Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Gutsarbeiterhaus wird versteigert
Lokales Teltow-Fläming Gutsarbeiterhaus wird versteigert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 07.09.2017
Mit einem Wildfangzaun und Warnschildern ist das denkmalgeschützte Gebäude provisorisch gegen Zutritt gesichert. Quelle: Peter Degener
Hohenahlsdorf

Über Jahre versuchte die Gemeinde Niederer Fläming, das verfallene, denkmalgeschützte Gutsarbeiterhaus von Hohenahlsdorf loszuschlagen. Jetzt kommt die Immobilie unter den Hammer. Die Gemeindevertreter haben einem Vorschlag von Bürgermeister David Kaluza (parteilos) zugestimmt, das Haus zu versteigern. „Zuvor mussten wir aber nachweisen, dass wir genügend Anstrengungen zur Veräußerung unternommen haben“, sagt der Bürgermeister.

Der Landkreis hat die Immobilie als Geschenk abgelehnt

Im Amtsblatt und auf der Internetseite der Gemeinde wurde das Haus beworben. Sogar eine Schenkung an den Landkreis wurde 2015 angeregt, die aber von Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) abgelehnt wurde. „Es gab leider nie belastbare Ideen für das Haus“, sagt Kaluza.

Im Katalog der zweitägigen Herbst-Auktion des Berliner Auktionshauses Karhausen ist das Gutsarbeiterhaus als Los 39 von 76 aufgeführt und wird entweder am 29. oder 30. September in der Berliner Friedrichstraße aufgerufen. Laut Katalog besteht die Immobilie aus dem 1790 errichteten Langhaus, das aus fünf aneinander gebauten Wohnhäusern besteht, sowie zwei Nebengebäuden. Dazu gehören rund 7000 Quadratmeter Grundstücksfläche.

Über 80 Prozent der Substanz sind zerstört

Das Mindestgebot liegt bei 500 Euro. Das klingt verlockend, doch ein Schnäppchen holt man sich damit vermutlich nicht. „Teilweise baufälliger Zustand. Abrissgenehmigung müsste mit dem Denkmalamt abgesprochen werden“ heißt es euphemistisch im Katalog. Von der Gemeinde verlangte die Untere Denkmalschutzbehörde in den letzten Jahren, das Gebäude, das laut Expose der Gemeinde zu über 80 Prozent zerstört ist, gegen den weiteren Verfall zu sichern.

„Wir haben für 10 000 Euro ein Gutachten erstellen lassen. Allein für das Stützen der Wände und das Sichern des Daches wären rund 150 000 Euro Kosten angefallen. Die Gemeindevertreter hatten sich deshalb gegen dagegen entschieden“, sagt Kaluza.

Das Langhaus wurde 1790 errichtet und besteht aus fünf aneinandergereihten Wohnhäusern. Quelle: Peter Degener

Der Investitionsbedarf beträgt über eine halbe Million Euro

„Der Investitionsbedarf liegt durch die denkmalschutzrechtlichen Auflagen bei mindestens einer halben oder gar einer ganzen Million Euro“, schätzt er. „Man hätte das Haus in den 1990er Jahren in Angriff nehmen müssen, da war noch Substanz vorhanden, obwohl es schon zu DDR-Zeiten leer stand. Zuletzt haben sich dort Jugendliche aus Hohenahlsdorf und der Umgebung aufgehalten“, erinnert sich Kaluza, der damals selbst dazu gehörte.

Als Bürgermeister hat er dann das Areal mit einem Wildfangzaun provisorisch sichern lassen. Weil die Außenwänden aus Lehm- und Strohziegeln erbaut wurden, werden die Grundmauern aber vermutlich noch in 20 Jahren selbst dann nicht eingestürzt sein, wenn sich bei der Auktion in drei Wochen erneut kein Interessent finden sollte

Von Peter Degener

Bei der S2 wird am Wochenende im Berliner Süden gebaut, sie wird ab Freitagabend zwischen Marienfelde und Priesterweg unterbrochen. Es gibt Ersatzbusse. Wegen des Brandenburger Dorf- und Erntefestes hält der RE2 am Wochenende in Raddusch, aber nicht in Brand Tropical Islands. Fahrgäste dorthin sollten die RB24 nutzen.

07.09.2017

Das Problem von Feuchteschäden in Wohnungen kennt Ramon Wittich von der Wohnbaugenossenschaft Luckenwalde nur zu gut. Seit Jahren beschäftigt er sich intensiv damit. Für ein prima Raumklima kann jeder Bewohner selber sorgen, indem er richtig heizt und lüftet. Im Herbst ist die Zeit gekommen, die Feuchtigkeit des nassen Sommers zu verbannen, so Wittich.

07.09.2017

Lieber mobil als arbeitslos dachte sich Claudia Blohsei-von Pichowski. Als ihr nach längerer Krankheit gekündigt wurde, kaufte sie ein altes Campingmobil, baute es mit ihrem Mann zu einem „Mobilen Frischedienst“ um und betreibt darin einen Imbiss. Damit steht sie an den Markttagen auf dem Luckenwalder Wochenmarkt und freitags bis sonntags an der Fläming-Skate.

07.09.2017