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Gute Laune, schlechte Aussichten

11. Trebbiner Frühlingschorsingen Gute Laune, schlechte Aussichten

Etwa 120 Gäste kamen am Sonnabend Nachmittag in die Trebbiner Sporthalle zum 11. Frühlingschorsingen. Für die Chöre der Stadt ist die Traditionsveranstaltung immer ein Höhepunkt – der zuletzt aber in Frage gestellt wurde. In Zukunft soll das Fest nur noch alle zwei Jahre stattfinden: Der Aufwand, die Halle herzurichten, sei einfach zu groß.

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Der Osterhase alias Uwe Bück sorgte beim Konzert für Gaumenfreuden.

Trebbin. Das längst überfällige Frühlingswetter setzte nicht gleich ein, aber den Versuch war es wert: Vier Chöre gaben am Sonnabend ihr Bestes und zauberten mit ihren Liedern wahre Frühlingsstimmung in die Trebbiner Sporthalle. In der österlich geschmückten Halle hatten sich rund 120 Freunde der Chormusik, zumeist im fortgeschrittenen Alter, eingefunden. Bei Kaffee und Kuchen lauschten sie, sangen oder summten mit und schunkelten sogar zu den Liedern des Fläming-Chors Thyrow, der Fröhlichen Sänger aus Christinendorf, des Chores „Tonart“ aus Thyrow und des DRK-Chores Luckenwalde.

Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) beschränkte sich bei seiner Begrüßung auf das Reden und begründete dies so: „Ich habe mal versucht, öffentlich vom Rathaus-Balkon herunter ein Lied zu singen – das ging voll daneben.“ Umso wohlklingender waren seine anerkennenden Worte an die zum 11. Trebbiner Frühlingschorsingen angetretenen Sänger und auch an die Konzertbesucher. Seine einst geäußerte Skepsis, das bisher jährlich von der Stadt veranstaltete Chorkonzert könne sich abnutzen und mit der Zeit an Anziehungskraft verlieren, habe sich nicht bestätigt, sagte er.

Trotzdem soll es das Konzert, nachdem es im vorigen Jahr schon einmal ausgesetzt wurde, künftig nur alle zwei Jahre geben. Das habe der Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, erklärte Karin Kroll gegenüber der MAZ. Die Abteilungsleiterin in der Stadtverwaltung sagte: „Der Aufwand, die Sporthalle für das Konzert herzurichten, ist sehr groß und behindert jedes Mal über Gebühr den Sportbetrieb der Schule und der Vereine. Künftig soll es so sein, dass das Frühlingssingen, wie schon in diesem Jahr, einen Tag nach der großen Elternversammlung der Trebbiner Grundschule stattfindet, zu der die Halle sowieso umgestaltet werden muss.“

An dem traditionellen Konzert festzuhalten, ist auch im Sinne der Chöre der Stadt. „Wir arbeiten und proben oft und viel“ sagte der Leiter des Fläming-Chores Thyrow, Manfred Glaschke. „Wir wollen das gerade auch bei solchen Konzerten umsetzen und öffentlich zeigen, was wir drauf haben.“ Am Sonnabend überraschte der Fläming-Chor unter anderem mit der deutschen Version des Cat-Stevens-Hits „Morning Has Broken“. „Tonart“ Thyrow streute unter anderem mit dem Lied „Tauben vergiften im Park“ von Georg Kreisler sogar etwas schwarzen Humor ins Programm. Die Fröhlichen Sänger aus Christinendorf lockten den Frühling mit Rezitationen aus Goethes Osterspaziergang und mit dem italienischen Volkslied „Tiritomba“. „Wo man frohe Lieder singt ist immer Sonnenschein“, so ließen es die Sänger und Instrumentalisten des DRK-Chores Luckenwalde tönen.

en.

Von Matthias Butsch

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