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Teltow-Fläming Günter Mehlitz zeigt die schönsten Ecken des Ortes
Lokales Teltow-Fläming Günter Mehlitz zeigt die schönsten Ecken des Ortes
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02:15 23.04.2017
Günter Mehlitz an seinem Lieblingsort: Auf der Aussichtsplattform lassen sich die Vögel beobachten, die auf dem Rangsdorfer See leben. Quelle: Fotos: Zielke (5)
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Rangsdorf

Feste Schuhe sind wichtig. Günter Mehlitz’ Blick wandert zuerst in Richtung der Füße. Seit 2010 bietet der Rangsdorfer Wanderungen und Radtouren an. „Stöckelschuhe und Flip-Flops sind nicht sehr empfehlenswert“, sagt der 59-Jährige. Rangsdorf liegt zwar nicht im Gebirge, doch schon die ersten Meter der Wanderung zu den schönsten Ecken Rangsdorfs gehen steil bergauf. Im Spessartweg, einer der steilsten Straßen des Ortes, sind gute Schuhe und eine stabile Kondition von Vorteil.

Die Straße in der Waldsiedlung mit ihrer Hanglage hatte einige berühmte Bewohner, wie den ehemaligen Kapitän Walter Redlich, der im Ersten Weltkrieg an Seeschlachten teilnahm. Gleich drei Filmschaffende der UFA lebten dort: der Kameramann Bruno Mondi, der den NS-Propagandafilm „Jud Süß“ und später die Sissi-Filme mit Romy Schneider gedreht hatte, der Kameramann Emil Schünemann, der 1912 im Stummfilm „In Nacht und Eis“ über den Untergang der Titanic die Kamera führte und der Kulissenbauer Wilhelm Hermann.

Gänsehautmomente am Ufer des Rangsdorfer Sees

Die nächste Steigung lässt nicht lange auf sich warten. Mit 65 Metern ist die Römerschanze eine der größten Erhebungen Rangsdorfs. „Die Römer waren wahrscheinlich nie hier“, sagt Günter Mehlitz. Den Blick über das frische Grün hätten sie wahrscheinlich trotzdem gemocht. Wer lieber aufs Wasser blickt, kommt am Ufer des Sees auf seine Kosten. Im Herbst sollte man früh dran sein, am besten vor Sonnenaufgang. Im Oktober hatte er ein besonderes Erlebnis auf der Aussichtsplattform vor der Seeschule. Im Morgengrauen setzten plötzlich Tausende Gänse vom See aus zum Flug an. „Es war eine schwarze Traube von Vögeln. Das war ein gigantisches Erlebnis“, erinnert er sich.

Fast zehn Jahre lebt der studierte Elektroingenieur schon mit seiner Frau in Rangsdorf. „Es ist erstaunlich, wie sich die Infrastruktur in den vergangenen Jahren entwickelt hat“, sagt er. Auf seinen geführten Wanderungen ist ihm auch so manches Kuriosum aufgefallen, etwa die Holzschafe auf dem Spielplatz in der Feng-Shui-Siedlung. „Die schielen alle. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war.“

Kyrillische Lettern geben dem gebürtigen Westberliner Rätsel auf

Ein ewiges Rätsel ist ihm der kyrillische Schriftzug auf der Rückseite des früheren Kommandanturgebäudes in der Stauffenbergallee. Als gebürtigem Westberliner fehlt ihm der Zugang zur russischen Sprache. Übersetzungsversuche aus dem Internet ergaben nur wenig Sinn. „Bisher konnte mir keiner genau sagen, was dort steht“, sagt Mehlitz.

Wenn Günter Mehlitz zum Wandern lädt, hört er selbst gern zu. Er mag die Geschichten, die ihm die Rangsdorfer erzählen – von den berühmten Bücker-Flugzeugen, dem alten Gut und dem mittlerweile etwas verblichenen Charme des einst so berühmten Strandbads, das in den 1920er und 30er Jahren tausende Berliner anlockte.

„Ich bin immer wieder überrascht, wie freundlich wir aufgenommen wurden“, sagt er. Viele kommen regelmäßig zu den Wanderungen, richtige Freundschaften sind mittlerweile entstanden. Mehr als 25 Touren zu Fuß oder mit dem Rad bietet Mehlitz in Rangsdorf und im Süden Berlins an. Außer festen Schuhen, etwas Proviant und Neugier, braucht man nicht viel, um mitzulaufen.

www.wanderungen-rangsdorf.de

Von Christian Zielke

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