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Teltow-Fläming Gute Ernte trotz Trockenheit
Lokales Teltow-Fläming Gute Ernte trotz Trockenheit
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00:26 31.08.2015
Getreideernte bei Trebbin. Quelle: Oliver Fischer
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Dahme-Spreewald

Mann musste zwischendurch schon fast das Schlimmste befürchten. 40 Tage lang hatte es nicht geregnet – und das im Frühjahr, wo eigentlich die Grundlage für die Ernte gelegt wird. Dafür waren die Erträge der Getreideernte dann letztlich aber doch überraschend gut. Gegenüber der letztjährigen Rekordernte verzeichneten die Landwirte zwar sowohl in Dahme-Spreewald als auch in Teltow-Fläming heftige Einbußen. „Aber das waren auch Rekordergebnisse, wie man sie sobald nicht wieder erzielen wird“, sagt Manfred Schuhmann, Leiter des Landwirtschaftamtes Dahme-Spreewald.

Insgesamt wurden in beiden Landkreisen auf rund 550 Quadratkilometer Getreide geerntet. Im Vergleich fallen die Ergebnisse der beiden Landkreise indes recht unterschiedlich aus. In Dahme-Spreewald waren die Erträge tendenziell niedriger als im Nachbarkreis Teltow-Fläming. Im Vergleich zu den eigenen Durchschnittsergebnissen der vergangenen Jahre hat Dahme-Spreewald allerdings zugelegt, während Teltow-Fläming bei fast allen Feldfrüchten stabil bleibt. Zufrieden ist man in beiden Landkreisen. „Wir haben im Durchschnitt 43,9 Dezitonnen pro Hektar geerntet, damit liegen wir 20 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, so Manfred Schuhmann.

Spitzenreiter beim Ertrag war der Winterweizen. Davon wurden in Dahme-Spreewald 58 Dezitonnen je Hektar geerntet, in Teltow-Fläming fast 64 Tonnen pro Hektar. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2014 waren zwischen Rangsdorf und Dahme sogar 72 Dezitonnen je Hektar geerntet worden.

Der Winterroggen, der fast die Hälfte des angebauten Getreides ausmacht, liegt im gleichen Trend. Der Landkreis Dahme-Spreewald verzeichnete 37,5 Dezitonnen pro Hektar, der Landkreis Teltow-Fläming sogar noch vier Dezitonnen mehr. Höhere Erträge als die Nachbarn erzielten die Landwirte aus Dahme-Spreewald nur beim Raps.

„Man sieht, dass die Züchtung der vergangenen Jahre Sorten auf den Markt gebracht hat, die auch widerstandsfähiger gegen Trockenheit sind“, sagt Manfred Schuhmann. „Für die extremen Verhältnisse sind die Ergebnisse wirklich gut.“

Das gilt allerdings nur für die konventionelle Landwirtschaft. Der Ökolandbau hatte unter der Trockenheit deutlich stärker zu leiden, weil fehlendes Wasser dort nicht mit Dünger kompensiert werden kann. Auf den Roggenfeldern der Ökobauern wurde deshalb nur knapp halb so viel Ertrag erzielt wie in der konventionellen Landwirtschaft. „Diese schlechten Ergebnisse muss man dann durch höhere Erzeugerpreise und die Ökoprämie über den Markt ausgleichen“, sagt Manfred Schuhmann.

Problematischer dürften allerdings die Verhältnisse bei Mais und Grünland sein. Die Maisernte steht zwar eigentlich erst für Mitte September an, aber einige Landwirte sind schon jetzt draußen, um die notreifen Kolben vom Feld zu holen bevor sie schimmeln. „Die ersten sagen schon, dass es knapp wird mit dem Viehfutter“, so Schuhmann. Zumal auch die Grünernte ein Ausfall zu werden droht. „Wir haben im Landkreis 21 000 Hektar Grünland. Wenn das wegfällt, dann herrscht Futterknappheit“, so Manfred Schuhmann. Sollten deshalb Viehbetriebe Probleme haben, dann werde man unkompliziert helfen – etwa mit einer Futterbörse.

Von Oliver Fischer

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