Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Gutachten: Pfusch am Schulbau
Lokales Teltow-Fläming Gutachten: Pfusch am Schulbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:08 18.02.2017
Schon von außen sind gravierenden Mängel am Anbau des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums zu erkennen. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Baumängel über Baumängel weisen Anbau und Turnhalle des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums auf. Der Anbau, der an den bestehenden Altbau angegliedert wurde, entstand 1999 in Massivbauweise. Das Gebäude verfügt über verschiedene Dachkonstruktionsarten mit unterschiedlichen Eindeckungen. Zur Wiesenstraße und zum Schulhof hin besteht die Fassade zum großen Teil aus Glas.

Im Laufe der vergangenen Jahre zeigte sich, dass Fassadenanschlüsse zu Fenstern sowie im Dach undicht sind und immer wieder erneuert werden mussten. Nach Starkregen oder Sturm gab es immer wieder größere undichte Stellen, zum Beispiel Wassereinbrüche in Cafeteria, Physikraum und Sporthalle. Im Außenbereich der Fassade sind größere Putzschäden sowie Pilz- und Algenbefall zu verzeichnen.

Bau vor 18 Jahren mit Mängeln übernommen

Der CDU-Politiker Sven Petke fragte im Dezember 2016 in der Kreistagssitzung nach, wann die Bauschäden beseitigt werden. Er kritisiert, dass der Bau vor 18 Jahren bereits mit Mängeln übernommen wurde, sodass ständige Nacharbeiten notwendig wurden. „Der Regen lief von Anbeginn durch das Gebäude. Wasserleitungen lagen in den Außenwänden und froren ein. Außenrollos mussten installiert werden, um im Sommer die Innentemperatur zu senken“, zählt Petke auf. Auch die Sanierung des Altbaus sei nicht vollendet. „Versprochen wurde die Fortsetzung in den Folgejahren“, fügt Petke hinzu.

Probleme bereitet die Fassade des Anbaus. Quelle: Margrit Hahn

Der Landkreis Teltow-Fläming hat als Schulträger des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums auf die Anfrage geantwortet: Im Schreiben heißt es: „Aufgrund der Vielzahl verschiedenartiger Bauschäden im Innen- und Außenbereich des Gebäudes und der teilweise nicht zu erklärenden schwierigen bautechnischen Sachlage wurde ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Schadengutachtens beauftragt.“

Untersuchung des Entwässerungssystem vorgesehen

Das Gutachten ergab, dass beim Bau gepfuscht wurde. Deshalb ist ein Sanierungskonzept notwendig. Zudem sind kurzfristig Maßnahmen geplant. So ist die Untersuchung des gesamten Entwässerungssystems vorgesehen, um sicher zu gehen, dass das Regenwasser ordnungsgemäß ablaufen kann. „Insbesondere wurde eine Kamera-Abfahrung sowie eine intensive Spülung und Reinigung der Schächte beauftragt“, teilt Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) mit.

Für den stellvertretenden Schulleiter Gunnar Blaschka steht die Beseitigung der Mängel im Vordergrund. „Das ist ein Heidenaufwand. Die notwendigen Mittel sollten unbedingt eingeplant werden“, sagt Blaschka. Dass es zu Beeinträchtigungen kommen kann, ist für ihn zweitrangig: „Wir sind froh, dass etwas passiert. Wir haben von 1994 bis 1998 mit Baumaßnahmen gelebt und auch die Eingangshalle wurde bei laufendem Betrieb saniert.“

Von Margrit Hahn

Gleich fünf Senioren meldeten sich im Laufe des Donnerstagnachmittags bei der Polizei, weil Trickbetrüger bei ihnen angerufen hatten. Diese hatten sich als Enkel ausgegeben und wollten hohe Geldbeträge ergaunern. Doch die Senioren zwischen 75 und 90 Jahren durchschauten die Masche.

17.02.2017

Der Geschäftsführer des Wildparks Johannismühle, Julian Dorsch, hat in dieser Woche erst mit einer Pressemitteilung das Landwirtschaftsministerium angegriffen. Einen Tag später hat er in einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger seine Kritik wiederholt. Im Interview erklärt er seine Gründe.

17.02.2017

Wegen Straßenschäden hat die Gemeinde Rangsdorf die Geschwindigkeit auf zwei Hauptstraßen begrenzt. Auf Teilen der Kienitzer Straße und der Groß Machnower Allee gilt seit dieser Woche Tempo 30. In der Kienitzer Straße droht sogar ein Fahrverbot für Lkw, denn der Damm kommt ins Rutschen.

29.04.2018