt Wildemann.

Der Blankensee ist auch ein Wasservogelparadies. Quelle: Martin Koban

Die Jungfische würden als einzige von der jetzigen Situation profitieren. Sie finden zwischen den Pflanzen und unter den Algen Schutz vor dem Kormoranen.

Graskarpfen in den Blankensee einzusetzen, wie es Karl-Heinz Bornemann vorschlägt, kommt nicht in Frage. „Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet. Da dürfen keine Karpfen eingesetzt werden. Sobald es kühler wird und es regnet, sterben die Algen ab“, erklärt Bernd Wildemann. Dass es am Blankensee übermäßig riechen würde, kann er nicht bestätigen.

Hintergrund zum Blankensee

Der Blankensee und der Ort Blankensee tragen den selben Namen. Er stammt aus dem slawischen und umschrieb etwas Blankes und bedeutet aber auch sumpfig und morastig.

300 Hektar groß ist der Blankensee. Er gehört zu einer kleinen Seenkette, die durch das Flüsschen Nieplitz verbunden wird.

Der unter Naturschutz stehende See ist von einem breiten Schilfgürtel umgeben, der Wasservögeln Deckung und Brutplätze bietet und im Frühjahr und im Herbst tausende Nordischer Wildgänse und Kraniche zur Rast anlockt.

Vom Steg aus sind Gänse, Enten, Kormorane, Reiher und manchmal auch See-und Fischadler sowie Eisvögel zu beobachten.

Der Blankensee ist maximal zwei Meter tief wird ausschließlich für die Fischwirtschaft genutzt. Insbesondere Karpfen, Aal, Zander oder Wels werden an Land gezogen. Im vergangenen Jahr gelang den Binnenfischern ein Jahrhundertfang: 44 Welse gingen ihnen ins Netz. Der größte Brocken wog 46 Kilogramm.

Die Mitarbeiter der kleinen Blankenseer Binnenfischerei bewirtschaften insgesamt 400 Hektar Gewässerfläche. Das sind neben dem Blankensee außerdem der Grösinsee sowie der Siethener See.

Von Margrit Hahn

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