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Halt auf freier Strecke

SPD fordert neuen Bahnhalt in Blankenfelde-Mahlow Halt auf freier Strecke

Im Stundentakt rauschen die Züge der RB 22 durch Blankenfelde-Mahlow ohne anzuhalten. Auf Wunsch der SPD sollen sie künftig in der 26 000 Einwohner-Gemeinde halten und eine schnelle Verbindung zum BER und nach Potsdam ermöglichen. Auch die Debatte um die Verlängerung der S-Bahn bekommt neue Nahrung.

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Die Züge auf der Strecke zwischen Schönefeld und Potsdam fahren bislang ohne Halt durch Blankenfelde-Mahlow.

Quelle: Foto: christian Zielke

Blankenfelde-Mahlow. Mit einer spektakulären Idee möchte die SPD den Nahverkehr in Blankenfelde-Mahlow attraktiver machen: Die Sozialdemokraten fordern einen zusätzlichen Bahnhalt am Berliner Außenring, der durch die Gemeinde führt.

Bislang fahren die Züge der Regionalbahnlinie 22 zwischen Königs Wusterhausen und Potsdam durch die Gemeinde – jedoch ohne Halt.

Das will die Gemeindevertretung in Zukunft ändern, die auf ihrer jüngsten Sitzung nahezu geschlossen für den SPD-Antrag gestimmt hatte. Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) soll sich nun beim Land für einen zusätzlichen Halt an der Ost-West-Verbindung einsetzen. Und der Bürgermeister möchte noch mehr: „Ich werde auch für eine Verlängerung der S-Bahn nach Dahlewitz kämpfen“, sagte er der MAZ. Dies sei ein Wunsch des Triebwerksherstellers Rolls-Royce, der seinen Sitz mit 2200 Beschäftigten im Dahlewitzer Gewerbegebiet hat. Es habe bereits Gespräche zwischen Rolls-Royce und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gegeben, in denen dieser der Idee nicht abgeneigt gewesen sei. Bei Rolls- Royce hält man sich dazu bedeckt. „Wir sprechen regelmäßig mit den Regierungen an unseren Standorten über verschiedene Themen. Das schließt die jeweilige Verkehrsinfrastruktur mit ein“, teilte Unternehmenssprecher Frank-Martin Hein mit. Wenn sich die Gemeinde mit ihren Ideen durchsetzt, könnte es eines Tages eine Umsteigemöglichkeit von der S-Bahn zum Berliner Außenring geben. SPD-Gemeindevertreter Michael Schwuchow hält einen Bahnhof auf Höhe des Stellwerks Glasower Damm für sinnvoll. „Platz ist genug da“, sagt er. Der Zugang könnte vom Glasower Damm in Mahlow und von der Carl-von-Ossietzky-Straße Blankenfelde geschaffen werden.

Ganz neu ist die Idee nicht. Der Rangsdorfer SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Wilhelm hatte schon 2009 erste Vorstellungen zu einem Turmbahnhof in dem Dreieck zwischen S-Bahn, Außenring und der künftigen Dresdner Bahn entwickelt. Michael Schwuchow ist sicher, dass Blankenfelde-Mahlow mit seinen 26 000 Einwohnern einen Bedarf für eine schnelle Zugverbindung in die Landeshauptstadt und zum künftigen Flughafen BER hat. „Die Straßen sind gut ausgebaut, der öffentliche Nahverkehr hinkt hinterher“, sagt Schwuchow.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung äußerte sich nur allgemein zu den Forderungen aus Blankenfelde-Mahlow. Sprecher Steffen Streu: „Wir untersuchen derzeit die Nachfrage auf allen Strecken, um zu klären, wo das Angebot verbessert werden muss.“ Diese Ergebnisse sollen bis 2017 in einem neuen Landesnahverkehrsplan zusammengefasst werden, aus dem sich die künftigen Investitionen aus einem Gesamtkonzept ableiten lassen. Die Konkurrenz um das knappe Geld sei jedoch groß.

Von Christian Zielke

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