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Teltow-Fläming Handwerk spürt seinen goldenen Boden
Lokales Teltow-Fläming Handwerk spürt seinen goldenen Boden
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20:08 07.11.2013
Jürgen Rose, Präsident der Handwerkskammer Quelle: MAZ
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Jüterbog

 „Trotz leichter Eintrübungen befindet sich das Handwerk auf einem stabilen Kurs. Die Finanz- und Schuldenkrise Europas tangiert das Handwerk offensichtlich kaum“, sagte er. Die Auftragslage werde von den Unternehmern als normal für die aktuelle Jahreszeit eingeschätzt. „Jeder zweite bezeichnet seine geschäftliche Lage sogar als gut bis sehr gut“, so Jürgen Rose weiter. Auch wenn die hohe Zufriedenheit der letzten zwei Jahre nicht ganz erreicht werden konnte, räumte er ein.

„Die durchschnittliche Auftragsreichweite liegt derzeit bei sieben Wochen. Die Betriebe sind etwa bei einer 84-prozentigen Kapazitätenauslastung“, gibt Rose die Umfragewerte wieder. Damit seien die Vorjahreswerte erreicht.

Starke Unterschiede gibt es aber zwischen den einzelnen Gewerbegruppen. „In punkto Auslastung reicht die Skala von 91 Prozent im Bauhauptgewerbe bis zu 69 Prozent bei personenbezogenen Dienstleistungen.“ Fast die Hälfte aller Betriebe der sogenannten Ausbauhandwerker, wie Maler, Fliesenleger oder Elektriker, geben sogar eine derzeitige Auslastung von 100 Prozent an.

„Das kann ich nur bestätigen, Arbeit haben wir zurzeit genug. Wir kommen sogar problemlos über den Winter bei der derzeitigen Auftragslage“, sagt der Jüterboger Maler Mario Schrapel. Probleme sieht er vor allem in der Nachwuchssituation. „Der Altersdurchschnitt meiner acht Mitarbeiter liegt bei über 45, wir finden einfach keinen Nachwuchs, und die Azubis bleiben trotz der Tariflöhne nicht bei uns“, sagt er, „ich schaue sehr bange auf die Handwerkerzukunft in Jüterbog. In anderen Betrieben sieht es doch ähnlich aus.“

Im Vergleich zum Vorjahr entwickelten sich jedoch die Umsätze der Unternehmen leicht negativ, teilt die Handwerkskammer Potsdam weiter mit. Lediglich vier Prozent aller befragten Unternehmer meldeten ein Umsatzplus. Elf Prozent aller Befragten Unternehmer haben zudem Mitarbeiter eingestellt, ebenso elf Prozent der Betriebe haben jedoch auch Personal verloren. Die zusätzlichen Einstellungen gab es in allen Branchen außer im Nahrungsmittelhandwerk und bei den personenbezogenen Dienstleistern.

Was den Unternehmern neben den ausbleibenden Lehrlingen am meisten Sorgen bereitet, ist die stetige Preisspirale: Rund 50 Prozent aller Befragten kritisieren die ständig steigenden Preise für Material, Rohstoffe und Energie. Nur ein Fünftel aller Befragten hat angegeben, die gestiegenen Produktionskosten über den Preis an die Kunden weiterzureichen.

„Die Energiekosten bereiten mir in der Tat große Sorgen, wenn auch jetzt im Winter etwas weniger, als im Sommer“, sagte Fleischermeister Jürgen Apel aus Hohenseefeld. Um seine großen Kühlräume energetisch zu kontrollieren und Sparmöglichkeiten zu erschließen, holte er sich auch schon die Hilfe eines Energieberaters. „Wir suchen nach jeder noch so kleinen Möglichkeit, um Stromkosten zu sparen. Wenn die Preise aber weiter anziehen, wird das noch eng für viele Handwerksbetriebe des Mittelstands“, ist er sicher. „Die Politik muss sich endlich mit dem Thema befassen“, fügt Jürgen Apel hinzu.

Das fordert auch Friseurmeisterin Kerstin Ludwig aus Malterhausen. „Es ist schon fast beschämend und traurig und schlimm zugleich, dass ich die höheren Energiekosten an meine Kunden weitergeben muss. Mir bleibt da kaum etwas anderes, als die Preise zu erhöhen“, sagt sie, „ich blicke da sehr besorgt auf die Zukunft.“ Auch die Handwerkskammer fordert steuerliche Anerkennung zum Beispiel von energetischen Gebäudesanierungen für Firmen.

Von Kathrin Burghardt

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