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Hand anlegen für Handprothesen

Wünsdorf Hand anlegen für Handprothesen

Einfache Handprothesen für Menschen in bettelarmen Ländern bauen: Bisher ist die Mitwirkung an der globalen Aktion „Helping Hands“ nur im Rahmen von bezahlten Team-Events mit mindestens 20 Teilnehmern möglich. Deshalb plant der Wünsdorfer Tourismus-Unternehmer Mathias Tauchnitz den weltweit ersten öffentlichen Workshop.

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Mathias Tauchnitz hat nicht nur symbolisch ein Herz für die Aktion „Helping Hands“.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Wünsdorf. Hand anlegen und Menschen in bettelarmen Ländern nach Amputationen mit einfachen Handprothesen helfen. Das ist der Sinn von „Helping Hands“. Bisher steht das in Deutschland kaum bekannte Projekt nur Firmenteams ab 20 Mitarbeitern offen. Deshalb will der Wünsdorfer Tourismus-Unternehmer Mathias Tauchnitz mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion das Programm erstmals für Privatpersonen und kleine Gruppen erlebbar machen. Geplant ist ein Workshop, der am 11. März 2018 im Glashütter Museumsdorf-Gasthof Reuner stattfinden soll. „Das wird eine Weltpremiere, weil es diese öffentliche Variante rund um den Globus noch nicht gibt“, so Tauchnitz.

Die Idee für „Helping Hands“ stammt aus den USA. Hände helfen Menschen, ihre Welt zu begreifen. Fehlen die Hände, ist gesellschaftliche Teilhabe und eine selbstständige Bewältigung des Alltags stark eingeschränkt. Deshalb werden Handprothesen für Opfer von Landminen und Unfällen gebaut, kostenlos in den jeweiligen Ländern an Bedürftige verteilt und von Ärzten individuell angepasst.

Für Auftaktveranstaltung werden 9500 Euro benötigt

„Bei dem Workshop im Gasthof Reuner wollen wir zehn Prothesen zusammensetzen und damit den Empfängern ein Stück Lebensqualität zurück geben“, sagt Tauchnitz. Teilnehmen können 100 Leute, die sich an der Crowdfunding-Aktion beteiligt haben. „Für alle gibt es etwas Gutes zu essen. So, wie es sich für eine Charity-Veranstaltung gehört“. Die Prothesen werden aus je 30 Einzelteilen von zehn Viererteams zusammen gesetzt. Um sich ein bisschen in die Situation von Menschen ohne Hand hinein zu versetzen, werden die aktiven Hände der Prothesenbauer mit blauen Bandagen verbunden. „Vier Rechtshänder müssen also beispielsweise versuchen, die Prothesen mit ihren linken Händen zu montieren“.

Für die Ausrichtung der Auftaktveranstaltung werden 9500 Euro benötigt. Von dieser Summe fließen 80 Prozent in Herstellung, Transport, Qualitätskontrolle, Übergabe und Anpassen der Prothesen. Ziel ist es, bis zum 12. Januar 2018 genügend Geld einzusammeln. Dann findet einerseits der erste Workshop statt. Andererseits wird weiter für Folgeveranstaltungen gesammelt. „Das ist schon ein ehrgeiziges Ziel“, so Tauchnitz. Gerade vor Weihnachten werde um Spenden für viele soziale Projekte geworben, die alle ihre Berechtigung haben. „Aber bei unserem Projekt steckt man nicht einen Zehner in einen Klingelbeutel, sondern nimmt die Hilfe für andere Menschen selbst in die Hand“. Sollte die Sammelaktion scheitern, überweise man das Geld an alle Spender zurück, so Tauchnitz.

Chance auf Preisgeld vom Wirtschaftsministerium

Mit „Helping Hands“ beteiligt sich das Tauchnitz-Team an der Initiative „Fläming-Schmiede 17“. Dabei handelt es sich um einen vom Tourimusverband Fläming ausgelobten Wettbewerb mit 14 Teilnehmern. Alle sammeln Spenden per Crowdfunding für ihre Projekte. Wer bis zum 18. Dezember die meisten Unterstützer hat, der kann 3000, 2000 oder 1000 Euro gewinnen. Das Preisgeld wird vom Brandenburger Wirtschaftsministerium ausgelobt.

Crowdfundig: https://www.startnext.com/helping-hands-public

Von Frank Pechhold

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