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Teltow-Fläming Grundschule Rangsdorf kooperiert mit Rolls Royce
Lokales Teltow-Fläming Grundschule Rangsdorf kooperiert mit Rolls Royce
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05:15 22.06.2016
Rolls-Royce-Geschäftsführerin Nicole Fehr (l.) und Schulleiterin Bettina Meinert unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Was als wilde Ehe begann, ist nun ganz offiziell: Die Grundschule Rangsdorf und der Triebwerkshersteller Rolls-Royce mit Sitz in Dahlewitz arbeiten offiziell zusammen. Am Dienstag unterzeichneten Schulleiterin Bettina Meinert und Rolls-Royce-Geschäftsführerin Nicole Fehr den Kooperationsvertrag. „Das ist wie bei einer Hochzeit“, sagte Bettina Meinert nach der Unterschrift.

Verbindung begann vor drei Jahren

Vor drei Jahren hat sich die Verbindung bereits angebahnt. Damals begann ein Patenprogramm, das vor allem von Lehrerin Martina Bukowiecki und Sven Schrape mit Leben erfüllt wurde. Schrape, der als Entwicklungsingenieur bei Rolls-Royce arbeitet, hatte von seinem Arbeitgeber davon erfahren, dass Paten gesucht werden. „Also dachte ich mir, nehme ich die Schule meiner Tochter“, erinnert er sich. Seitdem versucht er alle sechs Wochen für vier Unterrichtsstunden, die Fünftklässler für Naturwissenschaft zu begeistern. Die Schule stellt Räume und Lehrer zur Verfügung, Rolls-Royce stellt in der Zeit Sven Schrape von der Arbeit frei. Dieser musste sich verpflichten, auf komplizierte Formeln, wie er sie in seinem Arbeitsalltag benutzt, zu verzichten. „Die Kinder sollen selbst sehen, was passiert“, sagt Martina Bukowiecki. Vor allem aber sollen sie experimentieren.

Hintergrund

Die bundesweite Stiftung Haus der kleinen Forscher unterstützt die Kooperation zwischen Rolls-Royce und der Grundschule Rangsdorf.

Ziele sind neben der Begeisterung für Naturwissenschaften auch weiche Kompetenzen wie verbesserte Sprachfähigkeiten und soziale Kompetenzen durch gemeinsames Lernen.

Das Desy-Labor übernimmt die Fortbildung der Lehrer.

Kooperationen unterhält Rolls-Royce mit dem Kindergarten „Blausternchen“ in Dahlewitz sowie mit dem Kopernikus-Gymnasium in Blankenfelde.

404 Kinder und 22 Lehrer sind an der Oberschule Rangsdorf.

Windkanal aus Abwasserrohr

Aus einem Abwasserrohr, Strohhalmen und Disconebel entstand ein Windkanal, in dem man wie im großen Vorbild in Dahlewitz die Verwirbelungen von Objekten beobachten konnte. Besonders begeistert sind die jungen Forscher, wenn es an den Bau eines echten Fluggeräts geht. An einer mit Wasser gefüllten Plastikflasche zeigen Martina Bukowiecki und Sven Schrape, wie man eine Rakete baut, die mehrere Meter hoch in die Luft fliegt und dank Fallschirm, der einmal ein Müllsack war, sanft zurück auf die Erde schwebt.

Erste Kooperation von Rolls-Royce mit Grundschule

Zum ersten Mal überhaupt ist Rolls-Royce eine Kooperation mit einer Grundschule eingegangen. „Wir decken jetzt alle Altersgruppen vom Kindergarten bis zur Universität ab“, sagt Susanne Riebe, die für die Nachwuchsgewinnung bei Rolls-Royce zuständig ist. Durch den Vertrag ist nun auch die bisherige Patenschaft dauerhaft gesichert, außerdem bekommen künftig alle fünften Klassen eine Führung durch das Rolls-Royce-Werk. Die besten Schüler eines Jahrgangs erhalten außerdem eine Belohnung für ihr Zeugnis.

Schule wird Leuchtturm für Lernen in der digitalen Gesellschaft

Mit einer tollen Nachricht überraschte Thomas Drescher die Schule ebenfalls am Dienstag. Der Staatssekretär im brandenburgischen Bildungsministerium verkündete, dass die Grundschule Rangsdorf als eine von acht Modellschulen im Land mit Medienbildung ausgesucht wurde. „Sie werden ein Leuchtturm für das Lernen in der digitalen Gesellschaft“, sagte Drescher und versprach, dass das Land die Schule mit neuen Medien ausstatten möchte. Weitere Unterstützung kommt auch von der Gemeinde, die bereits einen Klassensatz Tablet-PCs zur Verfügung gestellt hat. „Wir werden Sie weiter unterstützen“, sagte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Der Förderverein der Schule ging mit gutem Beispiel voran und stellte zehn Mikroskope für den Biologieunterricht zur Verfügung.

Von Christian Zielke

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