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Teltow-Fläming Hände hoch statt Halskrause
Lokales Teltow-Fläming Hände hoch statt Halskrause
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14:51 12.11.2016
Mit erhobenen Händen musste Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Mitte hinten) minutenlang dem närrischen Treiben vor dem Zossener Rathaus zuschauen. Quelle: Frank Pechhold
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Zossen

Schluss mit lustig! Punkt 11.11 Uhr machten die Narren aus Dabendorf, Schöneiche und Kallinchen Freitag ernst. Erst wurde die mit Sandsäcken verbarrikadierte Rathaustür gestürmt, dann Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) gefangen genommen. Bis zum Aschermittwoch regiert nun Prinz Karneval in Zossen.

Die Zossener Karnevalsvereine verlangten von Bürgermeisterin Michaela Schreiber den Schlüssel zum Rathaus

Eigentlich hatte sich die Bürgermeisterin schon in ihr Schicksal ergeben. Gleich hinter der erstürmten Tür wartete Schreiber darauf, dass sie Hände und Kopf wie in all den Jahren zuvor in ein hölzernes Joch stecken muss. Doch alles kam ganz anders. Verdutzt schauten sich die Rathausstürmer an. Wo war die Halskrause? Weg! „Dann nehmen wir die Bürgermeisterin eben so fest. Zwei Mann vor und abführen!“, rief Norbert Magasch, Ehrenmitglied des Karneval Club Schöneiche.

Schlüssel war eingebuddelt

Vor dem Rathaus forderte Bernd Freier, Präsident des Dabendorfer Karneval Club (DKC), die Bürgermeisterin zur Herausgabe des Rathausschlüssels auf. Aber Schreiber wollte das güldene Schließwerkzeug nicht rausrücken. „Da hat die Bürgermeisterin ihren eigenen Standpunkt. Darauf lassen wir sie zur Strafe noch eine Weile stehen“, riss DKC-Präsident Freier einen Wortwitz. Mit erhobenen Händen musste Michaela Schreiber – fest im Griff ihrer beiden Bewacher – zusehen, wie sich die rund 400  Akteure und Zuschauer unterhakten und zu bekannten Melodien schunkelten. Erst als sie in Sachen Schlüsselübergabe einlenkte, durfte sie ihre Arme runter nehmen. „Die Herren haben einen fester im Griff als die Halskrause“, sagte Schreiber. Anschließend revanchierte sie sich bei den Karnevalisten für ihre Gefangennahme. Auf dem Vorplatz hatte die Rathausherrin einen Kieshaufen anfahren lassen, in dem der Schlüssel versteckt war. Mit bunten Plasteschippen buddelten die Mitglieder des DKC-Elferrates Schnapsfläschchen aus. Erst ganz unten kam eine Kiste mit dem gut verpackten symbolischen Schlüssel zum Vorschein. Damit war die Bürgermeisterin entmachtet.

Caterer Bodo Wosch beobachtete das tolle Treiben von seinem Getränkewagen aus. Warum er nicht wenigstens eine rote Pappnase trage? „Eine Pappnase bin ich selbst“, sagte Wosch herzhaft lachend. „Wenn wir hier bei dieser Kälte eine Weile stehen“, flachste der Schöneicher Burkhard Strzelecki, „wird die Nase von alleine rot“.

Von Frank Pechhold

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