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Teltow-Fläming Handwerker schenken der Stadt ein Backhaus
Lokales Teltow-Fläming Handwerker schenken der Stadt ein Backhaus
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05:55 16.07.2016
Noch im Rohbau: der Backofen mit Ofenbauer Jens Bärmann, seinem Azubi Richard Melchior und Bäckermeister Stefan Ober (v.r.n.l.). Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Mitten im Rohbau befindet sich ein steinerner Backofen, der gerade auf dem Wiesendreieck hinter der Kita „Burg“ in Luckenwalde entsteht. Richard Melchior, Auszubildender bei Ofenbauermeister Jens Bärmann, schwingt die Kelle und setzt gekonnt Stein auf Stein. Das Innere des eigentlichen zweigeschossigen Ofens ist schon eingesetzt worden mitsamt der Schamottsteine. „In das untere Fach kommt das Holz rein“, erklärt Jens Bärmann, „und oben das Backwerk.“

Idee kommt aus AG „Künstlerisch und Handwerklich“

Während sein Azubi weiter die Ofenfächer ummauert, erläutert Bärmann, was hier überhaupt passiert: „Als die Stadtverwaltung ihr Konzept für das Jubiläumsjahr zum 800-jährigen Bestehen vorstellte, kam das Handwerk überhaupt nicht vor.“ Das ärgerte den Handwerker und CDU-Stadtverordneten Bärmann. In der Arbeitsgemeinschaft „Künstlerisch und Handwerklich“ des Organisationskomitees für die 800-Jahr-Feier überlegte man sich, was man tun könne. „Es muss irgendwas gebaut werden mit Sinn und historischem Bezug“, erinnert sich Bärmann. Aus beruflicher Nähe sei er auf die Idee eines Backhauses gekommen.

Gesagt, getan: Bärmann sorgte nicht nur für die Idee, sondern auch für die Umsetzung. Die Bauarbeiten sind sein Anteil an dem Geschenk der hiesigen Handwerker für die Stadt zum runden Geburtstag. Die Mauerziegel stammen von dem unverputzten Mauerwerk der Stallungen des Abrisshauses in der Kurzen Straße, wo jetzt das Hospiz des DRK entsteht. Bärmann und sein Azubi holten da mindestens 2000 Steine raus, machten sie sauber und verbauen sie nun.

Firmen sponsern für Material und Bauleistungen

Nachdem ein Standort gefunden wurde, hat die Firma Heba-Bau das Fundament gegossen. Die Firma Nordholz spendete das Holz und die Firma Brita Marx die Dachziegel. Mit denen werden dann die Luckenwalder Dachdecker das Dach des Backhauses decken.

Auch die Stadt Luckenwalde trägt zur Aufwertung der ehemaligen Brachfläche und des Umfeldes des künftigen Backhauses bei. „Das ist ein ziemlich großer Aufwand, um das Backhaus zur Geltung zu bringen“, sagt Bauhof-Leiter Frank Dunker. Die Stadt werde dafür etwa 3000 Euro aufbringen. Die hölzerne Pergola steht schon. Dort sollen noch verschiedene Weinsorten gepflanzt werden. Und es wird ein variables Zaunsystem errichtet, so dass je nach Bedarf die Kinder von der Kita „Burg“ oder sonstige „Bäcker“ das Backhaus nutzen können.

Backhaus wird abgezäunt gegen Vandalismus

Denn einfach so frei zugänglich wird das Backhaus nicht sein. „Schon allein, um Vandalismus vorzubeugen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister und Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann. Er ist froh, dass das Backhaus an diesen Standort gekommen ist und nicht an anderer Stelle aufgebaut wird. „Das hier ist ein idealer Platz“, meint er. Somit werde auch die Fläche für die Kita erweitert. Diese soll das Backhaus jederzeit benutzen dürfen. Es wird überlegt, dass das Quartiersmanagement Röthegraben die Schlüsselvergabe und Organisation übernehmen soll.

Bevor es aber soweit ist, muss erst noch alles fertiggestellt werden. Vorher werden Ofenbauer Bärmann und Bäckermeister Stefan Ober den Backofen ausprobieren. „Wir müssen ja erstmal testen, wie viel Holz wir dafür brauchen“, sagt Bärmann.

Der Eröffnungstermin steht aber schon fest. Am 30. Juli wird dort das Märchen vom Luckenwalder Backofen uraufgeführt. Geschrieben hat es Carola Schütze von der Stadtverwaltung, die Hauptrollen spielen neben den Kita-Kindern Bäcker Ober und Ofenbauer Bärmann.

Von Hartmut F. Reck

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