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Teltow-Fläming Grundschüler üben mit Projektzirkus
Lokales Teltow-Fläming Grundschüler üben mit Projektzirkus
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04:55 15.07.2016
Hund Blacky beherrscht die Tricks schon lange. Die Grundschüler üben erst seit Montag. Quelle: Victoria Barnack
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Werbig

Einige der 118 Schüler der Werbiger Grundschule sind wahrscheinlich jeden Tag ein Clown. Seit Montag dürfen sie das aber auch ganz offiziell sogar mit Einwilligung ihrer Eltern und Lehrer. Denn die Schüler erhielten in dieser Woche professionellen Unterricht von einer echten Zirkusfamilie.

Übung am Trapez. Quelle: Victoria Barnack

Zu verdanken haben die Grundschüler ihre einzigartigen Projekttage Sportlehrerin Elke Schulze. Sie setzte die Idee, inspiriert vom Vorbild anderer Schulen, innerhalb eines Jahres in die Tat um. „Dabei hatten wir Glück, dass in einer Sommerwoche noch ein Platz für uns frei war“, berichtet Elke Schulze. Viele Grundschulen buchen sogar sechs Jahre im Voraus, um den Wunschtermin zu ergattern, oder nehmen Proben bei winterlichen Temperaturen in Kauf. Denn Zirkusfamilien wie die Cassellys sind zu allen Jahreszeiten unterwegs. Immerhin sind die Projektzirkusse begehrt, auch wenn sie 2000 Euro pro Woche kosten.

Schwierig: Jonglieren mit vier Ringen. Quelle: Victoria Barnack

Einen Eindruck in die Welt des Zirkus erhielten am vergangenen Wochenende aber zunächst die Eltern . „Sie haben geholfen, das Zelt aufzubauen“, berichtet Schulleiterin Christiane Faehse. Hinter dem Spielplatz direkt neben der Weitsprunggrube steht das große Zelt seit Sonntag. Beim Aufbau hatten die Mütter und Väter so auch die Möglichkeit, ihre vielen Fragen an die Artisten der Familie Casselly zu stellen.

Am Montagmorgen um 8 Uhr ging es dann endlich auch für die Kinder zum ersten Mal in die Manege. „Das ganze Schulhaus war wie ein Entenstall“, berichtet Lehrerin Elke Schulze schmunzelnd. Nur zwei Stunden später waren die ersten Proben aber schon wieder Geschichte. Denn der Projektzirkus unterrichtet nur zwei Stunden am Tag – das aber sehr intensiv. In der Turnhalle proben beispielsweise die Clown-Schüler, während zehn Meter entfernt das Jonglieren mit Bällen und Ringen geübt wird.

Ein Balanceakt. Quelle: Victoria Barnack

„Alle Kinder sind in zehn Gruppen eingeteilt worden“, erläutert Elke Schulze. Je nach Neigung konnten die Grundschüler zwischen Hunde-, Ziegen- oder Taubendressur wählen oder sich für Zauberei, Luft-Akrobatik oder Drahtseil-Artistik entscheiden.

Das Projektthema hat Elke Schulze als ausgebildete Pädagogin ganz bewusst gewählt. Neben dem Spaß für die Grundschüler stehen für sie deshalb auch andere Aspekte im Vordergrund. „Zirkus macht fit“, erklärt sie ihre Motivation. Denn als Sportlehrerin kennt sie die Schwierigkeit, Kinder für Bewegung zu begeistern besonders gut. „Zirkuspädagogik fördert die Bewegung ohne Leistungsdruck und Noten“, sagt sie. Freude, Teamgeist und Selbstwertgefühl stehen außerdem auch im pädagogischen Konzept der Cassellys ganz oben.

Am Freitag zeigen die Schüler, was sie gelernt haben. Positive Reaktionen der Eltern erreichten Elke Schulze aber schon am zweiten Tag des Projektes. „Eine Mutter hat mir erzählt, dass ihre Tochter am Montagnachmittag im Garten allein Jonglieren geübt hat“, berichtet sie.

Info: Die Galavorstellung des Zirkusprojektes findet am Freitag um 17 Uhr im großen Zelt statt. Für Kinder beträgt der Eintritt 5 Euro, für Erwachsene 7 Euro.

Von Victoria Barnack

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