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Teltow-Fläming Hans im Glück
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12:36 19.02.2018
Luckenwaldes Museumsleiter Roman Schmidt mit dem Buch über das Unternehmen Hansgrohe und den Gründer Otto Johannes Grohe. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Museumsleiter Roman Schmidt kennt sich mit der Luckenwalde Stadtgeschichte gut aus. Er ist seit 1989 im Museum tätig und übernahm vor 25 Jahren den Chefposten im Hause. Doch selbst er hatte bislang einen großen Sohn der Stadt übersehen.

„Als ich einen Anruf von Horst Buchholz erhielt, der versprach, dass ich etwas erfahren würde, was ich über Luckenwalde noch nicht weiß , war ich skeptisch“, berichtet er. Wenige Tage später lüftete der Luckenwalder Heizung-Sanitär- und Lüftungsunternehmer das Geheimnis. Horst Buchholz brachte dem Museum ein Buch mit dem Titel „Der clevere Hans oder das wahre Märchen vom Hans im Glück“. Das Buch ist nicht im Handel erhältlich und wurde nur an Unternehmen verschickt, die mit dem Unternehmen Hansgrohe in Verbindung stehen. Es ist ein global agierender Hersteller sanitärtechnischer Produkte wie Armaturen, Brause, Thermostate, Abläufe und Badzubehör. „Was bisher kaum jemand wusste“, berichtet Roman Schmidt: „Der Unternehmensgründer Otto Johannes Grohe wurde am 14. Mai 1871 in Luckenwalde geboren.“ In dem Buch, dass Horst Buchholz dem Museum schenkte, kann man den Erfolgsweg des Unternehmers verfolgen, dem man nachsagt, dass er seiner Zeit immer voraus gewesen sei.

Hans war ein Sonntagskind

„Hans“, wie er von allen genannt wurde, war ein Sonntagskind und der sechste Sprössling des Luckenwalder Tuchmachers Karl Grohe. Es heißt, er sei auf die Welt gekommen, als gerade die Glocken der Johanniskirche zum Gottesdienstende geläutet hätten, und habe so laut geschrien, dass das Neugeborne bis Jüterbog zu hören wäre.

Am 27. September 1885 wurde Hans Grohe in Luckenwalde konfirmiert. Nach seiner Lehre als Tuchmacher begab er sich 1890 für zwei Jahre auf Wanderschaft als Musterweber. Zuvor hatte er in Luckenwalde jeden der 18 Arbeitsschritte in der Tuchfabrik genau studiert, sich Aufzeichnungen gemacht und überlegt, welcher der Schritte eingespart werden könnte, heißt es über ihn. Der Webmeister sei ein regelrechter Tüftler gewesen. Den Spruch der schlesischen Weber „Das muss anders werden, jetzt auf der Stelle!“ soll sich Hans Grohe zu eigen gemacht haben. Sein Vater hatte nichts dagegen, dass seine Söhne in die Welt hinauszogen, um ihr Glück zu suchen.

Grohe kehrte der Weberei den Rücken

1899 zog Hans Grohe mit seiner Familie nach Schiltach in den Schwarzwald. Dort kehrte er der Weberei den Rücken. Er lernte den Beruf des Metalldrücker-Handwerks und gründete 1901 sein eigenes Unternehmen. Er spezialisierte sich auf den Sanitärbereich – das private Hausbad kam damals gerade in Mode – und er gilt damit als Pionier der deutschen Sanitärindustrie. Über drei Generationen hinweg wurde das Unternehmen Hansgrohe als Familienbetrieb geführt. Mittlerweile beschäftigt der Bad- und Sanitärspezialist 4800 Mitarbeiter auf allen Kontinenten. Rund 60 Prozent sind in Deutschland tätig.

Würdiger Vertreter für die „Merkzeichen“

„Schade, dass wir nicht eher davon erfahren haben. Mit dieser Unternehmergeschichte, die ihren Anfang in Luckenwalde hatte, wäre Hans Grohe ein würdiger Vertreter unserer ,Merkzeichen’“, sagt Schmidt. Mit der Aktion würdigt die Stadt berühmte Bürger. Der Museumsleiter freut sich, dass Horst Buchholz dem Museum das Buch schenkt, in dem man mehr über Hans Grohe und seine Firma erfährt.

Von Margrit Hahn

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