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Handwerk stellt sich vor

Maibaumaufstellen in Ludwigsfelde Handwerk stellt sich vor

In Ludwigsfelde hat die Kreishandwerkerschaft mit ihren Innungen zum zweiten Mal einen Maibaum aufgestellt. Am Sonnabendnachmittag wurde der Stamm einer Eibe per Hand in die Höhe gestemmt. Zudem machten die Handwerker auf ihre Stände aufmerksam, in der Hoffnung, junge Menschen für das Handwerk gewinnen zu können.

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In Ludwigsfelde wurde zum zweiten Mal ein Maibaum aufgestellt.

Quelle: Gudrun Ott

Ludwigsfelde. Mitglieder der Kreishandwerkerschaft mit ihren Innungen errichteten am Sonnabendnachmittag auf dem Ludwigsfelder Rathausplatz den Maibaum. Der 13 Meter lange Stamm einer Eibe wurde in reiner Handarbeit in die Höhe gestemmt. Zuvor hatten Kinder die Krone mit bunten Bändern geschmückt.

„Die Schwierigkeit besteht darin, Ruhe zu bewahren, damit der Baum nicht abdreht“, sagte Kreishandwerksmeister Jörg-Günter Peschke. Um ein Abdrehen zu verhindern, hatte Zimmermeister Mario Ruge lange Stangen angefertigt, die Stück um Stück immer weiter versetzt wurden und dazu dienten, den Baum abzustützen. Viele staunende Ludwigsfelder hielten den Atem an, als sich knarrend und ächzend Holz an Holz rieb. Unter der Leitung des Ahrensdorfer Zimmermeisters stand der Baum nach zwölf Minuten senkrecht. Geschafft. Applaus. Aber Meister Ruge kam doch noch ins Schwitzen, denn er musste den schweren Zimmermannshammer schwingen, um Keile zur Befestigung des Stammes in die Hülse zu treiben.

Im vergangenen Jahr wurde zum ersten Mal ein Maibaum vor dem Rathaus errichtet. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) fand lobende Worte für die Handwerkerschaft und sprach von der Hoffnung, dass der Maibaum in Ludwigsfelde zur schönen Tradition werden könnte. Vilma Trempler, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, nannte Tradition als Klammer für die bewahrenswerten Aspekte der Vergangenheit.

Die Zunftfahnen der Gewerke waren aufgesteckt und kündeten vom Stolz der Berufsstände. Die Zunft der Schornsteinfeger hatte sich 1827 gegründet. Bezirksschornsteinfegermeister Steffen Hölscher zeigte auf die Fahne seiner Zunft und meinte augenzwinkernd: „Unsere ist die Schönste.“ Die Schornsteinfegermeister Sebastian Schreiber und Markus Heidepriem an seiner Seite nickten. Auf die Schönheit ihrer Fahnen hätten ebenso der Obermeister der Dachdecker, Hartmut Quappe, der stellvertretende Obermeister der Maler, Sven Thielicke, und all die anderen Handwerker hinweisen können. Alle Fahnen seien ausgesprochen prächtig und ständen der Stadt gut zu Gesicht, fand die Ludwigsfel-derin Regina Fröhlke.

Obermeister Hartmut Hagedorn von der Metallbauerinnung sagte: „Der Tag ist mir wichtig, weil wir uns als Handwerker bekannt machen und so vielleicht junge Menschen fürs Handwerk gewinnen.“ Bei ihm in der Kommunaltechnik Instandsetzung Fertigungs GmbH (KIF) in Niedergörsdorf sind ab 1. August zwei Ausbildungsplätze für Metallbauer frei. Zwei Metallbauer haben gerade ausgelernt. Der Betrieb wurde vor vier Jahren mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet. Hagedorn schaut bei den Bewerbungen zukünftiger Azubis vor allem nach den Zensuren in Mathematik und Physik.

Mangelnde Kenntnisse von Schulabgängern beklagen viele ausbildende Handwerksbetriebe. Bäckermeister Heiko Paul, stellvertretender Obermeister seiner Innung, erzählte beispielsweise, dass ihm seit fünf Jahren die Auszubildenden fehlen. „Der Wille ist das Wichtigste, was die jungen Leute mitbringen müssen. Handwerk hat goldenen Boden.“ Kreishandwerksmeister Jörg-Günter Peschke merkte an, dass die Handwerker noch nie so optimistisch waren wie in diesem Jahr. „Die Auftragslage ist sehr gut. Häuser werden gebaut, Werte werden geschaffen.“

Von Gudrun Ott

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