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Hackklötze und Futter für die Heizung

Erste Holzauktion in Jüterbog Hackklötze und Futter für die Heizung

Wann immer in Jüterbog Bäume gefällt werden, landet das Holz beim Bauhof. Bisher ließ die Stadt das Altholz stets entsorgen, aber das kostet Geld. Um zumindest ein bisschen davon zu sparen, veranstaltete die Stadt am Sonnabends erstmals eine Holzauktion – und wurde dabei das Meiste gleich früh morgens an die Nachbarn los.

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Zugeschnitten wurden die Stämme und Äste nach Wunsch von der Feuerwehr. Kämmerer René Wolter packte mit an.

Quelle: Fotos: Victoria Barnack (2)

Jüterbog. Fast ein Dutzend Raummeter Holz sammeln sich jedes Jahr auf beim Jüterboger Bauhof an. Die größten Stücke stammen von Bäumen, die gefällt werden mussten. Die Kosten für solche Arbeiten liegen jährlich im fünfstelligen Bereich. Für die Entsorgung zahlt die Stadt Jüterbog außerdem noch einmal extra.

Um die Kassen ein wenig zu entlasten, hat sich die Kämmerei in diesem Jahr etwas einfallen lassen. Erstmals wurden die alten Baumstücke versteigert. Am Samstagvormittag waren alle Bürger auf das Gelände am Südfriedhof eingeladen, wo das Holz der Stadt lagert.

„Wir sind eigentlich über jeden Ast froh, der weg ist“, sagte Kämmerer René Wolter am Vormittag. Denn die Entsorgung des Holzes wird nach der Menge berechnet. Nach dem Ende des Verkaufs am Sonnabend blieb davon nicht mehr viel.

Ein Grund dafür war ein nachbarschaftliches Geschäft. „Die Gemeinde Niederer Fläming war schon früh hier und hat uns eine große Menge abgenommen“, erzählt Wolter. Dort soll das Holz für die Heizung in Werbig verwendet werden, die mit Hackschnitzel betrieben wird. Es kamen aber auch Privatleute. Nach dem Frühstück wagten sich einige Jüterboger auf das Gelände und kauften kleinere Mengen für ihren Privatbedarf.

Besonders beliebt waren Hackklötze, die von der Feuerwehr nach Wunsch zugeschnitten wurden. Aber auch Wurzelholz als Dekoration für den heimischen Garten und Brennholz wurden nachgefragt. Außerdem gab es einige ausgefallene Wünsche, etwa eine einzelne Scheibe Holz für den Bau einer Tischplatte.

Angeboten wurden Holzsorten aller Baumarten von Akazie bis zur Weide. Einige der verkauften Bäume waren sogar echte Stücke der Stadtgeschichte. Denn auf dem Gelände des Bauhofs liegen auch Bäume, die lange im Schlosspark und im städtischen Schwimmbad-Gelände standen.

Schon vor der öffentlichen Auktion hatte die Kämmerei alle Tischlereien aus Jüterbog und Umgebung eingeladen, um ihnen das Holz anzubieten. Außerdem hatte es eine Kooperation mit dem Langenlipsdorfer Unternehmen Sik-Holz gegeben. Ob die Aktion im kommenden Jahr wiederholt wird, hängt von der Bilanz der Veranstaltung ab. Die letzte Entscheidung muss der Bürgermeister treffen.

Von Victoria Barnack

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