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Gute Erfahrungen lassen für die Zukunft hoffen

Teltow-Fläming Gute Erfahrungen lassen für die Zukunft hoffen

Die 9. Herbstkonferenz Teltow-Fläming suchte am Mittwoch nach guten Beispielen der gemeinsamen Lebensgestaltung im Landkreis und fand sie auch. Zwar sei noch nichts vollkommen, aber könnten in der Zukunft durchaus weiterentwickelt werden, hieß es. Eine Gefahr für die Initiativen sah man darin, dass sie sich ohne professionelle Unterstützung totlaufen könnten.

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Die Podiumsteilnehmer zogen zwar eine positive Bilanz, stellten aber fest, dass es noch viel zu tun gibt für ein tolerantes Miteinander.

Quelle: foto: Hartmut F Reck

Luckenwalde. Optimismus für die Zukunft kann man auch aus Vergangenem schöpfen, wenn es gut gelaufen ist. Warum soll es nicht weiter so, oder sogar besser laufen?

Christiane Witt, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Teltow-Fläming

Christiane Witt, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Teltow-Fläming: Schon viel passiert, aber noch viel zu tun.

Quelle: Hartmut F. Reck

Dieser Frage stellten sich am Mittwoch etwa 100 Teilnehmer der 9. Herbstkonferenz des Landkreises Teltow-Fläming in der Kreisverwaltung in Luckenwalde. Sie setzten sich zusammen aus Verwaltungsmitarbeitern, Haupt- und Ehrenamtlichen verschiedener Hilfsorganisationen und Initiativen. „Wenn es heißt, es läuft, dann ist schon eine Menge passiert, aber es ist noch viel zu tun“, sagte die Organisatorin und Integrationsbeauftragte des Kreises, Christiane Witt.

Annette Braemer-Wittke, Partnerschaft für Demokratie in Teltow-Fläming

Annette Braemer-Wittke, Partnerschaft für Demokratie in Teltow-Fläming: weitere Vernetzung und kreative Impulse.

Quelle: Hartmut F. Reck

Als Ziele dieser Veranstaltung nannte Annette Braemer-Wittke von der Fachstelle für Demokratie: weitere Vernetzung und kreative Impulse für ein tolerantes und gleichberechtigtes Miteinander der Menschen in Teltow-Fläming. „Die gesellschaftliche Änderung, die wir hier anstoßen, sehen wir nicht sofort“, sagte sie. Aber schon viele Ergebnisse der bisherigen Herbstkonferenzen seien in das Leitbild des Landkreises eingeflossen.

Gerhard Kalinka (Grüne), Kreistagsvorsitzender Teltow-Fläming

Gerhard Kalinka (Grüne), Kreistagsvorsitzender Teltow-Fläming: ehrenamtliches Engagement und politische Tätigkeit enger verknüpfen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Dabei ging es diesmal weniger um Integration als vielmehr um gesellschaftliches Zusammenwirken der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Interessen. Unter dem Motto „Läuft!? Miteinander leben und die Zukunft gestalten“ wollte man sehen, was bisher wirklich gut gelaufen ist und was künftig besser gemacht werden könnte.

Gerd Langner, Seniorenbeirat Baruth und Teltow-Fläming

Gerd Langner, Seniorenbeirat Baruth und Teltow-Fläming: ältere Mitbürger mehr zur Hilfe zur Selbsthilfe aktivieren.

Quelle: Hartmut F. Reck

Bevor sich die Konferenzteilnehmer nach der Mittagspause an mehreren Thementischen in verschiedene Arbeitsgruppen aufteilten, diskutierten sieben Akteure verschiedener Herkunft und Funktionen darüber, wie es bisher so gelaufen ist.

Kirsten Gurske (Linke/l)

Kirsten Gurske (Linke/l.): Bessere Finanzierung von Land und Bund zur Unterstützung kontinuierlicher Arbeit der Initiativen.

Quelle: Hartmut F. Reck

So meinte der Kreistagsvorsitzende Gerhard Kalinka (Grüne), der schon in seinem Grußwort den vermeintlichen Gegensatz von Politik und zivilgesellschaftlichem Engagement widersprach: „Alles dreht sich um die Frage, wie wir zusammen leben wollen.“ Kalinka kündigte an, einen Verein zu gründen für ehemalige aktive Politiker und Ehrenamtler über die Parteigrenzen hinweg, um ihre Kräfte und Erfahrungen zu bündeln.

Florian Schwabe, Jugendforum Teltow-Fläming

Florian Schwabe, Jugendforum Teltow-Fläming: mehr junge Menschen in die Politik einbringen mit Fokus auf Demokratie.

Quelle: Hartmut F. Reck

Die Beigeordnete und Kreis-Sozialdezernentin Kirsten Gurske (Linke) lobte das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Verwaltung und Ehrenamt. Die vielen Initiativen bräuchten aber professionelle Unterstützung und Ansprechpartner in den Stadtverwaltungen.

Anne Wunder, Mobile Flüchtlingsberatung Teltow-Fläming vom Diakonischen Werk TF

Anne Wunder, Mobile Flüchtlingsberatung Teltow-Fläming vom Diakonischen Werk TF: tolerantes Miteinander der 110 Nationalitäten im Kreis und mehr Kitaplätze.

Quelle: Hartmut F. Reck

„Ohne deutsche Hilfe geht es nicht“, sagte die aus Libyen stammende Lehrerin und aktive Netzwerkerin Raida Albajekni. Die Initiativen leisteten zwar alle eine positive Arbeit, meinte auch Anna Wunder von der Mobilen Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werks, warnte aber davor, dass sie sich totlaufen, wenn sie sich nicht weiterentwickelten.

Mechthilf Falk, Pfarrerin in Jüterbog und Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Zossen-Fläming

Mechthilf Falk, Pfarrerin in Jüterbog und Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Zossen-Fläming: Fremde sollen heimisch werden und Einheimische die Angst verlieren, sich irgendwann im eigenen Land fremd zu fühlen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Bei allen positiven Erfahrungen der Flüchtlingsarbeit in Jüterbog müsse man auch Abstriche machen, meinte Pfarrerin Mechthild Falk: „Es läuft ganz gut, es ist aber noch nicht richtig gelungen.“

Dass es bei der Gestaltung des Zusammenlebens nicht nur um Flüchtlinge geht, sondern auch um unterschiedliche Altersgruppen, verdeutlichten Gerd Langner vom Seniorenbeirat und Florian Schwabe vom Jugendforum Teltow-Fläming. Berührungspunkt zueinander fanden sie aber zunächst nicht.

Von Hartmut F. Reck

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