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Gunnar Lemcke ist sein 35 Jahren Friseurmeister

Trebbin Gunnar Lemcke ist sein 35 Jahren Friseurmeister

Gunnar Lemcke hat vor 35 Jahren seinen Meister gemacht. In seinem Friseursalon in Trebbin führt er den Familienbetrieb, den sein Großvater Richard Lemcke am 27. September 1913 gründete, mit großem Erfolg weiter.

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Gunnar Lemcke ist bei der Arbeit sehr korrekt.

Quelle: Margrit Hahn

Trebbin. Seit 35 Jahren hat Gunnar Lemcke aus Trebbin den Meisterbrief in der Tasche. Dabei wollte er gar nicht Friseur, sondern lieber Musiker werden. Die Musik ist ihm für die Freizeit geblieben.

Sein Großvater Richard Lemcke gründete das Unternehmen vor mehr als 100 Jahren. Seine Eltern haben es übernommen und Gunnar Lemcke blieb nichts anderes übrig, als in deren Fußstapfen zu treten. So führt er den Friseursalon Lemcke in der Bahnhofstraße in Trebbin in dritter Generation. Und er ist froh, dass es so gekommen ist, wie es ist.

Gute Erinnerungen an Meisterprüfung

Die Meisterausbildung war damals in A- und B-Teil untergliedert. Nachdem er den theoretischen Teil absolviert hatte, ging es mit der Praxis weiter. An seine Meisterprüfung erinnert er sich noch gut. Er musste einen Damen- und einen Herrenschnitt fehlerfrei hinbekommen. „Die Damenfrisuren hatten damals alle Namen. Meine Aufgabe war die Eindrehfrisur ,Lydia’“, erinnert sich Gunnar Lemcke. Um nicht von der Prüfungskommission ein Modell gestellt zu bekommen, suchte er sich selbst welche aus.

„Dafür sollten wir auf der Straße Leute ansprechen“, erzählt er. Sein Herrenmodell fand er in der Kneipe. Er schaute sich den Kopf genau an und überlegte, dass es passen könnte. Für den Notfall hatte er seinen Bruder Gerd Lemcke Bescheid gesagt, dass sich dieser zur Verfügung stellen müsste. Aber Gerd Lemcke musste in den Wochen zuvor schon zum Üben herhalten und stundenlang still sitzen.

Rente in anderthalb Jahren

In anderthalb Jahren will der Gunnar Lemcke in Rente gehen. Dann will er den Laden schließen – allerdings wird er seinen Stammkunden auch danach noch den Kopf waschen. „Dann ist das Ende nicht abrupt“, so der 63-Jährige.

Jahrelang war der Friseurmeister in der Prüfungskommission tätig. „Die besten Lehrlinge kamen aus dem privaten Handwerk, das Wert auf Qualität legte. Heute gibt es in vielen Salons keine Meister mehr. Kein Wunder, wenn der Nachwuchs nicht mehr so viel kann“, fügt er hinzu.

Wenn er mit seinen Musikerkollegen einen Auftritt hat, heißt es oft; „Der singende Friseur ist wieder da.“ In seinem Salon wird bei der Arbeit nicht gesungen, dafür viel gelacht – mit den Kunden und mit Mitarbeiterin Jenny Mallon.

Von Margrit Hahn

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