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Teltow-Fläming Grundschüler erkunden die Jakobikirche
Lokales Teltow-Fläming Grundschüler erkunden die Jakobikirche
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00:26 25.12.2015
Pfarrerin Julia Daser (5.v.l. mit roter Mütze) erläutert den Grundschülern die wichtigsten Bestandteile einer Kirche. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die meisten der Kinder waren noch nie in einer Kirche. Das nachzuholen, dazu hatten die Fünftklässler der Friedrich-Ebert-Grundschule gestern Gelegenheit. Ihre Parallelklasse wird sich dann heute intensiv mit dem Kirchenbau, seiner Vergangenheit und auch mit der Weihnachtsgeschichte beschäftigen.

Locker sitzen die Kinder vor dem Altar auf dem kalten und harten Boden. Gott sei Dank gibt es Kissen. So ist es wärmer und weicher. Vor den Schülern liegen Zettel. Auf denen stehen „Altar“, „Orgel“, „Bibel“, „Kanzel“ und so weiter. Pfarrerin Julia Daser sitzt mit ihnen im Kreis und erklärt, was wo ist und welche Bedeutung es hat.

„Wo ist denn die Kanzel?“, fragt sie zum Beispiel. „Da oben“, rufen einige Kinder und recken die Zeigefinger in die Höhe. „Und wozu ist die da?“, will die Pfarrerin wissen. „Da steht immer so ein großer Mann mit langem Umhang“, antwortet Shamal aus Tschetschenien. „Das ist der Pfarrer“, erklärt die Pfarrerin. „Das kann aber auch eine Frau sein“, fügt Julia Daser hinzu. Dass sich der „Umhang“ Talar nennt, erfahren die Schüler bei dieser Gelegenheit auch noch.

In ihren Heftern haben die Kinder einen Grundriss der Kirche. Anhand dieser Bauzeichnung erläutert Julia Daser, was ein Kirchenschiff ist, wo die Säulen und die Kreuzbögen sind.

Der Höhepunkt ist die Besichtigung der Orgel. Wer von den Fünftklässlern zur Musikschule geht, darf kurz auf ihr spielen. Das ist wohl ein Klangerlebnis, wie sie es bisher noch nicht erlebt haben.

Und weil es die letzten Tage vor Heiligabend sind, liest die Pfarrerin mit den Kindern in verteilten Rollen das Krippenspiel „Jesus wird Mensch“ unter dem Weihnachtsfenster der Jakobikirche. Das zeigt Maria und Josef mit dem Christuskind im Stall von Bethlehem bei dem Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland. Dann liest die Pfarrerin selbst die biblische Weihnachtsgeschichte nach Lukas vor.

Um Kirchenfenster geht es währenddessen auch im Konfirmandenraum im benachbarten Pfarrhaus, in dem sich sonst immer die Junge Gemeinde trifft. Dort steht mitten auf dem Tisch das kleine Modell eines Luckenwalder Kirchenfensters, das die Kinder abmalen sollen. Außerdem erfahren die Grundschüler einiges über die 121-jährige Geschichte der Jakobikirche, die nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung durch den damaligen deutschen Kaiser Wilhelm II. und seiner Frau Auguste Viktoria gebaut werden konnte. Der Grund dafür war, dass die Johanniskirche schon lange viel zu klein war für die vielen Kirchgänger. Die Stadt Luckenwalde war in dieser Zeit durch den Zuzug vieler Industriearbeiter und ihrer Familien stark gewachsen.

Außerdem zeichnen die Kinder die Standorte der drei evangelischen Kirchen (Sankt Johannis, Sankt Petri und Sankt Jakobi), sowie der katholischen Sankt-Josef-Kirche in einen Stadtplan ein.

Am Ende des dreieinhalbstündigen Projektvormittages für die Fächer Lebenskunde, Ethik, Religion (LER), Geschichte und Kunst können die Kinder noch ein kirchliches Weihnachts-Quiz lösen und wissen schließlich, dass Weihnachten mehr ist, als nur Geschenke zu bekommen. Vielleicht besuchen sie ja auch an Heiligabend um 16 Uhr die Christvesper mit Krippenspiel in der Jakobikirche. Wo die zu finden ist, wissen sie ja jetzt.

Von Hartmut F. Reck

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