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Teltow-Fläming Gut Freund mit Hertha BSC
Lokales Teltow-Fläming Gut Freund mit Hertha BSC
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08:22 22.08.2014
Trainingslager im Januar 2014 im türkischen Belek. Hertha-Kapitän Fabian Lustenberger, der Jüterboger Botschafter Joachim Berger, Klaus-Dieter Bartsche (Botschafter von Werder) und Spieler Christoph Janker (v.l.). Quelle: privat

Die vergangenen zehn Jahre passen gerade noch in einen dicken Aktenordner. Zeitungsartikel, Briefwechsel und viele Fotos hat Joachim Berger seit 2004 zusammengetragen und damit die Partnerschaft zwischen der Stadt Jüterbog und dem Bundesligaverein Hertha BSC dokumentiert. „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“, ist dabei die Devise des 66-Jährigen. Er ist seit Anbeginn der Partnerschaft mit dem Bundesligisten Botschafter für das Fanprojekt „Hautnah“, das insgesamt 22 Städte mit dem Berliner Fußballclub verbindet.

Jüterbog gehört zu den aktivsten Partnerstädten der Herthaner in Brandenburg. Und so kamen in den vergangenen Jahren viele Veranstaltungen zusammen, an die sich Berger gerne zurückerinnert.

Manche Ereignisse kann er sogar auf den Tag genau datieren. „Es war am 7. Oktober 2005“, beginnt der 66-Jährige zu erzählen. An diesem Tag standen die Berliner Profis auf dem Fußballfeld in Jüterbog, sie traten an zum Freundschaftsspiel gegen die Elf des FC Victoria. Die Partie endete für die Jüterboger ernüchternd mit 30 Gegentoren. „Das werde ich nicht vergessen“, sagt Berger, der dem Ergebnis etwas  Positives abgewinnen kann. „Damit sind wir in die Vereinsgeschichte von Hertha eingegangen.“ Denn das Spiel gegen den FC Victoria brachte den Profikickern den höchsten Sieg aller Zeiten ein.

Auch die Männer von Eintracht Königs Wusterhausen standen schon einmal für ein Freundschaftsspiel gegen die Berliner auf dem Platz. 3000 Zuschauer verfolgten das Match im August 2005. Die Gastgeber schlugen sich tapfer, am Ende siegte Hertha BSC mit 17:0. Es war einer der großen Momente in der Partnerschaft zwischen dem Verein und Königs Wusterhausen.

Heute ist es allerdings ruhiger um die Fußballbeziehung geworden. „Die Anfangseuphorie ist verflogen“, sagt Carsten Beilhack, Botschafter für Königs Wusterhausen. Zwar fanden in den vergangenen Jahren mehrere Veranstaltungen mit Hertha-Trainern und den Jugendmannschaften aus Königs Wusterhausen statt – zweimal schickten die Vereine Einlaufkinder für Heimspiele von Hertha-BSC nach Berlin – doch die Begeisterung für die Partnerschaft verebbte. Selbst der einst eingerichtete Fantreff in Königs Wusterhausen ist mittlerweile Geschichte. Mit der Schließung der Havanabar war die Lokalität für Fans verloren, ein neues Domizil haben sie bisher in Königs Wusterhausen nicht gefunden.

Vor allem die beiden Abstiege in die zweite Liga stellten die Partnerschaften mit Brandenburger Städten auf die Probe. „Da war Hertha mit sich selbst beschäftigt“, sagt Beilhack. „Da ging es um die Existenz, das Überleben des Vereins, da hatten sie andere Sorgen“, pflichtet ihm Joachim Berger bei. Doch er nimmt vor allem die Städte in die Pflicht, wenn es darum geht, das Projekt am Leben zu erhalten. „Eine Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen. Man darf nicht nur die positiven Sachen abgreifen, man muss auch etwas geben“, sagt der Jüterboger Botschafter.

Dass das sehr viel Arbeit bedeutet, haben alle Städtepartner in den vergangenen Jahren erlebt. Und wenn die Zeit fehlt, leidet das Projekt darunter. „Ich bin arbeitsmäßig sehr eingespannt, da bleibt kaum Luft, sich darum zu kümmern“, gesteht  Alexander Mieles. Der 32-Jährige ist Bauleiter für Sportplätze und seit vier Jahren Botschafter von Groß Köris und Teupitz. „Bei uns ist das im Moment sehr eingeschlafen“, sagt er über die Beziehungen zu Hertha. Auch die Dahmeländer haben bereits einmal Einlaufkinder und Balljungen für die Erstligisten gestellt, haben Trainingseinheiten mit den Profis absolviert. Auch der Traditionsverein und der Fastnachtsverein haben sich  einmal im Stadion einem breiten Publikum vorstellen dürfen. „Es gibt jede Menge Sachen, die dieses Projekt ermöglicht. Wir wollen die Partnerschaft auf jeden Fall beibehalten und versuchen, das wieder aufleben zu lassen“, sagt Mieles.

In Jüterbog ist es gelungen, die Partnerschaft zwischen Stadt und Verein über all die Jahre lebendig zu erhalten. „Verein, Bürgermeister und Botschafter müssen voll hinter dem Projekt stehen“, erklärt Joachim Berger das Erfolgskonzept. Und der stete Kontakt mit Hertha hat sich bezahlt gemacht. Viele schöne Erinnerungen sind geblieben, wie Hertha das 1000-jährige Stadtjubiläum mit einem Aktionstag in Jüterbog mitfeierte, die Jüterboger Fans sich vielfach Einblicke in die Welt der Profikicker verschaffen konnten. In diesen Sommerferien hatten 59 Kinder die Chance, bei einer Fussballschule unter der Aufsicht von Bundesligatrainern ihr Talent unter Beweis zu stellen. „Das war ein echtes Highlight“, sagt Berger,  als  er die Fotos der aufgeweckten Kinder zeigt.

Gerade in solchen Projekten liegt für ihn der tiefere Sinn der Partnerschaft mit Hertha. „Man kann etwas für Kinder und Jugendliche machen, sie für Fußball begeistern. Damit holt man sie von der Straße weg und gibt ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung“, sagt Joachim Berger. Allein der Sport stehe dabei im Vordergrund, für welchen Verein der Nachwuchs abseits des Spielfelds schwärme, sei dabei nicht wichtig. „Man muss kein Herthafan sein, um sich hierfür begeistern zu können“, sagt der 66-Jährige.

Von Nadine Pensold

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