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Häuser rund um den BER werden wertvoller

Dahmeland-Fläming Häuser rund um den BER werden wertvoller

Die Grundstücke rund um den BER werden immer wertvoller. Das hat Nicole Brettschneider, Schallschutzberaterin des Kreises Teltow-Fläming, jetzt dem Ausschuss für Bauplanung und Regionalentwicklung mitgeteilt. Für die Schallschutzberechtigten ist das ein Problem: Sie könnten Ansprüche verlieren.

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Quelle: Christian Zielke

Luckenwalde. Die Grundstücke im Umfeld des Schönefelder Flughafens werden immer wertvoller. Sowohl in Dahme-Spreewald als auch in Teltow-Fläming seien die Verkehrswerte deutlich gestiegen, sagte die Schallschutzberaterin des Kreises Teltow-Fläming, Nicole Brettschneider, im Ausschuss für Bauplanung und Regionalentwicklung des Kreises. Zugleich sinkt der Schallschutzstandard für alle Bewohner, die erst im letzten Jahr ihren Anspruch auf Schutzmaßnahmen feststellen ließen.

Neue Lärmberechnungen durch leisere Flugzeuge

„Es gibt neue Berechnungen von Lärmpegeln und mittlerweile deutlich leisere Flugzeuge“, sagte sie. Wer einen Antrag auf Schallschutzmaßnahmen nach September 2016 gestellt hat, bekommt in dem nun gültigen „Mix“ deshalb weniger Schallschutz zugebilligt. Im Zusammenhang mit den höheren Grundstückswerten bedeutet dies, dass immer weniger Eigentümer sich das Geld für die Umsetzung der Maßnahmen auszahlen lassen können, denn ausgezahlt wird nur, wenn die Maßnahmen 30 Prozent des Immobilienwertes übersteigen. Diese Kappungsgrenze wird durch hohe Verkehrswerte und geringe Schutzansprüche kaum noch erreicht. Der neue Mix bedeutet aber auch Verbesserungen. So wurden Wünsdorf und auch bislang nicht berücksichtigte Teile von Dahlewitz nach den neuen Pegelberechnungen in das Gebiet aufgenommen, in dem Bewohner Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen haben.

Zahl der Schallschutzberatungen auf konstantem Niveau

Die Zahl der Anfragen nach Schallschutz-Beratung sind auf einem konstanten Niveau geblieben. Bis Ende September hat die Beratungsstelle etwa 1200 Anliegen bearbeitet. Rückläufig ist die Zahl der Gutachten zur grundsätzlichen Ermittlung von Schallschutzansprüchen. „Hier gab es zuletzt kaum noch Nachfragen“, sagte sie. Auch die Beratungsnachfrage zu Schalldämm-Lüftern sei gesunken. Während es dazu 2016 noch 80 Beratungen gab, sind es 2017 bislang nur 33 gewesen. Vermutlich werden in Schönefeld in diesem Jahr erstmals mehr als 100 000 Flugzeuge starten und landen. Der Lärmschutzbeauftragte von Teltow-Fläming, Patrick Strogies, geht bis Jahresende von 105 000 Flügen und 13,5 Millionen abgefertigten Passagieren in Schönefeld aus, was „fast einzig auf Ryanair“ zurückzuführen sei. 2016 lagen diese Zahlen noch bei 96 562 Flügen und 11,6 Millionen Passagieren.

Von Peter Degener

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