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Grundschule fürchtet um Fördergeld

Rangsdorf Grundschule fürchtet um Fördergeld

Durch die Untätigkeit der Gemeinde fürchtet man an der Grundschule Rangsdorf, dass dringend benötigte Fördermittel vom Land verloren gehen. Schulleitung und Eltern werfen der Gemeinde vor, einen Antrag zu spät verschickt zu haben. Mehr als 65 000 Euro für neue Digitaltechnik stehen auf dem Spiel.

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Elternsprecherin Katrin Bergmann, Gesamtelternsprecher Carsten Beck und Schulleiterin Bettina Meinert (v.l.).

Quelle: Foto: christian Zielke

Rangsdorf. Schlechte Stimmung an der Grundschule Rangsdorf: Schulleiterin Bettina Meinert und die Elternsprecher Carsten Beck und Katrin Bergmann fürchten, dass der Schule eine Menge Geld verloren geht, weil die Gemeinde es monatelang nicht geschafft habe, einen Fördermittelantrag an das Land zu stellen.

Seit mehr als einem Jahr nimmt die Rangsdorfer Grundschule am Pilotprojekt Medien-fit des Landes Brandenburg teil. In diesem Jahr wollte Schulleiterin Bettina Meinert neue Tablets, Notebooks, Beamer und elektronische Tafeln im Wert von mehr als 65 000 Euro anschaffen, um die Kinder fit für die Digitalisierung zu machen. Damit das Geld des Bildungsministeriums fließt, muss die Gemeinde einen Eigenanteil von rund 13 000 Euro nachweisen. „Eigentlich sind es nur noch 3000 Euro aus dem Gemeindehaushalt“, sagt Bettina Meinert, denn die Schule hat sich in diesem Jahr 10 000 Euro aus ihrem Etat aufgespart. Die Grundschule Groß Machnow hatte erst vor kurzem 25 000 Euro für neue Computertechnik bekommen. „Wo bleiben wir?“, fragt da Bettina Meinert.

Nachfragen im Rathaus bleiben unbeantwortet

Der Förderantrag hätte bis diesen Mittwoch beim Bildungsministerium vorliegen müssen. Seit dem Sommer habe die Schule die Gemeinde immer wieder an den wichtigen Stichtag erinnert. „Ich habe mehrere Mails geschrieben und keine Antwort bekommen“, sagt Bettina Meinert. Eine Nachfrage beim Ministerium in der vergangenen Woche habe ergeben, dass noch Unterlagen aus dem Rangsdorfer Rathaus fehlen.

Carsten Beck, der Gesamtelternsprecher der Schule kritisiert: „Ich kann nicht verstehen, dass die Gemeinde die Angelegenheit verschleppt. Bei der Aussicht auf so viel Geld muss der Bürgermeister alles tun, um die Schule zu unterstützen.“ Elternsprecherin Katrin Bergmann fürchtet, dass die Schule so schnell nicht wieder eine solche Fördersumme bekommen könnte: „Das wäre unnötig verlorenes Geld, das unsere Kinder dringend benötigen.“

Angesichts der bevorstehenden Feiertage befürchten die Vertreter der Grundschule, dass der Förderantrag in diesem Jahr verfällt. Ob man das Geld ins kommende Jahr retten kann, sei ungewiss. „Wir kommen uns vor wie ein Stiefkind“, sagt Bettina Meinert. Die Schulleiterin kritisiert nicht nur die Untätigkeit im Rathaus. „Wir haben unser Konzept im Sommer erarbeitet“, sagt sie. Ihr Unmut richtet sich auch gegen die fehlenden oder widersprüchlichen Informationen aus dem Rathaus.

Bürgermeister: „Antrag ist abgeschickt“

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) räumt ein, dass es zu Missverständnissen gekommen sei. Die Gemeinde hatte zu viel Geld beim Ministerium beantragt. Nicht alle Wünsche der Schule seien förderfähig gewesen, deshalb habe man die Unterlagen überarbeiten müssen. Bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses versicherte er: „Der Antrag ist abgeschickt.“ 45 000 Euro sollen nun zügig vom Ministerium kommen. Rocher verspricht: „Wir wollen die ersten Aufträge noch in diesem Jahr auslösen.“

Von Christian Zielke

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